Händler machen Hühner glücklicher

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Käfighaltung ade: Die Bodenhaltung wird der neue Standard. Möglich machten das die Händler, die keine Käfigeier mehr verkaufen wollen.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Den Durchbruch schafften die Tierschützer im vergangenen Jahr mit Hilfe der Händler: Die meisten Supermarktketten erklärten, den Verkauf von Käfigeiern beenden zu wollen. Damit waren auch die neuen Kleingruppen-Käfige gemeint, die von Tierschutzorganisationen und Teilen der Wissenschaft ähnlich schlecht bewertet werden wie die herkömmlichen Käfige.

Eierproduzenten überrascht

Dieser Schritt kam für die Eierproduzenten offensichtlich überraschend, denn seitdem haben sie Schwierigkeiten, die Nachfrage nach Eiern aus alternativen Haltungsformen zu decken. Das führe dazu, dass die Importe, vor allem aus den Niederlanden, zunehmen.

"Inzwischen wenden sich immer mehr Großverbraucher mit der Bitte an uns, bei der Suche nach Lieferanten für Eier aus Boden- und Freilandhaltung behilflich zu sein“, beobachtet Mahi Klosterhalfen von der "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“.

Eigentlich hätten die deutschen Betriebe bereits umrüsten müssen. Denn die Fortführung der herkömmlichen Käfighaltung ist seit Januar nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung erlaubt. Die Genehmigungen wurden Tierschützern zufolge jedoch so großzügig verteilt, dass es die Ausnahme war, keine zu erhalten: "Wir ermahnen alle Betriebe und Veterinärbehörden, jetzt wenigstens das endgültige Verbot ab dem 1. Januar 2010 konsequent umzusetzen“, so Klosterhalfen.

Bodenhaltung vermutlich neuer Standard

Wohin die Entwicklung geht, steht bereits fest. Experten seien sich einig, dass die Bodenhaltung und nicht die Kleingruppen-Käfige der neue Standard werden. "Die Bodenhaltung wird den deutschen Markt dominieren", wird Gert Stuke, Generalbevollmächtigter des größten deutschen Eierproduzenten Deutsche Frühstücksei, in der Lebensmittel Zeitung zitiert, die wie Der Handel im Deutschen Fachverlag, Frankfurt erscheint. Der Anteil der Käfighaltung werde in Deutschland deutlich unter 10 Prozent bleiben.

Die "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt" setzt sich seit 1999 gegen die industrialisierte Massentierhaltung, insbesondere gegen die Käfighaltung von Legehennen ein.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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