
Einzelhandel startet besser als erwartet ins neue Jahr
Optimistische Prognose, erfreuliche Zwischenbilanz: Die Umsätze im Einzelhandel im Januar waren besser als erwartet. Freilich hat der E-Commerce-Bereich daran abermals großen Anteil, weniger der Lebensmittelhandel.
Steffen GerthRedakteur Der Handel und etailmentDeutlich besser als im Vorjahr
Schon im März erweisen sich diese optimistischen Vorhersagen als richtig: Der deutsche Einzelhandel ist nämlich besser als erwartet in das neue Jahr gestartet, der Lebensmittelhandel musste allerdings Einbußen verkraften.
Saisonbereinigt setzten die Unternehmen im Januar real (preisbereinigt) 1,4 Prozent mehr um als im Dezember 2010, wie das Statistische Bundesamt an diesem Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Experten hatten lediglich ein Plus von 0,6 Prozent erwartet. Nominal lag der Umsatzanstieg bei 1,3 Prozent.
Verglichen mit dem Januar 2010 stieg der Umsatz real gar um 2,6 Prozent, nominal um 3,8 Prozent. Beide Monate hatten jeweils 25 Verkaufstage. Vor allem der Handel mit Nicht-Lebensmitteln legte zu: Er lag preisbereinigt um 6,2 Prozent höher als im Januar 2010.
Das Web boomt weiter
Den größten Umsatzsprung gab es freilich im Internethandel. Hier stiegen im Januar die Erlöse im Vergleich zum Vorjahresmonat real um 7,2, nominal um 7,8 Prozent.
Nur der Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren musste im Januar Einbußen verzeichnen: Nominal gab es einen Umsatzrückgang von 0,1 Prozent, real gar 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
In den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten wurde nominal 0,4 Prozent und real 2,5 Prozent weniger abgesetzt. Beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln lagen die Umsätze nominal um 3,1 Prozent und real um 1,2 Prozent höher.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.
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