Die Rückkehr der Schlecker-Kinder

Die Rückkehr der Schlecker-Kinder

Laut Insolvenzverwalter gibt es drei bis fünf Investoren, die Interesse an der insolventen Drogeriekette Schlecker haben. Auch Meike und Lars Schlecker selbst überlegen, das Unternehmen zurück zu kaufen.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Ziel sei es, "den Prozess bis Pfingsten zu konkreten Ergebnissen zu bringen", sagte ein Sprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. Er dementierte damit zugleich einen Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", demzufolge es nur noch einen einzigen ernsthaften Interessenten gebe.

Insolvenzverwalter Geiwitz will die Gespräche mit Interessenten und Gläubigern fortführen, nachdem eine Transfergesellschaft für rund 11.000 entlassene Schlecker-Mitarbeiter gescheitert war.

Die Auffangsgesellschaft hätte mögliche Kündigungsschutzklagen verhindert, die nun nach Geiwitz' Auffassung Investoren verschrecken könnten. Die Gewerkschaft Verdi hatte jedoch angekündigt, die Entlassenen nicht zu solchen Klagen ermuntern zu wollen.

Arbeitsverbot für Schlecker-Senior

Wegen des Neins der FDP zu Landesbürgschaften für die Transfergesellschaft tobte auch am Wochenende eine heftige politische Debatte innerhalb der Berliner Regierungskoalition. Unionspolitiker hatten sich für die Bürgschaften ausgesprochen.

Die beiden Kinder des gescheiterten Firmen-Gründers Anton Schlecker, Meike und Lars Schlecker, überlegen dem "Spiegel" zufolge, das Unternehmen mit Hilfe eines Investors selbst zurückzukaufen. Sie könnten dann das von ihnen bereits angeschobene Konzept zur Modernisierung der Drogeriekette nach einem überstandenen Insolvenzverfahren ohne Altschulden umsetzen.

Der Sprecher des Insolvenzverwalters betonte, es sei von Anfang an nicht ausgeschlossen worden, dass Meike und Lars Schlecker bei einer Zukunftslösung für das Unternehmen eine Rolle spielen könnten.

Der Schlecker-Senior darf nach dem Bericht nicht mehr für das Unternehmen tätig werden, ein entsprechendes Verbot sei im Handelsregister eingetragen worden.

Beschäftigungsmöglichkeit in der Altenpflege

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) bot Geiwitz an, nach geeigneten Beschäftigungsmöglichkeiten für die Schlecker-Frauen in der Altenpflege zu suchen.

Alleine in den 7.000 Mitgliedsunternehmen des Verbandes könnten sofort 10.000 Fachkraftstellen dauerhaft besetzt werden, heißt es in einem Brief von bpa-Präsident Bernd Meurer.

Hier fasst derhandel.de die Ereignisse seit dem Bekanntwerden der Zahlungsunfähigkeit von Schlecker zusammen.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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