DHL startet eigenes Onlineshopping-Portal

DHL startet eigenes Onlineshopping-Portal

Mit dem Shopping-Portal meinpaket.de will der Logistikdienstleister DHL kleine und mittlere Händler ansprechen. Es soll aber ausdrücklich keine Konkurrenz zu Amazon oder eBay sein.

SRSybille RoemerRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
Teilen
"Um dauerhaft am Markt erfolgreich zu sein, führt für Händler und Hersteller heute kein Weg am Vertrieb über das Internet vorbei", sagt Ingo Bohlken, Geschäftsführer DHL Paket Deutschland. "Mit meinpaket.de bieten wir unseren Geschäftskunden neben den 17.000 Filialen und Verkaufspunkten bundesweit sowie den mehr als 1,5 Millionen Packstationskunden noch einmal eine zusätzliche Reichweite."

Sicherheit im Vordergrund

meinpaket.de führt die Sortimentsbereiche Technik, Wohnen, Mode, Hobby sowie Leben und Genießen. Der Zugang wird nach einer Registrierung über ein von DHL gesteuertes Login möglich. Nur dort seien die Daten der Käufer hinterlegt, was dem zunehmenden Sicherheitsbedürfnis von Onlineshoppern entgegenkommen soll.

Die Händler können ihre Waren einstellen und verkaufen, wobei DHL Paket den Vertragspartnern als so genannter Fulfillment-Anbieter auch verschiedene Serviceangebote macht: Von der gesamten Abwicklung über die Bezahlung bis hin zu einer Absicherung gegen Zahlungsausfälle.

Neue Zielgruppen

Gleichzeitig seien die Artikel in ein Umfeld mit redaktionellen Inhalten wie Test- und Trendberichten eingebettet: Damit will meinpaket.de auch neue Zielgruppen - etwa die weniger online-affinen Konsumenten ab 50 - ansprechen und einen "Anreiz für Zusatz- und Spontankäufe bieten".

Zum Start des Portals haben sich rund 600 Händler unterschiedlichster Branchen angemeldet. Die Plattform biete ein zentrales Checkout-Modul, welches es den Kunden ermöglicht, alle Einkäufe gebündelt auf dem DHL Portal per Kreditkarte, Lastschrift und Nachnahme zu bezahlen.

"Für die Käufer wird die Flut an Shops immer unübersichtlicher, außerdem besteht oft große Unsicherheit bei der Vertrauenswürdigkeit von Anbietern. Deshalb bieten wir als seit Jahren verlässlicher Partner beider Seiten jetzt eine sichere Lösung, die das Einkaufen in verschiedenen Shops mit nur einer Registrierung möglich macht", wirbt Bohlken. So könnten die Onlineshopper unter anderem auch auf DHL-Funktionenwie die Sendungsverfolgung per Mausklick, die Lieferung an eine der 2.500 Packstationen und die Online-Retourenlösungen zurückgreifen.

Vollsortimenter und Spezialversender

Der Zugang zur DHL-Plattforn steht demnach Vollsortimentern ebenso offen wie Spezialversendern. Wie auch bei anderen Portalen üblich, erhebt DHL Paket eine Transaktionsgebühr für den Händler, "die aber mit vier bis acht Prozent vom Verkaufspreis transparent und moderat ist", heißt es vom Unternehmen.
 
Hinzu komme eine einmalige Gebühr von 20 Euro für die Registrierung des Shops in dem Portal. "DHL versteht sich jedoch nicht als Konkurrenz zu Amazon oder eBay und wird die bestehende enge strategische Partnerschaft mit beiden Unternehmen auch künftig fortsetzen."

Teilen
SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.