Eine Initiative will auf die Einhaltung von Öko- und Sozialstandards in deutschen Supermärkten achten. Dahinter stehen nicht nur Gewerkschaften.
Der Preis bestimmt die Qualität
„Listungsgebühren und Regalmieten sind gang und gäbe im Lebensmitteleinzelhandel”, beklagte Micha Heilmann von der Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten. Bei den Lebensmitteln bestimme in den vergangenen Jahren immer weniger die Qualität den Preis, sondern der Preis die Qualität.
Uwe Wötzel von der Gewerkschaft Verdi kritisierte, dass grundlegende Arbeitsrechte missachtet und Organisationsrechte behindert würden. Die Supermarkt-Initiative forderte von der Politik unter anderem den Schutz der Produzenten und Mitarbeiter vor einem Missbrauch der Einkaufsmacht sowie eine Beschränkung der Marktmacht.
Den Angaben zufolge kommen die Ketten Edeka, Lidl, Aldi, Rewe, Tengelmann und Metro mittlerweile auf einen Marktanteil von rund 90 Prozent.
Wer steht dahinter?
Hinter der Initiative stehen: Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, BukoAgrarkoordination, Bund für Umwelt und Naturschutz, Christliche Initiative Romero, FoodFirstInformations- & Aktions-Netzwerk Deutschland, Forum Umwelt & Entwicklung,Kampagne für Saubere Kleidung, Germanwatch, GewerkschaftNahrung-Genuss-Gaststätten, Industriegewerkschaft Agrar Bauen Umwelt, INKOTA, Misereor, Oxfam Deutschland, Pestizid Aktions-Netzwerk Deutschland, Südwind-Institut, Terre de femmes, Verdi, WEED (Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung), Weltladen-Dachverband
