
Kunden gehen am liebsten erstmal zu Penny
Die Deutschen sind zufrieden mit ihren Discountern - wenn es um Preise geht. Die Produktqualität wird moniert. Penny ist derzeit der Favorit bei den Kunden.
Björn BöerChefredakteurDer zweite Platz in der DISQ-Studie ging an Lidl. Beim Preis erzielte der Discounter sogar den höchsten Zufriedenheitswert. Auch beim Service und dem Produktsortiment war Lidl in den Augen der Kunden besser als die Konkurrenz. Die Stärken von Aldi Süd, dem Drittplatzierten, lagen ebenfalls beim Preis wie auch der Filialgestaltung.
In der Gesamtwertung schnitt Norma am schlechtesten ab, die Kette bekam nur ein "ausreichend".
Produktqualität wird kritisiert
Mehr als 80 Prozent der Kunden waren laut Studie mit dem Preisniveau der Discounter eher oder sehr zufrieden. Auf deutlich geringere Zustimmung stieß allerdings die Produktqualität: Sehr zufrieden zeigte sich nur gut ein Viertel der befragten Kunden. Die Fleisch- und Backwaren der Discounter überzeugten dabei die Verbraucher am wenigsten. Rund 43 Prozent der Befragten waren mit der Fleischqualität nicht zufrieden. Bei den Backwaren lag die Quote ähnlich hoch.
Besser schnitten Obst, Gemüse und vor allem Molkereiprodukte ab. Überraschend: Für rund 84 Prozent der Befragungsteilnehmer war die Nähe der Filiale ein Grund für die Wahl des Discounters, dagegen führten nur rund 25 Prozent der Kunden "günstige Preise" als Begründung an.
Gut zwei Drittel der Befragungsteilnehmer zeigten sich mit dem Service ihres Supermarktes insgesamt eher oder sehr zufrieden. Beinahe ein Drittel der Kunden gab jedoch an, sich auch schon über den Discounter geärgert zu haben. "Lange Wartezeiten an der Kasse" war der am häufigsten genannte Ärgernisgrund. Auch "ausverkaufte Sonderangebote" und "unfreundliches Personal" wurden oft genannt.
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Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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