
Edeka-Minden schützt sich vor Heuschrecken
Die größte Regionalgesellschaft der Genossenschaft will zu einer Stiftung werden, damit sich kein Finanzinvestor einschleichen kann.
Thomas RehmRedakteurSpektakulärer Übernahmeversuch bei Rewe
Vor knapp zwei Jahren war beim Edeka-Konkurrenten Rewe ein spektakulärer Übernahmeversuch von Finanzinvestoren gescheitert: Der Kölner Handelskonzern hatte damals Kaufinteressenten mit milliardenschweren Zerschlagungsplänen einen Korb gegeben.
Die Edeka Minden-Hannover Holding weist aktuell 330 Millionen Euro Eigenkapital aus, ohne stille Reserven. Die Umwandlung in eine Stiftung stärke die Position des Unternehmens bei Verhandlungen mit Banken und seriösen Investoren, hieß es. Alle vorhandenen stillen Reserven würden dann veröffentlicht. Damit werde in der Unternehmensbilanz ein deutliches höheres Eigenkapitel sichtbar.
Die Edeka Minden-Hannover ist mit einem Umsatz von 5,3 Milliarden Euro (2007), 24 000 Mitarbeitern und etwa 1550 Filialen die größte regionale Edeka-Handelsgesellschaft.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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