Handel investiert in Öffentlichkeitsarbeit

Handel investiert in Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit im Handel gewinnt weiter an Bedeutung. Auch Social Media ist inzwischen fester Bestandteil in den Kommunikationsbudgets der Branche - mit steigender Tendenz.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Facebook, Twitter und andere Social Media-Plattformen werden den Printmedien allerdings den Rang ablaufen, lautet die Prognose der Untersuchung, die heute auf dem PR-Kongress des EHI in Köln vorgestellt wurde.

Betrachtet man die Budgets für PR als Indikator für die Bedeutung der PR im Handel, so zeichnet sich eine wachsende Relevanz ab. Im Jahr 2010 sind die Budgets bei 86 Prozent der befragten Händler stabil geblieben oder gestiegen. 36 Prozent freuten sich über Steigerungen, genau die Hälfte der Unternehmen hatte ein unverändertes Budget. Nur 14 Prozent der PR-Abteilungen mussten im letzten Jahr mit weniger Geld auskommen.

Printmedien noch vorn

Immer zahlreicher und wichtiger werden die Kommunikationsarten und -kanälen. Communities wie Facebook gelten für über 70 Prozent der befragten Unternehmen als bedeutend. Die Übrigen halten soziale Netzwerke allerdings für wenig bis gar nicht relevant. Bei Blogs, Twitter und Youtube scheiden sich die Geister noch stärker, in der Tendenz gelten diese Kanäle als weniger wichtig. Bei der Bedeutung der Printmedien für die Öffentlichkeitsarbeit sind sich die Händler einig. Alle Befragten halten Print nach wie vor für das wichtigste Medium innerhalb der PR-Instrumente.

Social Media holt auf


Noch liegen demnach Printmedien in der Bedeutung vor Social Media, in den nächsten Jahren wird Facebook ihnen nach Einschätzung der Befragten aber den Rang ablaufen. Printmedien bleiben zwar für die meisten sehr wichtig oder wichtig (56 und 36 Prozent), werden in ihrer Bedeutung aber von Communities wie Facebook überholt. Für 67 Prozent der Händler werden es zukünftig sehr wichtige Medien sein und 25 Prozent halten sie immerhin für wichtig. Auch Blogs, Twitter und You tube werden nach Ansicht der Kommunikationsverantwortlichen in ihrer Bedeutung zulegen.

Dieser Prognose schließen sich auch die Geschäftsführer an: Ein knappes Viertel misst den neuen Kommunikationskanälen zukünftig eine zentrale Rolle zu. Für etwa die Hälfte von ihnen wird Social Media eine selbstverständliche oder sogar große Bedeutung im Portfolio der PR-Instrumente einnehmen. Weder Geschäftsführer noch Kommunikationsverantwortliche glauben an eine untergeordnete Rolle der neuen Medien in den nächsten Jahren.

Interaktiv, aktuell und schnell

In Relation zur letztjährigen Befragung zeigt sich bei beiden Gruppen einerseits größere Sicherheit in der Einschätzung von Social Media, andererseits die eindeutige Tendenz, dass Social Media in den eigenen Unternehmen an Relevanz gewinnt.

Die Geschäftsführer sehen insgesamt mehr Vor- als Nachteile bei Social Media, in erster Linie nennen sie hier die interaktive Kommunikationsmöglichkeit, die Aktualität und Schnelligkeit sowie die große Reichweite. Die Kommunikationsverantwortlichen sehen das etwas kritischer, Vor- und Nachteile sind bei ihnen gleich verteilt. Als Vorteil betrachten sie vor allem die Möglichkeit, Zielgruppenbedürfnisse zu erkennen sowie aktuell und schnell darauf eingehen zu können.

An der Untersuchung haben sich PR-Vertreter aus 65 Handelsunternehmen beteiligt, darunter 25 Prozent der Top 20 des deutschen Einzelhandels, die einen Nettoumsatz von über 100 Milliarden Euro erwirtschafteten - das entspricht einem Fünftel des Gesamtumsatzes im deutschsprachigen Einzelhandel. In Deutschland entspricht der Umsatz der deutschen Teilnehmer knapp einem Viertel des deutschen Einzelhandelsumsatzes.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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