
Lieferoptionen: Was Kunden wollen und was das für den Handel bedeutet
Da mag sich die Branche noch so die Köpfe heiß reden über Same Day Delivery, mag noch so sehr in Schockstarre verfallen angesichts der Tempo-Offensiven von Amazon - für den Kunden ist Schnelligkeit nur ein Element von vielen, wenn es um die maßgeschneiderte Zustelllung geht. Kunden wünschen sich beim Versand- und Lieferprozess vor allem größere Flexibiliät. Immer. Überall. Was alle Kunden dabei eint, gleichgültig, ob es ihnen ums Tempo, um Zuverlässigkeit oder um Flexibilität geht, ist der Wu...
1. Vielfalt
- 53 Prozent haben mindestens schon einmal eine Online-Bestellung aufgrund unbefriedigender Lieferoptionen abgebrochen.
2. Wettbewerbsvorteil
- 67 Prozent haben schon einmal einen Onlinehändler einem anderen vorgezogen, weil dieser mehr Lieferoptionen angeboten habe.
3. Raus aus dem Preisvergleich
- 48 Prozent haben mindestens schon einmal teurer eingekauft, weil die Lieferoptionen besser und bequemer waren.
4. Kostenoptimierungspotenzial nutzen
- 43 Prozent halten eine kostengünstige Lieferung ausschlaggebend für einen Online-Einkauf, gefolgt von Pünktlichkeit (31 Prozent) und Schnelligkeit (21 Prozent)
Lösungansätze und Kostenoptimierungspotenzial gibt es genug: Retouren-Treiber reduzieren, Lager optimieren, Warenwirtschaft, Automatisierung. Wer jetzt investiert, ist noch lange im Vorteil. Finanzierungsquelle: Weniger Geld in anderen Kanälen verbrennen (siehe Punkt 1 und 3).
- 82 Prozent wollen die Informationen zu den Lieferoptionen dort auf der Webseite einsehen, wo auch das Produkt zu finden ist.
6. Treue lohnt sich
- 38 Prozent nutzen Amazon Prime, aber 87 Prozent wünschen sich entsprechende Alternativen.
Eigentlich eine simple Weisheit alter Kaufleute: Hofieren Sie die wichtigsten Kunden ganz besonders, pampern sie diese Kunden, rollen Sie ihnen einen roten Teppich aus. Kundenbindung ist nämlich immer günstiger als Neukundenakquise. Kundenbindungsfeature wie Prime oder die Loyalty-Lösung von Media-Markt dienen daher als Klebstoff für die guten Kunden. Die ziehen eine Alternative dann gar nicht mehr in Betracht, kaufen zudem deutlich mehr ein. Laut Millward Brown Digital Report liegt die Conversion-Rate für Prime-Mitglieder in den USA bei 63 Prozent.
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Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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