
Düstere Aussichten für den Mittelstand
Kaufunlust, Kfz-Steuerreform - die Automobilbranche durchlebt schwierige Zeiten. Und es kommt alles noch schlimmer.Die Krise im Autohandel wird sich in ...
Thomas RehmRedakteurStarke Absatzeinbrüche
Viele Unternehmen werden Involvenz anmelden, einige wenigstens in Kooperationen oder Netzwerken aufgehen, denn der Einmarkenvertrieb wird um fast 14 auf rund 56 Prozent fallen. Neben den Volumenherstellern wie VW, Renault und Peugeot werden dabei auch die Premiummarken Audi, BMW und Mercedes ihre aktuell je etwa 1.100 Autohäuser auf weniger als 900 reduzieren.
Das Betriebe-Sterben ist vor allem der sinkenden Kauflust der Verbraucher geschuldet. Sämtliche Hersteller verzeichnen starke Absatzeinbrüche. Seit 1997 sind die privaten Zulassungen um 20,3 Prozent zurückgegangen. Immerhin wurden im Juni 2008 304.000 Fahrzeuge verkauft - das ist gegen den europaweiten Trend ein Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Noch im Mai registrierte der Verband des Kfz-Gewerbes nur 283.000 Neuzulassungen - das waren fünf Prozent weniger als im selben Monat des vergangenen Jahres.
Deloitte sagt vorher, dass die ab Kfz-Steuerreform die Neuwagen-Nachfrage weiter drosseln werde. Nach den Plänen der Großen Koalition sollen die Autos ab 2010 nicht mehr nach Hubraum, sondern nach CO 2-Ausstoß besteuert werden.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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