Mit Ikea gegen den "Gelsenkirchener Barock"

Mit Ikea gegen den "Gelsenkirchener Barock"

Vergangene Woche erst wurde das legendäre Regal Billy dreißig Jahre alt. Jetzt feiert Ikea noch einen Geburtstag: Die Schweden sind seit 35 Jahren in Deutschland.

SRSybille RoemerRedakteurin
2 Min.· Aktualisiert am
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Während der Deutsche Mitte der siebziger Jahre dunkle Eichenschrankwände und voluminöse Polstergarnituren (volkstümlich "Gelsenkirchener Barock" genannt) bevorzugte, brachte Ikea frischen Wind mit neuen Möbeln in die Wohnzimmer: Hell, unkompliziert, leicht - der skandinavische Stil zog in Deutschland ein.

Hinzu kam, dass der Kunde die Möbel selbst zusammenbauen musste: Was die deutschen Möbelhändler damals noch belächelten, ließ sie bald fürchten. Denn statt einer fixen Idee war der Selbstzusammenbau ein Erfolgskonzept – und ist es bis heute.

Vier weitere Häuser geplant

Mittlerweile ist Deutschland der größte Markt der Schweden - 45 Häuser betreibt das Unternehmen zwischen Kiel und München. Während Ikea 1974 in Eching mit 215 Mitarbeitern begann, sind es heute rund 14.000 Menschen, die bei den Schweden in ganz Deutschland arbeiten.

Zwar befinden sich derzeit keine weiteren Häuser im Bau, aber in Planung: Berlin-Lichtenberg, Hamburg-Altona, Lübeck und Göttingen stehen als neue Standorte auf der Wunschliste.

Umsatzplus drei Prozent

Und auch über die Bilanzzahlen kann sich die Ikea Deutschland GmbH & Co. KG nicht beklagen: Zwar hat der schwedische Konzernchef Mikael Ohlsson vor kurzem verlauten lasen, dass die Krise auch bei den weltweit aufgestellten Schweden ankommen könnte.

Doch das Geschäftsjahr 2008, das am 31. August endete, konnte in Deutschland mit einem Umsatz von 3,3 Milliarden Euro abgeschlossen werden. Im Vergleich zum Vorjahr freute sich das schwedische Einrichtungsunternehmen damit hier zu Lande über ein Umsatzplus von drei Prozent.

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SR
Geschrieben vonSybille Roemer

Redakteurin

Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.

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