Direktverkauf übers Netz: Haben Markenartikler zu große Bedenken?

Direktverkauf übers Netz: Haben Markenartikler zu große Bedenken?

In Eigenregie übers Netz verkaufen - das reizt die meisten Markenartikler. Und sehr viele tun es auch. Allerdings wird es nicht immer an die große Glocke gehängt und häufig auch mit entsprechend gebremster Kraft gefahren. Die Bedenken: Die stationären Händler und vielleicht auch andere Onlinehändler könnten "not amused" sein. Denn Kannibalisierungseffekte sind beim Direktvertrieb natürlich nicht auszuschließen. Aber die Hemmungen der Hersteller sind übertrieben, behauptet eine aktuelle amerik...

KJKlaus JankeRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen
Danach geben über die Hälfte der 109 befragten Absatzkanal-Entscheider an, dass der Start des Direktverkaufs sogar positive Auswirkungen auf die anderen Kanäle gehabt habe. 36 Prozent berichten von neutralen Effekten, nur 9 Prozent von negativen. Um Konflikte zu vermeiden und den stationären Handel sogar zu unterstützen, haben Forrester Research und Digital River im Rahmen der Befragung einige Empfehlungen zusammengestellt. So wirkt es sich nach Ansicht der Befragten positiv aus, wenn das Fulfillment an die stationären Geschäfts abgegeben wird und sie gegebenenfalls am Umsatz beteiligt werden. Zudem sollte man im Onlineshop auf stationäre Einkaufsmöglichkeiten hinweisen und mit dem Handel gemeinsam die in den Kanälen gewonnenen Daten auswerten. Auch kann der Onlineshop mit Waren, die nicht oft nachgefragt werden, den "Longtail" bedienen, während sich die stationären Geschäfte auf ein überschaubareres Angebot konzentrieren können.

#BL+8825#Insgesamt sind die Markenartikler mit dem Start in den Direktvertrieb gut zufrieden. 76 Prozent der Befragten geben an, dass die Umsätze der Planung entsprechen oder sogar darüber liegen. Wichtigste Triebfeder für die Hersteller ist die Verbesserung der direkten Kundenbeziehungen, es folgen eine aktive Nachfrage der Kunden nach einem Shop und erst an dritter Stelle die Möglichkeit, durch Umgehung von externen Händlern die Margen zu verbessern (aber wer betont das schon gern?). 82 Prozent der Manager erklären, dass sich die Kundenbeziehungen durch den Onlineshop tatsächlich verbessert haben, 72 Prozent berichten von einer intensiveren "Customer Experience". 73 Prozent finden aber auch die erzielten Margen attraktiv.

Teilen
KJ
Geschrieben vonKlaus Janke

Redakteur

Klaus Janke ist freier Autor und Journalist mit dem Schwerpunkt Marketing und Medien. Daneben betreut er Corporate-Publishing-Projekte. Von 2000 bis 2008 arbeitete er für HORIZONT, zunächst als Ressortleiter Internet, dann als Ressortleiter Marketing. Davor war er unter anderem für die „WAZ“, für „Prinz“, seine eigene PR-Agentur und als Chefredakteur für das „Journal Frankfurt“ aktiv. Klaus Janke lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und bloggt unregelmäßig auch hier: www.jankesbuntewelt.com.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.