Investor kauft Schlecker-Tochter IhrPlatz

Investor kauft Schlecker-Tochter IhrPlatz

Die insolvente Schlecker-Gruppe wird zerschlagen: Berichten zufolge soll die Tochter IhrPlatz nun einzeln verkauft werden. Derweil geht der Streit mit Verdi um den Sanierungsbeitrag der Mitarbeiter weiter.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Dubag will nach den Informationen die Osnabrücker Drogeriekette zu 100 Prozent und mit allen 480 Filialen übernehmen. Auch ein Abbau der Belegschaft - etwa 4.700 Mitarbeiter - sei demnach nicht geplant.

Dubag ist nach eigenen Angaben auf den Erwerb und die Neupositionierung von Unternehmen in Sondersituationen spezialisiert. Bisher hat Dubag Firmen wie den Wiesbadener Generikahersteller Sigam und den Speichermedienhersteller Berlin Optical Disc übernommen.

Ursprünglich war ein Paketverkauf der insolventen Schlecker-Gruppe angedacht. Doch bereits Mitte April hatte die Insolvenzverwaltung einen Einzelverkauf nicht mehr ausgeschlossen.

Ringen um Sanierungsbeitrag geht weiter

Derweil verhärten sich die Fronten im Streit um einen Sanierungsbeitrag der Schlecker-Belegschaft. Am Mittwoch konnten sich Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und die Gewerkschaft Verdi in einer weiteren Gesprächsrunde in Frankfurt erneut nicht einigen.

Nach Angaben von Verdi bot die Verhandlungskommission aus Gewerkschaftern und Betriebsräten einen Lohnverzicht von insgesamt 98 Millionen Euro an - das machten etwa 10,5 Prozent der Personalkosten bei der insolventen Drogeriekette aus.

Bislang forderte Geiwitz eine Einsparung der Personalkosten von insgesamt 15 Prozent. Das wären nach Verdi-Angaben 141 Millionen Euro. Aus Sicht der Gewerkschaft rückte Geiwitz in den Gesprächen aber ein Stück von der Höhe dieser Forderung ab. Das dementierte aber die Insolvenzverwaltung prompt.

Drei bis fünf Übernahmekandidaten

Noch scheint ein angestrebter Sanierungstarifvertrag in weiter Ferne. Dieser werde erst abgeschlossen, wenn die Voraussetzungen der Gewerkschaft erfüllt seien, sagte eine Verdi-Sprecherin. An diesem Donnerstag werde die Bundestarifkommission über die Gespräche mit der Insolvenzverwaltung beraten.

Für die Rettung der insolventen Drogeriekette ist Geiwitz weiter auf Investorensuche. Nach Angaben seines Büros ist Geiwitz mit drei von fünf Bewerbern in "vertieften Verhandlungen".

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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