
Länder fordern schnelle Löschung von EC-Karten-Daten
Datenschützer aus drei Ländern fordern eine schnellere Löschung von Kundendaten, die bei der Zahlung mit EC-Karte gespeichert werden. Eine bundesweite Einigung hierzu gibt es jedoch nicht.
Björn BöerChefredakteurDemnach wollen Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen auch die Bildung gemeinsamer Datenpools einschränken, in denen neben der Kontonummer auch Kaufbetrag, Zeitpunkt und Ort des Einkaufs hinterlegt sind.
Solche Datensammlungen sollen künftig "ausschließlich zur Missbrauchsbekämpfung" zulässig sein. Zudem müssen die Kunden, die dieses sogenannte Lastschriftverfahren nutzen, über die Verwendung ihrer Daten informiert werden.
Netzbetreiber bleiben gelassen
Eine bundesweite Einigung aller Landesdatenschutzbehörden zu diesem Thema ist jedoch gescheitert. Grund hierfür seien laut NDR Forderungen einzelner Bundesländer nach einer noch strengeren Auslegung des Bundesdatenschutzgesetzes, denen sich die Mehrheit der Aufsichtsbehörden nicht anschließen wollte.
Die drei größten EC-Netzbetreiber reagierten gelassen auf die neuen Vorgaben. Man komme damit "gut zurecht", sagte ein Sprecher des Münchner Unternehmens Intercard: "Voraussichtlich müssen wir unsere Geschäftsprozesse nur geringfügig ändern."
Ein Sprecher von Telecash im hessischen Bad Vilbel nannte die Neubewertung durch die Aufsichtsbehörden "sinnvoll und im Sinne eines guten Datenschutzes". Auch Marktführer Easycash stellte fest, dass man "bereits jetzt in nahezu allen Punkten" nach den Vorgaben des zuständigen Landesdatenschutzes tätig sei.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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