
Keine Rettung für Adessa Moden
Die Rettung der insolventen Textilkette Adessa Moden ist endgültig gescheitert. Das Unternehmen schließt im Herbst seine 200 deutschen Filialen.
Thomas RehmRedakteurRettungsversuche gescheitert
Noch vor gut einem Monat hatte der Insolvenzverwalter angekündigt, zwei Drittel der Filialen zu retten. Das Unternehmen hatte nach einem Umsatzrückgang als Folge der "allgemein schlechten Wirtschaftslage" Insolvenz beantragt.
Adessa Moden GmbH ist das einzige Einzelhandelsunternehmen der weltweit operierenden Sahinler Group. Die vom Eigentümer angekündigte Unterstützung sei nicht im notwendigen Umfang geleistet worden, kritisierte Mönning. Daneben sei ein Übernahmeangebot der Gruppe für Adessa vom Gläubigerausschuss als vollkommen unzureichend abgelehnt worden. "Das Angebot hätte de facto bedeutet, dass die Gläubiger auch noch die Übernahme hätten bezahlen müssen", erklärte Mönning.
Das 1986 gegründete Einzelhandelsunternehmen hat etwa 200 Filialen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Slowenien. Der Insolvenzantrag gilt nur für den deutschen Teil des Unternehmens. Der Umsatz betrug europaweit zuletzt rund 80 Millionen Euro.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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