Douglas will Parfümeriekette Nocibé kaufen

Douglas will Parfümeriekette Nocibé kaufen

Douglas will Medienberichten zufolge zur Nummer Zwei im französischen Parfümerie-Markt werden. Dafür greift die Handelsgruppe nach dem Konkurrenten Nocibé. (Aktualisiert)

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Douglas befindet sich nach Angaben von Miteigentümer Henning Kreke bereits in exklusiven Kaufverhandlungen mit dem Nocibé-Eigentümer Charterhouse Capital Partners. Er glaube fest an den Erfolg der Transaktion, sagte der Unternehmer. Den möglichen Kaufpreis bezifferte das "Handelsblatt" auf 540 Millionen Euro. Das Unternehmen selbst machte dazu keine Angaben.

Verdreifachung des Filialnetzes

Deutschlands größte Parfümeriekette muss sich bislang in Frankreich, dem Herzland der Kosmetik, mit einem abgeschlagenen, vierten Platz unter den Anbietern zufriedengeben. Das Unternehmen verfügt gerade einmal über 170 Filialen. Durch die Übernahme des rund dreimal so großen Rivalen würde das Unternehmen einen gewaltigen Sprung nach vorn machen.

Zusammen kämen Douglas und Nocibé mit rund 625 Filialen auf einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro. Das würde nicht nur die Marktpräsenz, sondern auch die Einkaufsmacht von Douglas deutlich steigern. Gemeinsam könnten die Unternehmen auch im E-Commerce erfolgreicher agieren, glaubt Kreke. Bislang läuft der Online-Handel mit Kosmetikprodukten in Frankreich noch eher schleppend.

Unklar, ob beide Markennamen bleiben

Die geplante Übernahme ist für Kreke ein Meilenstein bei der Umsetzung der Wachstumsstrategie, die die Douglas-Eigentümer - der Finanzinvestor Advent und die Gründerfamilie Kreke - dem Unternehmen nach dem Herauskaufen der anderen Aktionäre verordnet haben. Filialschließungen seien im Zuge der Übernahme nicht geplant, hieß es. Im Gegenteil: Douglas wolle das Parfümerienetz in Frankreich weiter verdichten. Offen ließ der Unternehmer, ob beide Markennamen weitergeführt werden.

Advent-Manager Ranjan Sen betonte, Douglas werde sich auch künftig nach Übernahmemöglichkeiten in Europa und darüber hinaus umschauen. Geld dafür sei vorhanden. Vor einem Kauf müssen nach französischem Recht allerdings noch die Gespräche mit den Betriebsräten abgeschlossen werden. Auch die kartellrechtliche Freigabe der Transaktion steht noch aus.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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