
Einzelhandel trotzt der Schuldenkrise
Die Einzelhandelsbranche schaut trotz Eurokrise optimistisch in die Zukunft. Der Handelsverband HDE hält an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest und spricht von Umsatzwachstum.
Thomas RehmRedakteurPostitiver Trend in allen Branchen
Dieser Trend zieht sich durch nahezu alle Branchen mit positiven Effekten für die Beschäftigung: 17 Prozent der Unternehmen geben an, im ersten Halbjahr Stellen aufgebaut zu haben. Auch im zweiten Halbjahr bleibt die Beschäftigungssituation im Einzelhandel stabil.
Branchen rund um Heim, Garten und Freizeit sind besonders optimistisch. Impulse gingen im bisherigen Jahresverlauf vor allem vom Einzelhandel mit Fahrrädern, Uhren/Schmuck Haushaltsgegenständen und Spielwaren aus. Umsatztreiber bleibt weiterhin der Onlinehandel, für den der HDE in diesem Jahr ein Wachstum von 10 Prozent erwartet.
Euro-Debatte schädlich für das Verbrauchervertrauen
Mit einem Umsatzplus von nominal 2,4 Prozent lag die Branche bis zum Juli leicht über der HDE-Prognose von 1,5 Prozent für 2011. "Steigende Kosten für Energie und Gesundheit belasten den Konsum", so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Auch sei die anhaltende Euro-Debatte schädlich für das Vertrauen der Verbraucher. Deshalb halte der HDE an seiner bisherigen Prognose fest.
"Das Wachstumstempo könnte sich im zweiten Halbjahr etwas abschwächen. Was wir dringend brauchen, sind verlässliche politische Entscheidungen und eine nach außen geschlossen auftretende Regierung." Der HDE erwarte von der Politik Besonnenheit und Maß bei der Bewältigung der Schuldenkrise in Europa.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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