63 Prozent der Deutschen geben an, Produkte aus dem Fairen Handel zu kennen. Damit liegt Deutschland unter dem europäischen Schnitt (69 Prozent). Fairtrade-Weltmeister ist Finnland, wo nahezu alle Verbraucher (98 Prozent) Bescheid wissen.
„Für viele Deutsche ist mittlerweile Nachhaltigkeit beim Einkauf wichtiges Thema”, sagt Michaela Hockenberger von Nielsen Deutschland. „Fairtrade-Produkte werden auch nicht unbedingt als teurer angesehen, hier gibt es also noch einiges an Potenzial.”
Der Preis stimmt, die Erkennbarkeit nicht
Trotzdem sei die Bekanntheit der Produkte mit 63 Prozent laut Nielsen „relativ gering”.
Bezüglich des Preises halten die Deutschen fair gehandelte Artikel für nicht unbedingt teurer als andere. Nur 5 Prozent denken, Fairtrade-Produkte würden mehr kosten, 79 Prozent sind anderer Ansicht.
Obwohl in Deutschland Fairtrade-Produkte bereits im Lebensmittelhandel und auch im Discounter erhältlich sind, glauben 28 Prozent der Befragten, diese Waren gebe es nur in speziellen Geschäften.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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