Ikea plant zwanzig neue Filialen in Deutschland

Ikea plant zwanzig neue Filialen in Deutschland

Wachsen, wachsen, wachsen: Trotz Onlinehandel setzt Ikea aufs stationäre Möbelgeschäft. Das Filialnetz in Deutschland soll weiter ausgebaut werden. Ob noch mehr Innenstadt-Häuser dazukommen, ist unklar.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
Teilen
Seitdem kamen fast jährlich neue hinzu. Zuletzt eröffnete Ikea in Hamburg-Altona erstmals eine Filiale in der Innenstadt, da immer weniger junge Menschen ein eigenes Auto besitzen und die meist am Stadtrand gelegenen Möbelhäuser schlecht erreichen können.

Das neue Konzept geht auf: 90 Prozent der Kunden reisten in der neuen Filiale mit öffentlichen Verkehrsmitteln an, sagte Betzel. Ob Ikea auch an anderen Standorten ins Zentrum rückt, ist noch nicht entschieden. "Es kann eine Option sein." Derzeit lasse sich das aber noch nicht bewerten. "Wir lernen dort noch jeden Tag."

Vier Milliarden Euro Umsatz sind noch lange nicht genug

Im vergangenen Geschäftsjahr knackte Ikea mit 100 Millionen Kunden in Deutschland erstmals die Marke von vier Milliarden Euro Umsatz. Diesen Wert will Ikea mittelfristig verdoppeln und seinen Marktanteil auf dem deutschen Möbelmarkt damit von derzeit 14 auf 25 Prozent ausbauen.

Der Löwenanteil des Umsatzes kommt zwar immer noch aus den Filialen - das Onlinegeschäft hat sich in den vergangenen beiden Jahren aber auf zuletzt 145 Millionen Euro verdoppelt. Um noch mehr Kunden in Deutschland zu gewinnen, hat Ikea im August ein lebenslanges Umtauschrecht auf seine Produkte eingeführt - allerdings weitgehend offen gelassen, wie weit dieses geht. Betzel schränkte ein, dass das Versprechen nicht für alte, abgenutzte Möbel gelte.

"Da geht es auch um gesunden Menschenverstand." Wer 15 Jahre mit seiner Küche glücklich sei, könne diese danach nicht einfach umtauschen: "Das Geschäftsmodell hält auch Ikea nicht aus."

In anderen Ländern, wo das lebenslange Umtauschrecht bereits gilt, hat sich nach Angaben einer Firmensprecherin aber bereits gezeigt, dass der Anteil der umgetauschten Produkte nicht deutlich gestiegen ist.

Teilen
Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.