dm, Myflexbox, Post-Preisdumping, Social Commerce, Kühne+Nagel, Flywheel, Kaufkraft, Bol.com, Asendia UK, Weihnachtsgeschäft, Shippo + Cover Genius, Experian + what3words, Google, H&M, Verpackungsmüll

dm, Myflexbox, Post-Preisdumping, Social Commerce, Kühne+Nagel, Flywheel, Kaufkraft, Bol.com, Asendia UK, Weihnachtsgeschäft, Shippo + Cover Genius, Experian + what3words, Google, H&M, Verpackungsmüll

Aktuelle E-Commerce-News: dm, Myflexbox, Post-Preisdumping, Social Commerce, Kühne+Nagel, Flywheel, Kaufkraft, Bol.com und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
7 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

dm liefert auch in Köln aus
Der Express-Lieferdienst der Drogeriemarktkette dm liefert ab sofort Artikel des beteiligten Markts in die linksrheinischen Gebiete Kölns aus, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Kunden können bis 18:00 Uhr im Onlineshop oder per App Waren auswählen, die im jeweiligen Markt vorrätig und durch den Lieferdienst zustellbar sind und erhalten ihre Bestellung am gleichen Tag bis 21:00 Uhr. Zum Einsatz kommen dabei entweder Lastenräder oder E-Fahrzeuge. Die Expresslieferung ist bereits in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Karlsruhe, München und Stuttgart verfügbar.

IAW-Messe bringt Best Deals in Retail nach Köln
Auf Europas führender Ordermesse für Aktionswaren und Importartikel finden Einkäufer aus allen Handelsbereichen preiswerte Waren für die kommende Saison. Mehr lesen

Myflexbox und Budni kooperieren in Hamburg
Die Hamburger Drogeriemarktkette Budni stellt in und um ihre Filialen intelligente Packstationen von Myflexbox zur Verfügung. Diese bieten den Kunden die Möglichkeit, ihre Päckchen und Pakete unabhängig vom jeweiligen Paketdienstleister zu einem beliebigen Zeitpunkt abzuholen, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt. 16 Stationen, deren Fächer sich per Smartphone öffnen lassen, sind bereits installiert, bis Ende des Jahres sollen es 39 sein. Mit so genannten Click & Collect“-Lösungen können im Vergleich zur Haustürzustellung bis zu 75 Prozent CO2-Emissionen eingespart werden.

Bundesnetzagentur erwägt Verfahren gegen Deutsche-Post-Tochter
Die Bundesnetzagentur erwägt nach Informationen der Zeit, ein Verfahren wegen möglichen Preisdumpings gegen die Deutsche Post Inhouse Services einzuleiten. Das Tochterunternehmen der Deutschen Post bietet Unternehmen unter anderem an, Mailings und Werbebriefe abzuholen, zu frankieren, zu sortieren, zu nummerieren und durch Briefträger zustellen zu lassen. Die Regulierungsbehörde prüft nun 2.000 dieser Aufträge bei 250 Kunden, weil sie den Verdacht hat, dass die Preise für die erbrachten Leistungen absichtlich zu niedrig sind, um privaten Wettbewerbern den Marktzugang zu erschweren.

Social Commerce in Europa noch nicht angekommen
Der sogenannte Social Commerce – das Einkaufen innerhalb von Social-Media-Angeboten – entwickelt sich in Europa laut Textilwirtschaft.de nur schleppend. Während in China, Indien oder Brasilien bereits 80 Prozent der Nutzer in sozialen Netzwerken eingekauft haben, sind es in Europa in den meisten Ländern weniger als 50 Prozent. Das liegt nicht nur am höheren Durchschnittsalter, sondern auch daran, dass die in Europa am weitesten verbreiteten Apps Facebook oder Instagram sind, die im Gegensatz zu den chinesischen Plattformen Wechat oder Pinduoduo noch kein Bezahlen innerhalb der App anbieten.

