Digitale Signatur: Privatwirtschaft hinkt hinterher

Digitale Signatur: Privatwirtschaft hinkt hinterher

Die meisten Pilotprojekte zur Einführung der digitalen Signatur werden noch in diesem Jahr beendet. Die Überraschung: Das Zugpferd der Entwicklung ist die öffentliche Hand, dann erst folgt die Privatwirtschaft.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die digitale Signatur spart Kosten: Vorgänge, bei denen rechtsgültige Unterschriften vorgeschrieben sind, können durch ihre Einführung digitalisiert werden. Profitieren werden vor allem Rechtsanwälte, Steuerberater und Versicherungen. So muss beispielsweise der Einspruch bei Gericht nicht mehr per Post geschickt werden. Ob bei Anträgen, Auftragsvergaben oder Beschaffungsmaßnahmen: Gespart wird vor allem Arbeitszeit.

Die Einführung der digitalen Signatur wird laut Mummert + Partner in drei Stufen erfolgen: Zunächst wird die öffentliche Verwaltung die digitale Signatur einsetzen. Voraussichtlich im Jahr 2006 wird die elektronische Unterschrift bei den meisten internen Verwaltungsabläufen Standard sein. In der zweiten Stufe kommt die Signatur an den Schnittstellen zwischen Staat und Wirtschaft zum Einsatz. Davon werden besonders die Branchen profitieren, die eng mit der öffentlichen Hand zusammen arbeiten. In der dritten Stufe werden andere Wirtschaftsbereiche nachziehen.

Im Finanzsektor werden vor allem die Sparkassen in das Geschäft mit der digitalen Signatur einsteigen, so die Unternehmensberater. Diese haben die Erfahrung und die Infrastruktur für das Geschäft mit den Signaturkarten. Ihre hauseigenen Angebote, die Sparkassenkarten, können sie mit Signaturchips kombinieren. Eine weitere Zusammenarbeit mit regionalen Anbietern oder Bonussystemen bietet sich an. Was viele nicht wissen: Die meisten neuen Geld- oder Kreditkarten sind bereits mit einem digitalen Zertifikat auf ihren Mikrochips ausgestattet. Allerdings muss die Verschlüsselungstechnik erst freigeschaltet werden. (ST)


KONTAKT:

Mummert + Partner Unternehmensberatung AG
Hans-Henny-Jahnn-Weg 29
22085 Hamburg
Internet: www.mummert.de

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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