
Mehr Rechtsverstöße im Internet
Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs hat im vergangenen Jahr eine enorme Zunahme von Beschwerden über Rechtsverstöße im Internet verzeichnet. In 3.247 Fällen entsprachen Handels- und Dienstleistungsangebote im Netz nicht den gesetzlichen Vorgaben.
Björn BöerChefredakteurBeschwerden über Internet-Verstöße haben damit mittlerweile einen Anteil von 17% am Gesamtarbeitsaufkommen der Wettbewerbszentrale erreicht. Dieser Trend setze sich im laufenden Jahr ungebrochen fort, so Präsidiumsmitglied Reiner Münker. Viele gewerbliche Anbieter würden sich im Internet nicht als solche zu erkennen geben und nicht einmal Namen und Anschrift angeben. Verbraucher stünden dadurch schutzlos da. Konkurrierende Gewerbetreiber beobachten dies jedoch laut Wettbewerbszentrale kritisch, wodurch es zu täglichen Beschwerden kommt.
Der Anteil der Beschwerden über belästigende Werbeformen wie Telefax-, Telefon- und E-Mail-Werbung stieg leicht auf nunmehr zehn Prozent der Gesamtfälle an. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 18.807 Beschwerdefälle bearbeitet. Der Hauptanteil mit 45% betraf Verstöße gegen die guten Sitten im Wettbewerb. Es wurden 627 Gerichtsverfahren eingeleitet. (AE+DE)
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Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs
Internet: www.wettbewerbszentrale.de>

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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