
dm baut Arzneimittelhandel aus
Die Drogeriemarktkette will ab 2009 den Versandhandel mit Medikamenten intensivieren. Dafür wird es Umbauten in den Geschäften geben.
Thomas RehmRedakteurAlle anderen Bestellungen, beispielsweise rezeptpflichtige Arzneimittel, können die Kunden nach spätestens zwei Werktagen in einem dm-Markt abholen, oder sich an eine Wunschadresse liefern lassen, teilt das Unternehmen mit. Bei diesem Bestell- und Abholservice arbeitet die Drogeriekette mit der Versandhandelsapotheke Europa Apotheek in der niederländischen Stadt Venlo zusammen.
Das Bundesverwaltungsgericht hatte im März nach jahrelangem Rechtsstreit entschieden, dass Versandapotheken für ihren Vertrieb den Dienst von Drogeriemärkten in Anspruch nehmen dürfen.
Apothekerverband protestiert
Auch der Drogerie-Discounter Schlecker hat seinen Handel mit Medikamenten ausgebaut. Das Unternehmen bietet nach früheren Meldungen in über 11.000 Märkten von Schlecker, Ihr Platz und Drospa Bestellshops der niederländischen Versandapotheke Vitalsana an.
Der Deutsche Apothekerverband (DAV) ist gegen den Verkauf von Medikamenten in den Drogeriefilialen, weil er die Gesundheit von Patienten gefährdet sieht.
Derzeit prüft der Europäische Gerichtshof, ob das deutsche Fremdbesitzverbot für Apotheken mit dem EU-Recht der Niederlassungsfreiheit vereinbar ist. Ein Urteil wird im Frühjahr 2009 erwartet.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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