Als Haupthinderungsgrund für einen verstärkten Konsum von fair gehandelten Waren nennen die Konsumenten Unklarheiten bei den jeweiligen Siegeln sowie mangelnde Informationen. Erst an dritter Stelle folgt der Preis. Die Hälfte der Umfrageteilnehmer ist nach eigenen Angaben bereit, einen 10 Prozent höheren Preis für fair gehandelte Produkte zu zahlen.
Der "Conscious Consumer" legt Wert auf Faires Handeln
Laut Zukunftsforscher Thomas Huber folgt die positive Einstellung der Verbraucher gegenüber dem Thema einem generellen gesellschaftlichen Trend, der Rückbesinnung auf Gemeinschaft und Netzwerke. Den heutigen Konsumenten beschreibt Huber als "bewussten Konsumenten" ("Conscious Consumer"), der sich Gedanken um die Herkunft der Produkte, gesundheitlichen Mehrwert und das Thema "Nachhaltigkeit" mache. "Der Faire Handel ist längst keine Nische mehr, er ist auf dem Weg zum Mainstream", urteilt Huber.
"Die 'Fair 2013' ist die größte Messe für Fairen Handel in Deutschland", erläutert Dr. Inge Scholz, Projektleiterin der Westfallenhallen Dortmund GmbH. "Wir haben das Konzept der Messe erweitert und widmen uns in diesem Jahr auch den Themen gemeinschaftlicher Konsum, Re- und Up-Cycling sowie nachhaltigen Geldanlagen und Tourismus."
Im vergangenen Jahr kamen rund 3.200 Besucher zu der seit 2010 veranstalteten Messe. Der Fachbesucheranteil lag bei rund 40 Prozent.
hb
Die Trendstudie des Zukunftsinstituts von Matthias Horx zum Fairen Handel können Sie herunterladen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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