
Gläubiger stimmen Sanierungskonzept zu
Die Gläubigerversammlung von SinnLeffers hat dem Insolvenzplan des Unternehmens zugestimmt. Damit sind rund 2.500 Arbeitsplätze zunächst gesichert.
Thomas RehmRedakteurErleichterung im Management
Detlef Specovius, Eigenverwalter und Geschäftsführer der SinnLeffers GmbH, zeigte sich erleichtert: „Es ist uns gelungen, in nur acht Monaten das Insolvenzplanverfahren abzuschließen." Wenn die Auszahlungen erfolgt sind, könne SinnLeffers aus dem Verfahren entlassen werden und als Unternehmen gestärkt am Markt agieren.
Der Sachwalter der Gläubiger, Horst Piepenburg, sieht der Prozess gar als „Modell für weitere Sanierungsfälle in der derzeitigen Wirtschaftskrise".
Die SinnLeffers GmbH hatte am 7. August 2008 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Sanierungskonzept führte zur Schließung von 23 Filialen bis Ende Februar. Die Zahl der Mitarbeiter wurde dabei von 3.700 auf 2.500 reduziert.
Die frühere KarstadtQuelle-Tochter (jetzt Arcandor) war 2005 von der Deutschen Industrie-Holding (DIH) sowie HMD Partners (USA) übernommen worden. Im Mai 2008 hatte die DIH ihren Anteil auf 100 Prozent aufgestockt. Für das Geschäftsjahr 2008/09 erwartet SinnLeffers einen Umsatz von 310 Millionen Euro.
Der Handel / dpa

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
Alle Beiträge