
Geplanter Ikea in Hamburg hat früher Feierabend
Der Ikea-Möbelmarkt in der Hamburger Fußgängerzone war umstritten. Nach einer Klage gegen die Baugenehmigung muss das Haus nun abends früher schließen.
Björn BöerChefredakteurGeklagt hatte die Firma Wohnbau GmbH, der ein Wohnkomplex in der Nachbarschaft - am Lawaetzweg - gehört. Sie befürchtet unter anderem Beeinträchtigungen durch mögliche Rückstaus von Autos der Ikea-Kunden. Nach Angaben von Ikea ist das Möbelhaus in Altona die weltweit erste Filiale in einer Fußgängerzone.
Trotz bedenken kein Baustopp
Die Hamburger Stadtentwicklungsbehörde sieht den Beschluss im Eilverfahren als Bestätigung. Trotz einiger Bedenken etwa zu Lärm und Luftschadstoffen habe das Gericht keinen Baustopp verhängt, betonte eine Sprecherin.
Die Wohnbau GmbH erklärte, das Gericht habe "die irrige Annahme, nur etwa die Hälfte der Kunden von Ikea Altona würden das Einrichtungshaus mit dem eigenen Pkw anfahren, (...) stark angezweifelt". Mit der Verkürzung der Öffnungszeiten ist die Wohnbau GmbH nicht zufrieden: Die Verkehrsprobleme blieben in der restlichen Zeit unverändert bestehen. Das Konzept müsse überarbeitet werden.
Ikea will eventuell Beschwerde einlegen
Ikea und die Behörde prüfen noch, ob sie gegen die Auflage, die Öffnungszeiten erst einmal einzuschränken, Beschwerde einlegen. Ikea hatte nach eigenen Angaben Öffnungszeiten bis 20 Uhr vorgesehen.
"Zudem arbeiten wir unabhängig von gerichtlichen Auflagen auch an einer zusätzlichen Linksabbiegerspur für die Anwohner im Lawaetzweg, um die Situation für sie noch einmal deutlich zu verbessern", betonte ein Sprecher des schwedischen Einrichtungshauses.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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