
Keine große Zukunft für Bitcoins
So genannte Krypto-Währungen klingen fortschrittlich, setzen sich aber praktisch nicht durch. So wird es auch bleiben, prognostizieren Finanzmanager in einer Bitkom-Umfrage.
Björn BöerChefredakteurDie Idee der Blockchains
"Die Bitcoins zugrunde liegende Technologie der Blockchains ermöglicht, Zahlungsvorgänge transparent und dezentral zu erfassen und stößt aktuell bei etablierten Banken und Finanzunternehmen auf großes Interesse", sagt Bitkom-Finanzexperte Steffen von Blumröder. "Möglicherweise werden Bitcoins als eigene Währung weiter in der Nische bleiben. Die Idee der Blockchain dahinter wird aber Einzug in unseren alltäglichen Zahlungsverkehr nehmen und die Digitalisierung der Finanzbranche weiter vorantreiben", glaubt von Blumenröder.
Die Blockchain ist eine Datenbank, die nicht von einer zentralen Instanz geführt wird, sondern von allen Teilnehmern des Systems. Sämtliche Transaktionen werden in diese Block-Kette aufgenommen, sodass im Nachhinein keine Manipulation etwa von Zahlungsvorgängen möglich ist, beschreibt es Bitkom.
In der Bevölkerung hat Bitkom allerdings ein breiteres Interesse an Krypto-Währungen ausgemacht. Im Sommer hatten bei einer repräsentativen Verbraucherbefragung des Verbandes 36 Prozent der Bundesbürger angegeben, dass sie sich vorstellen könnten, Bitcoins oder andere digitale Währungen zu erwerben oder zu nutzen. Unter den Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren beträgt der Anteil sogar 53 Prozent.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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