Coronavirus: Ein Auslöser für den Boom der Lieferroboter

Coronavirus: Ein Auslöser für den Boom der Lieferroboter

Die COVID-19-Krise dürfte die Entwicklung von Drohnen und autonomen Auslieferungsrobotern befeuern. Weniger Mensch zu Mensch-Kontakt. Die Langzeit-Profiteure sind bereits fahrbereit.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Nuro, Start-up für autonome Lieferwagen, will bald in Zusammenarbeit mit Kroger, Walmart und Domino's in den nächsten zwei Jahren 5.000 seiner Roboterautos in und um Houston herum fahren lassen.

Nuro, gegründet von zwei Ex-Google-Managern, glaubt, dass sich die Kosten für die Lieferung von Lebensmitteln mit autonomen Fahrzeugen auf 5% der Kosten einer menschlichen Lieferung reduzieren lassen.
Nuro setzt dabei bei seinem neuen Modell R2 auf ein kleines kompaktes Auto ohne Seitenspiegel mit hoher Ladekapazität inklusive Temperaturkontrolle für verderbliche Lebensmittel. Kunden werden sollen bei den kommenden Tests einen Code, den sie per App erhalten, auf einem Touchscreen am Fahrzeug eingeben, um ihre Lieferungen im Fahrzeuginneren zu erhalten. Wenn sich diese Modelle eines nicht allzu fernen Tages durchsetzen, dann sollten Städte und Einkaufscenter auf die nächste Krise eingestellt sein. Denn die Food-Courts und Hipster-Bars, die jetzt noch für Frequenz sorgen, müssen sich dann einer flexiblen, schnellen und preisgünstigen Lieferarmada erwehren - die nicht nur Bananen und Nudeln zuverlässig liefert, sondern auch Pizza und Burger in besserer Qualität und mit mehr Zustellsicherheit ablädt.

Dass das keine Träumereien von Start-ups sind, zeigen auch all die Fahrschul-Experimente von Amazon. Der Online-Riese investiert nicht nur Milliarden in Start-ups wie den Elektro-Lkw-Hersteller Rivian Automotive, den Entwickler selbstfahrender Systeme Aurora und den Food-Lieferdienst Deliveroo, sondern testet mit seinem Modell „Scout“ auch selbstfahrende Bollerwagen. In die passt gegenwärtig zwar kaum mehr als ein Buch und ein Airpod, doch kommt es bei dem Versuch nicht auf die Größe an, sondern auf den Prozess eines Transportdienstes, der auf Abruf ein Netz von selbstfahrenden Fahrzeugen aufbieten kann. Die können in späteren Entwicklungsstufen auch größer werden. Ähnliches erlebt man gerade bei der Ladekapazität der Amazon-Drohne.

Vorteil für Amazon: Mit dem Aufbau einer immer vollautomatischeren logistischen Infrastruktur der Lagerhäuser kann es dann jede Meile entlang der Strecke vom Lager bis zur Haustür mechanisch bedienen.
Chinas E-Commerce-Giganten setzen inmitten des Coronavirus-Ausbruchs bereits Roboter zur Auslieferung von Bestellungen ein.#JD.com lieferte in Wuhan, einem Epizentrum des Coronavirus, mittels autonomer Fahrzeuge und Drohnen medizinische Hilfsgüter an Krankenhäuser und Lebensmittel an Gemeinden. Der Lebensmittel-Lieferdienst Ele.me, eine Alibaba-Tochter, belieferte unter anderem Hotels per Lieferroboter.

Ein Anfang.
Es sind nämlich Krisen wie diese, in denen Menschen plötzlich das vermeintlich unheimliche Neue zu schätzen lernen.AUCH INTERESSANT:

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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