Kühne+Nagel mit weiteren Umsatzeinbußen
Der Schweizer Logistiker Kühne+Nagel hat im dritten Quartal in Folge deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, berichtet die Handelszeitung. Der Nettoumsatz sei um 46 Prozent, der Bruttogewinn um 23 Prozent und der operative Gewinn um 52 Prozent gesunken. Dies sei darauf zurückzuführen, dass die Jahre 2021 und 2022 wegen der Pandemie eine Sonderkonjunktur für Logistikunternehmen darstellten. Mit den vorgelegten Zahlen hätte Kühne+Nagel die Erwartungen der Analysten beim Umsatz verfehlt, aber beim operativen Gewinn übertroffen.


HANDEL INTERNATIONAL

Flywheel übernimmt elf Marken von Ascential
Flywheel, eine cloudbasierte E-Commerce-Plattform, hat in einer Pressemitteilung erklärt, elf Marken der britischen Muttergesellschaft Ascential in sein Angebot integriert zu haben und damit für den gesamten Bereich des digitalen Handels verantwortlich zu sein. Flywheel bietet seinen Kunden KI-gestützte Anzeigenoptimierung, Analysen wichtiger Markttrends, Automatisierungstechnologien und branchenspezifische Beratung. Das Unternehmen arbeitet bereits mit mehr als der Hälfte der 100 umsatzstärksten Konsumgüterunternehmen des Jahres 2022 zusammen.

Drei Faktoren, die nachhaltigem Konsum im Wege stehen
Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile Bestandteil von sämtlichen Kommunikationsmaßnahmen in Unternehmen. Doch Konsumenten sind skeptisch.Zu oft wurde der Begriff als Buzzword genutzt. Wie stehen Konsumenten also zum Thema? Und wie können Unternehmen den Konsum von umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen fördern? Mehr lesen

Kaufkraft der Europäer ist gestiegen
Die Studie „GfK Kaufkraft Europa 2023“ hat für 42 europäische Länder die Kaufkraft – also das verfügbare Einkommen ohne Steuern und Sozialabgaben – der Verbraucher gemessen und dabei einen Zuwachs von 5,8 Prozent zum Vorjahr errechnet. Das entspricht einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Wert von 17.688 Euro. Die regionalen Unterschiede sind erheblich: In Liechtenstein sind es 68.843 Euro, in der Schweiz 49.592 Euro, in Irland 26.882 Euro, in der Tschechischen Republik 14.824 Euro, in Polen 10.903 Euro und das Schlusslicht bildet die Ukraine – dort haben die Menschen nur 2.478 Euro pro Kopf zur Verfügung. Alle Werte sind nicht inflationsbereinigt.

Bol bleibt größter Anbieter seiner Plattform
Die niederländische E-Commerce-Plattform Bol, über die mehr als 30.000 Drittanbieter im Benelux-Raum Waren verkaufen, hält mit den Marken, die sie selber vertreibt 35 Prozent des Gesamtvolumens. Wie E-Commerce News eine Studie von MarktMentor zitiert, generieren Unterhaltungselektronik und Haushalt den meisten Umsatz, aber die meisten Verkäufe haben Spielzeug und Körperpflege. So sind folgerichtig die zwei umsatzstärksten Marken Samsung und Apple, die Marke mit den meisten Verkäufen aber Lego.

Partnerschaft von Asendia und Cbip
Das britische Logistikunternehmen Asendia UK hat laut ChannelX seine strategische Partnerschaft mit Cbip Logistics bekannt gegeben, einem Direct-to-Customer-Lieferdienst für die „letzte Meile“. Somit umfasst die gemeinsame Dienstleistung die gesamte Warenlieferung für den E-Commerce – von großen Logistikzentren, über ein ortsnahes Vertriebsnetzwerk bis zur Haustür der Kunden. Durch dieses „hybride Fulfillment“ hoffen beide Unternehmen, die Transitzeiten deutlich zu verkürzen und nachhaltiger wirtschaften zu können.

