
Glänzende Aussichten für Unified Messaging
Dem Europamarkt für Unified Messaging und Unified Communications werden hervorragende Entwicklungsperspektiven bescheinigt. Trotz offensichtlicher Vorteile der Technologie herrscht im Markt allerdings immer noch viel Unsicherheit hinsichtlich Brauchbarkeit und Nutzen der Produkte.
Thomas RehmRedakteurDas große Marktpotenzial von UM-Anwendungen sehen die Analysten im einheitlichen Zugang zu E-Mails, Voice-Mails und Faxen in einer Mailbox. UC als konsequente Weiterentwicklung des UM-Konzeptes ermöglicht zusätzlich zur zeitversetzten auch Echtzeit-Kommunikation. Das Segment der Unternehmenskunden blieb im Jahr 2001 mit Umsätzen von 129,7 Mio. US-Dollar (800.000 Mailboxen) hinter den Erwartungen zurück. Nach Ansicht von Frost & Sullivan müssen die Anbieter deshalb ein aggressiveres Marketing betreiben und die Vorteile von UM für die Unternehmen deutlich herausstellen.
Trotz offensichtlicher Vorteile der Technologie gibt es immer noch viel Unsicherheit hinsichtlich Brauchbarkeit und Nutzen der Produkte für Netzbetreiber, Unternehmen oder Verbraucher. Die daraus resultierende Zurückhaltung sowie mangelnde Kenntnis des Marktes und nicht zuletzt die gesamtwirtschaftliche Lage haben die Entwicklung gegenüber den ersten Erwartungen verzögert.
Mit dem Schritt von UM zu UC entwickelt sich nach Einschätzung von Frost & Sullivan nun allerdings ein Fundament, von dem aus der Markt wirklich florieren könnte. Die Echtzeit-Funktionen und die fortgeschrittenen Anwendungen von UC machen das Wertangebot attraktiver, weil dann alle Kommunikationsbedürfnisse in einem Portal vereinigt werden können. Die Analysten gehen davon aus, dass die Entwicklung von UC letztlich zu Personal-Assistant- und Personal-Portal-Anwendungen hinführen wird.
Für Netzbetreiber und Diensteanbieter ist UM interessant, weil integrierte Kommunikationsanwendungen nicht nur zusätzliche Einkünfte, sondern insbesondere eine stärkere Kundenbindung bringen und Wettbewerbsvorteile durch Differenzierung ermöglichen. Damit lässt sich das Potenzial vorhandener Kundenbeziehungen noch besser erschließen. Dies ist - so Frost & Sullivan - in einem rauer werdenden Klima, in dem die Sättigung bei Festnetz- und Mobilfunkdiensten auf die Gewinne drückt und den Wettbewerb verschärft, von besonderer Bedeutung. (ST)
KONTAKT:
Frost & Sullivan
Klemensstraße 9
60487 Frankfurt am Main
Tel. 069-7703311
Fax 069-234566
Internet: www.frost.com

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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