
„Hybride sind keine Spaßbremsen“
Toyota erweitert sein Angebot an Modellen mit Verbrennungs- und Elektromotor auf das boomende Segment der kompakten SUV.
Thomas RehmRedakteurErster Kompakt-SUV mit Hybrid
Die Fokussierung der Kundschaft dürfte auch darin liegen, dass der RAV 4 unter den kompakten und erschwinglichen Geländewagen weit und breit der einzige mit dieser Technik ist. Hybrid-Fans versammeln sich ganz offensichtlich beim Pionier auf diesem Gebiet.
Anders als beim neuen Prius mobilisiert der insgesamt leicht überarbeitete RAV 4 aus 2,5 Litern Hubraum eine Systemleistung von 145 kW/197 PS. Den Normverbrauchswert gibt der Hersteller mit 4,9 Litern an, was einem Kohlendioxidausstoß von 115 g/km und damit in vielen Unternehmen den ökologisch ausgelegten Dienstwagenregelungen entspricht.
Preise starten bei 31.990 Euro
Mindestens 31.990 Euro ruft der Weltmarktführer für den 2,5 Hybrid mit Frontantrieb auf. Für weitere 3.000 Euro werden auch die Hinterräder durch einen zusätzlichen Elektromotor angetrieben. Dann steigt die Anhängelast von mageren 800 auf 1.650 Kilogramm an.
Auf ersten Testkilometern zeigte sich, dass Toyota bei der Umsetzung des Antriebskonzeptes standhaft geblieben ist. Wer sich sparwillig dem System verschreibt, erlebt entspanntes Vorankommen mit tatsächlich günstigen Verbrauchswerten, wer rustikal ins Gaspedal tritt, wird schon akustisch animiert, doch bitte schnell wieder zu gemächlicher Gangart zurückzukehren.
Für Plug-in-Hybrid sieht Toyota keine Nachfrage
Wie beim Prius, so ist auch für den SUV, zumindest zunächst, kein Plug-in-Hybrid vorgesehen. Der Aufpreis für die Autos mit größerer Batterie und Nachlademöglichkeit an der Steckdose sei schlicht zu hoch. „Dafür sehen wir aktuell keine Nachfrage. Das haben auch die überschaubaren Verkaufszahlen für den Prius Plug-in-Hybrid gezeigt“, verdeutlicht Schalberger.
Das könnte sich allerdings ändern, wenn die Bundesregierung doch noch eine Kaufprämie beschließen würde. Glaubt man „Spiegel online“ und dem Internetportal der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, haben sich Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltministerium nun auf einen so genannten „Umweltbonus“ geeignet. Gewerbliche Käufer sollen demnach ab 1. Juli 3.000, private Käufer gar 5.000 Euro beim Kauf eines Elektroautos erhalten. Jetzt müsste noch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zustimmen…
Bernd Nusser

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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