
EU genehmigt Kredit für Quelle
Der 50-Millionen-Euro-Massekredit für Quelle kann fließen.Die EU-Kommission hat heute die staatliche Hilfe für den angeschlagenen Versender gebilligt.
Björn BöerChefredakteurEnde einer Zitterpartie
Am späten Montagabend hatten sich der Bund, Bayern und Sachsen, auf die Nothilfe geeinigt, die von der EU-Kommission noch abgesegnet werden musste. Der Bund und die beiden Bundesländer teilen sich die Summe. Mit der Zustimmung der Brüsseler Behörde geht für die rund 8.000 Quelle-Beschäftigten eine tagelange Zitterpartie vorläufig zu Ende.
Am 9. Juni hatte die Arcandor AG in Essen Insolvenzantrag für sich und die Töchter Karstadt, Primondo und Quelle gestellt. Am 25. Juni meldete die Bundesregierung bei der Kommission die Rettungsbeihilfe an, die auf maximal sechs Monate befristet ist.
Bei der Hilfe handelt es sich um einen sogenannten Massekredit. Dieser ist mit der Insolvenzmasse abgesichert. Auf der Liste der Gläubiger steht der Kreditgeber in der Regel auf Platz eins - seine Forderungen werden vorrangig bedient.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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