
Drei Gewinner durch Outsourcing
Outsourcing, das Ausgliedern von Aufgaben an externe Dienstleister, schafft neue Perspektiven für Firmen, Volkswirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland. Zu diesem Urteil kommt der neu gegründete Arbeitskreis Outsourcing des Bundesverbands Bitkom.
Björn BöerChefredakteurNach Expertenmeinung wird das konsequente Auslagern von Aufgaben zu einer betriebswirtschaftlichen Notwendigkeit. Oecking: "Für die Wahl eines externen Dienstleisters sprechen nicht nur die Kosten. Permanente Konsolidierung und Optimierung der IT-Infrastruktur sowie der darüber ablaufenden Geschäftsprozesse ist die Kernkompetenz der Outsourcer. Den Firmen fällt es zunehmend schwer, dieses Wissen neben den eigentlichen Aufgaben stets aktuell vorzuhalten und wirtschaftlich umzusetzen."
Outsourcing wird sich künftig nicht mehr auf Teilfunktionen oder einzelne, abgegrenzte Abteilungen beschränken, urteilt der Bitkom. Outsourcing wird vielmehr komplexe Geschäftsprozesse erfassen. Dadurch wird Arbeit in und zwischen Unternehmen neu verteilt. So könnten sich etwa Firmen, die bisher alle Stufen der Wertschöpfung abdecken, auf Entwicklung und Marketing konzentrieren, andere Aufgaben aber spezialisierten Dienstleistern überlassen, die effizienter arbeiten. "Es wird ein gewaltiger Zuliefermarkt für unterstützende Geschäftsprozesse entstehen", prophezeit Stephan Scholtissek, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises und Sprecher der Geschäftsführung von Accenture in Deutschland.
Dabei liegt die Bundesrepublik beim Outsourcing noch etwa fünf Jahre gegenüber den USA oder Großbritannien zurück. Dieses verschlechtert die Wettbewerbsposition deutscher Unternehmen, urteilt der Arbeitskreis. "Es geht um eine Entwicklung, von der alle Beteiligten profitieren: Deutschland, weil in dem neu entstehenden Dienstleistungssektor Arbeitsplätze geschaffen werden; das auslagernde Unternehmen, weil es Kosten spart und damit mehr Geld in Innovationen investieren kann; und das übernehmende Unternehmen, weil es seinen Umsatz steigert", sagt Scholtissek. (KC)
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Bitkom
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Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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