
Geringerer Preisanstieg bei Obst erwartet
Im vergangenen Jahr wurde Obst und Gemüse erheblich teurer. Für 2014 erwarten Branchenexperten moderatere Preise - und mehr Qualitätsbewusstsein beim Verbraucher.
Björn BöerChefredakteur"Geschmack wird elementar"
Im vergangenen Jahr war Obst nach Angaben des Statistischen Bundesamts 7,2 Prozent teurer geworden, Gemüse 6,1 Prozent. Obst lag auch 2012 deutlich über der allgemeinen Teuerungsrate. Brügger sagte, der Anstieg sei von einem niedrigen Preisniveau ausgegangen. Weltweit wachse die Nachfrage weiter, vor allem in Schwellenländern.
Der Leiter des Obst- und Gemüsesortiments der Handelskette Globus, Hans-Jürgen Kirsch, erklärte vor Messebeginn die Zeit der Preiskämpfe an deutschen Ladenregalen für beendet. "Der Kunde will keine durchgestrichenen Preise mehr", sagte Kirsch. "Der Geschmack wird in Zukunft elementar." Der Handel wolle mit mehr Fachpersonal und Kostproben im Laden das Vertrauen der Kunden in Obst und Gemüse zurückgewinnen.
Nach Daten der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft in Bonn kauften die deutschen Privathaushalte 2013 mit 86,7 Kilogramm Frischobst und 69,3 Kilogramm Gemüse jeweils ein Prozent weniger als im Vorjahr. Sie gaben dafür aber vier bis sechs Prozent mehr Geld aus.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
Alle Beiträge