
Mit Schiller für die "Musikerlebniskultur" werben
Live statt digital: In der "Plattenladenwoche" treten Künstler in 70 Städten auf, um den Fachhandel zu unterstützen. Denn der leidet unter anderem unter der Internetkonkurrenz.
Björn BöerChefredakteurAmerikanisches Vorbild
Im vergangenen Jahr hatte Jörg Hottas, Chef des Händlerverbundes Aktiv Musik Marketing (amm), die Woche erstmals initiiert - nach dem Vorbild des 2007 etablierten "Record Store Day" in den USA. Plattenläden seien "ein wichtiger Teil der Musikerlebniskultur", sagt er. "Sie gelten mittlerweile nicht mehr als ein Auslaufmodell aus dem analogen Zeitalter."
Allerdings sprechen die Umsätze mittlerweile eine andere Sprache: 31 Prozent des Umsatzes mit Musik wurden im vergangenen Jahr online erzielt - per CD-Versand, Internet- oder Mobil-Download. Elektrofachmärkte kommen auf einen Umsatzanteil von 29 Prozent. Die klassischen Plattenläden, für die in der Aktionswoche geworben wird, stehen gerade noch für drei Prozent des Umsatzvolumens von insgesamt 1,53 Milliarden Euro.

Chefredakteur
Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.
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