
DHL startet eigenes Onlineshopping-Portal
Mit dem Shopping-Portal meinpaket.de will der Logistikdienstleister DHL kleine und mittlere Händler ansprechen. Es soll aber ausdrücklich keine Konkurrenz zu Amazon oder eBay sein.
Sicherheit im Vordergrund
meinpaket.de führt die Sortimentsbereiche Technik, Wohnen, Mode, Hobby sowie Leben und Genießen. Der Zugang wird nach einer Registrierung über ein von DHL gesteuertes Login möglich. Nur dort seien die Daten der Käufer hinterlegt, was dem zunehmenden Sicherheitsbedürfnis von Onlineshoppern entgegenkommen soll.
Die Händler können ihre Waren einstellen und verkaufen, wobei DHL Paket den Vertragspartnern als so genannter Fulfillment-Anbieter auch verschiedene Serviceangebote macht: Von der gesamten Abwicklung über die Bezahlung bis hin zu einer Absicherung gegen Zahlungsausfälle.
Neue Zielgruppen
Gleichzeitig seien die Artikel in ein Umfeld mit redaktionellen Inhalten wie Test- und Trendberichten eingebettet: Damit will meinpaket.de auch neue Zielgruppen - etwa die weniger online-affinen Konsumenten ab 50 - ansprechen und einen "Anreiz für Zusatz- und Spontankäufe bieten".
Zum Start des Portals haben sich rund 600 Händler unterschiedlichster Branchen angemeldet. Die Plattform biete ein zentrales Checkout-Modul, welches es den Kunden ermöglicht, alle Einkäufe gebündelt auf dem DHL Portal per Kreditkarte, Lastschrift und Nachnahme zu bezahlen.
"Für die Käufer wird die Flut an Shops immer unübersichtlicher, außerdem besteht oft große Unsicherheit bei der Vertrauenswürdigkeit von Anbietern. Deshalb bieten wir als seit Jahren verlässlicher Partner beider Seiten jetzt eine sichere Lösung, die das Einkaufen in verschiedenen Shops mit nur einer Registrierung möglich macht", wirbt Bohlken. So könnten die Onlineshopper unter anderem auch auf DHL-Funktionenwie die Sendungsverfolgung per Mausklick, die Lieferung an eine der 2.500 Packstationen und die Online-Retourenlösungen zurückgreifen.
Vollsortimenter und Spezialversender
Der Zugang zur DHL-Plattforn steht demnach Vollsortimentern ebenso offen wie Spezialversendern. Wie auch bei anderen Portalen üblich, erhebt DHL Paket eine Transaktionsgebühr für den Händler, "die aber mit vier bis acht Prozent vom Verkaufspreis transparent und moderat ist", heißt es vom Unternehmen.
Hinzu komme eine einmalige Gebühr von 20 Euro für die Registrierung des Shops in dem Portal. "DHL versteht sich jedoch nicht als Konkurrenz zu Amazon oder eBay und wird die bestehende enge strategische Partnerschaft mit beiden Unternehmen auch künftig fortsetzen."
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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