Neu im Hosentaschen-Commerce: McDonald's. Schafft auf dem iPhone den Sprung in die Charts (vormals 21.). Das Burger-Imperium zeigt, wie Mobile Couponing funktionieren sollte: Ohne "Vorzeigen", ohne "Scannen", ohne "Kann ich mal die Nummer sehen?", ohne irgendeinen Aufwand oder Fremdscham-Faktor für Kunden oder Service-Personal. Oder kurz: Gutes Mobile Couponing ist, wenn man am Service Point nicht mit seinem Smartphone hantieren muss. Man gibt beim Bestellen einfach die Gutscheinnummer an.
Aufsteiger: Google Maps. Steigt auf beiden Plattformen in die Charts ein. Apple Maps? Nicht in Sicht. Obwohl längst gefixt, hängt der hauseigenen Navigationslösung offensichtlich immer noch das Negativimage der Frühphase an: Als Apple CEO Tim Cook den Kunden die Konkurrenzprodukte empfohlen hatte.
Absteiger: Youtube auf dem iPad. Seit die App nicht mehr vorinstalliert ist (iOS6), geht es für die Nutzungsreichweite des Video-Portals auf dem iPad abwärts. Von 14,5% im Dezember 2012 auf 10,1% im Februar 2013 gefallen, hat der Dienst damit absolut ein Minus von 30,5% zu verkraften. Wer dachte, dass "Youtube halt Youtube ist", irrte sich: Jeder kann hier verlieren, denn auch im Überangebot an Medien auf den Mobil-Geräten gilt das 'Paradox of Choice': Sich gezielt für oder gegen eine Anwendung zu entscheiden, ist in der Masse an Unterhaltungs-Apps nicht mehr einfach. Wenn dann noch ein Dienst aus dem Default-Katalog eines Plattformbetreibers fliegt, jagd man ihm nicht mehr unbedingt nach. Es gibt schließlich ausreichend viele andere Alternativen, um sich die Zeit zu vertreiben. Das neuerliche Kräftemessen von Amazon, Apple und Google durch gegenseitige Hindernisse, Restriktionen und Blockaden innerhalb ihrer jeweiligen Distributionsplattformen, zeigt hier also erstmals eine deutliche Wirkung.

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Redakteur
Karsten Werner ist Logistiker, Projektmanager und Dozent für berufliche Weiterbildung. Er beobachtet seit 2000 die Entwicklungen im E-Commerce. Neben seiner Neugierde an Supply Chains und Best Practices im Onlinehandel, bildeten die Empfehlungssysteme im Web 2.0 später einen weiteren Interessensschwerpunkt. Derzeit liegt sein Themenfokus auf den Geschäftsmodellen und Strategien in den Märkten für digitale Güter. Er schreibt außerdem für Netzwertig.com und twittert unter @KarstenWerner.
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