Essen per Mausklick

Essen per Mausklick

Jeder zehnte Konsument hat schon mal online Lebensmittel bestellt, zeigt eine neue Studie. Vor allem gut situierte Berufstätige finden diesen Weg offfenbar praktisch.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Danach hat bereits jeder zehnte Bundesbürger beim Einkauf von Lebensmitteln den Vertriebskanal Internet mindestens einmal genutzt. Vor allem Berufstätige finden diesen Bestellweg offenbar praktisch: 30 Prozent von ihnen haben zumindest schon einmal Lebensmittel über das Internet eingekauft, planen dies oder können sich dies künftig vorstellen.

Genuss per Mausklick

Am häufigsten nutzen den Lebensmitteleinkauf per Internet Haushalte mit einem Netto-Einkommen von 2.500 Euro und darüber. Rund 17 Prozent dieser Zielgruppe geben an, Lebens- oder Genussmittel per Mausklick bestellt zu haben und rund ein Drittel (35 Prozent) aller Befragten in dieser Einkommensgruppe ist offen für den Onlineeinkauf.

„Der Onlineeinkauf von Lebens- und Genussmitteln hat nicht zuletzt seine Wurzeln in einem mittlerweile breiten Angebot nicht alltäglicher Waren wie Spezialitäten, Weinen und Spirituosen. Damit ist die Onlinebestellung und der Lebensmittelversand schon längst den Kinderschuhen entwachsen“, kommentiert Peter Sonneck, Retail & Shopper-Experte bei TNS Infratest, die Ergebnisse.

Jeder Zehnte verzichtet in Zukunft

So soll sich der Lebensmitteleinkauf unter den Onlineshoppern schon heute großer Beliebtheit erfreuen: Wer seine Waren am Bildschirm bestellt hat, hat in neun von zehn Fällen positive Erfahrungen mit der Bestellung gemacht. Nur 10 Prozent gaben in der Umfrage an, künftig auf diese Bestellform verzichten zu wollen.

„Angesichts dieser Zahlen sind ganz neue Handelsformen denkbar, die nicht nur Versender auf den Plan rufen dürften“, ist Peter Sonneck überzeugt. „Auch für den klassischen Lebensmitteleinzelhandel könnte eine Chance darin liegen, über neue kombinierte Vertriebsformate nachzudenken – beispielsweise die Onlinebestellung der Standardprodukte beim vertrauten Filialisten."

Der anschließende Weg zum Händler könnte dafür genutzt werden, nicht nur die bestellten Waren gesammelt abzuholen, sondern sich in der die gewonnenen Zeit beim entspannten Bummeln und Shoppen durch die Filiale vom weiteren Warenangebot inspirieren zu lassen.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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