Für Rossmann ist das Kapitel Schlecker abgeschlossen

Für Rossmann ist das Kapitel Schlecker abgeschlossen

Viele Worte, keine Taten. Dirk Roßmann will nun doch keine Schleckerfilialen übernehmen. Dem Drogerieunternehmer sind die Märkte des gestürzten Rivalen nicht attraktiv genug.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Der Gründer des Unternehmens aus Burgwedel bei Hannover hatte nach der Bekanntgabe der Schlecker-Insolvenz Ende Januar Interesse an bis zu 80 Filialen des Rivalen aus Ehingen gezeigt.

Die große Mehrzahl der Schlecker-Märkte sei jedoch entweder zu klein oder nicht attraktiv genug gelegen, erklärte Roßmann. Bei Schlecker sollen an diesem Mittwoch die letzten 2.800 Märkte geschlossen werden. 13.200 Beschäftigte verlieren dadurch ihren Job.

dm zieht bei IhrPlatz ein

Interessant für Rossmann seien nur größere Läden in Innenstädten oder an Bahnhöfen gewesen, hieß es aus dem Unternehmen. Da die österreichische MTH Retail Group einen Kauf der Schlecker-Tochter IhrPlatz prüfe, sei der bisherige Schlecker-Ableger für Rossmann derzeit keine Option mehr zur Erweiterung des eigenen Netzes: "Was Schlecker betrifft, ist das Thema für uns eigentlich durch. Wir hatten auch nie Interesse an einem Einstieg bei Schlecker in einer größeren Dimension."

Der Karlsruher Konkurrent dm übernahm bereits mehrere IhrPlatz-Filialen.

Rossmann hatte angekündigt, vielen Schlecker-Mitarbeitern in seiner Drogeriekette eine neue Chance zu geben. Inzwischen seien insbesondere in Süddeutschland ehemalige Schlecker-Mitarbeiter eingestellt worden, genaue Zahlen konnte aber das Unternehmen aus Burgwedel noch nicht nennen.

Rossmann wolle in diesem Jahr insgesamt rund 1.900 neue Stellen schaffen, mehr als die Hälfte davon sei mittlerweile besetzt. "Dabei haben wir aber auch eigene Leute wie unsere Azubis eingestellt." Konzernweit beschäftigte die Drogeriekette Ende 2011 insgesamt etwa 33.000 Menschen.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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