
Lebensmittelbranche erwartet weitere Skandale
Der aktuelle Dioxin-Skandal ist noch lange nicht ausgestanden. Zudem befürchten viele Unternehmen aus der Lebensmittelbranche, dass es auch künftig Verstöße gegen die Nahrungsmittelsicherheit geben wird.
Forderung nach höheren Preisen und härteren Strafen
Der aktuelle Futtermittelskandal hat die Branche Schätzungen zufolge mehr als 30 Millionen Euro gekostet.
Die PwC-Befragung ergab, dass 31 Prozent der Unternehmen weniger als eine Million Euro Kosten erwarten. Fünf Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit Schäden in Höhe von bis zu fünf Millionen Euro. Noch höhere Kosten befürchten zwei Prozent der Befragten, während bei 58 Prozent der Betriebe keine Verluste aufgrund des Skandals erwartet werden.
Auslöser des Dioxin-Skandals ist nach überwiegender Meinung das "kriminelle Verhalten Einzelner" (89 Prozent der Nennungen). Allerdings verweist die Mehrheit der Befragten auch auf systembedingte Ursachen wie hohen Preisdruck (72 Prozent) und den harten Wettbewerb (65 Prozent).
Rund 70 Prozent sprechen sich für härtere Strafen aus, knapp 60 Prozent fordern mehr unabhängige Kontrollen und 26 Prozent gar eine Verschärfung der gesetzlichen Vorschriften.
Gift in jedem sechsten Ei
360 Betriebe sind laut Bundeslandwirtschaftsministerium wegen des Dioxinskandals bundesweit immer noch gesperrt. Wie das Ministerium weiter mitteilt, war jedes sechste getestete Ei mit dem krebserregenden Gift belastet. Bei Schweinefleisch habe nur eine von 127 Proben über dem Grenzwert gelegen, bei Legehennen seien es zwei Überschreitungen gewesen.
Redakteurin
Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.
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