
Kartellamt straft Lebensmittelunternehmen ab
Es geht um Kaffee, Tiernahrung und Bier. Das Bundeskartellamt hat Hersteller und Händler wegen unerlaubter Preisabsprachen zu Bußgeldern verdonnert (Aktualisiert).
Björn BöerChefredakteurBei den Herstellern mussten Haribo, Ritter (Schokolade) und die Hersteller von Körperpflegeprodukten Johnson & Johnson sowie Dr. Kurt Wolff zahlen. Alle Verfahren seien einvernehmlich mit den betroffenen Unternehmen beendet worden, teilte das Bundeskartellamt am Donnerstag mit.
Untersuchungen aus dem Jahr 2010
Die neue Serie von Bußgeldern geht auf Durchsuchungen aus dem Jahr 2010 zurück. Dabei waren 15 Lebensmittel- und Drogerieketten sowie Unternehmen für Tierbedarf und Markenartikel-Produzenten durchsucht worden. Ein Großteil dieser Verfahren ist jetzt nach dpa-Informationen abgeschlossen. Teils habe es auch einvernehmliche Regelungen mit den betroffenen Unternehmen gegeben.
In dem Verfahren geht es um sogenannte Vertikal-Absprachen zwischen Produzenten und Handelsketten, die genauso verboten sind wie Absprachen von Filialisten oder Herstellern untereinander. Das Bundeskartellamt hat den Lebensmitteleinzelhandel ohnehin stark im Visier. Die Wettbewerbshüter sind besorgt über die starke Konzentration in der Branche, in der laut Kartellamt die "großen Vier" Aldi, Lidl, Edeka und Rewe 85 Prozent des Absatzes kontrollieren.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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