Die Otto Group stagniert

Die Otto Group stagniert

Die Otto Group ist mit dem zurückliegenden Geschäftsjahr unzufrieden. Daran hilft auch das zufriedenenstellende deutsche Geschäft im Internet nichts. Ob insgesamt sogar rote Zahlen zu beklagen sind, bleibt weiter unklar.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Nähere Angaben zum Gewinn oder Verlust des Konzerns gab es nicht. Möglicherweise ist die Otto Group in die roten Zahlen gerutscht, wie schon mehrfach in Medienberichten spekuliert wurde. Dazu könnten mehrere Faktoren beigetragen haben.

So war der Modemarkt in Deutschland im vergangenen Jahr schwach - eine Entwicklung, der sich Otto als größter Textilhändler des Landes wohl nicht entziehen konnte. Mit einem Zuwachs von 1,1 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro Umsatz im Deutschlandgeschäft habe Otto jedoch mit der Entwicklung des gesamten deutschen Einzelhandels Schritt gehalten.

Miserables Russland-Geschäft

Im Ausland musste das Unternehmen dagegen Rückgänge hinnehmen, im Handel um insgesamt 3,6 Prozent. Allein der Russland-Umsatz ging in Euro um 25 Prozent zurück. Auch das Frankreichgeschäft, wo Otto mit Umbauarbeiten im Konzern beschäftigt ist, war um fast zwölf Prozent rückläufig. Andere Auslandsmärkte entwickelten sich dagegen positiv, zum Beispiel Großbritannien mit einem Plus von 16 Prozent.

Trotz der flauen Geschäftslage hält die Otto Group die Investitionen auf einem hohen Niveau. Dreistellige Millionenbeträge fließen in neue Geschäftsmodelle, Informationstechnik, Logistik und die Anpassung an den digitalen Wandel. "Das sind Zukunftsinvestitionen, an denen wir festhalten, auch wenn sie das Ergebnis in diesem Jahr empfindlich geschmälert haben", sagte Schrader.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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