Handel blickt optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft
Eine Umfrage von Fiverr und dem Marktforschungsunternehmen Censuswide unter 512 deutschen Händlern hat ergeben, dass 93 Prozent der Befragten mit steigenden Umsätzen im Weihnachtsgeschäft rechnen – 2022 waren es nur 77 Prozent. Gut drei Viertel planen höhere Rabatte als im Vorjahr und wollen durchschnittlich 23 Prozent Nachlass gewähren. 56 Prozent haben vor, in diesem Jahr im Weihnachtsgeschäft KI-Tools einzusetzen, um speziell ihr Marketing flexibel anzupassen. Die größten Sorgen sind der Wettbewerb mit den großen Online-Plattformen (55 Prozent), die Inflation (52 Prozent), Lieferengpässe (47 Prozent) und die Schwierigkeit, Personal zu finden (39 Prozent).

Shippo setzt auf Cover Genius
Das US-amerikanische Softwareunternehmen Shippo hat in Zusammenarbeit mit Cover Genius ein neues Angebot zur Lieferversicherung namens „Shippo Total Protection“ entwickelt, wie Cover Genius mitteilt. Shippo bietet Online-Händlern eine API, um den Versand auch mit mehreren Spediteuren zu integrieren. Die neue Versicherung umfasst einen umfassenden Versandschutz, eine weltweite Deckung und eine vereinfachte Schadensabwicklung. Ermöglicht wird dies durch die Integration der speziell für den E-Commerce entwickelten Versicherungsplattform XCover von Cover Genius.


Experian verwendet what3words
Der irische Informationsdienstleister Experian lässt nun auch die Verwendung von what3words bei der Angabe von Adressen zu, berichtet ChannelX. Einer der wichtigsten Dienste im Angebot von Experian ist die Validierung von Adressdaten in Echtzeit, zum Beispiel für den Checkout im E-Commerce. Kunden haben jetzt die Möglichkeit, ihre Lieferadresse alternativ auch mit what3words-Adressen anzugeben. what3words bietet eine Technologie, jede mögliche Adresse weltweit in einer eindeutigen, einmaligen Kombination aus drei Wörtern zu verschlüsseln.

Google plant Anzeigenschaltung auch in KI-Suchergebnissen
Google betreibt die Entwicklung einer auf künstlicher Intelligenz basierenden Suchmaschine derzeit noch als Opt-In, erklärt The Verge. In den USA können Nutzer auf das Symbol eines Erlenmayer-Kolbens klicken, um über „Labs“ auf die „Search Generative Experience“ zuzugreifen, die in Chrome oder als eigenständige App verfügbar ist. Nun hat das Unternehmen angekündigt, daran zu arbeiten, wie diese KI-Suche auch über Anzeigen monetarisiert werden kann. Die langfristige Integration in die klassische Google-Suche ist für CEO Sundar Pichai „eine Aufgabe für das nächste Jahrzehnt“.

H&M verwendet KI als Designtool
Wie FashionUnited meldet, stellt das schwedische Fast-Fashion Unternehmen H&M ein neues Tool für das „Creator Studio“ vor. Diese 2021 eingeführte Technologie ermöglicht es Kunden, eigene Designs für H&M-Produkte zu entwickeln, die dann per Print-on-Demand zum Beispiel für Merchandisingzwecke bestellt werden können. Dafür kommt in Zukunft auch eine bildgenerierende KI zum Einsatz, die aufgrund von Texteingaben Grafiken in verschiedenen, voreingestellten Stilen erzeugt, die direkt zum Druck übernommen werden können.


NACHHALTIGKEIT

Verpackungsmüll in Europa nimmt weiter drastisch zu
In der EU produzierte jeder Bewohner im Jahr 2021 durchschnittlich 188,7 Kilogramm Verpackungsmüll, das sind 10,8 Kilo mehr als im Jahr 2020 und 32 Kilogramm mehr als 2011. Insgesamt erzeugte die EU laut Eurostat 84 Millionen Tonnen Verpackungsmüll, davon 40 Prozent Papier und Pappe, 19 Prozent Kunststoff, 19 Prozent Glas, 17 Prozent Holz und 5 Prozent Metall. Im Jahr 2021 verursachte jeder in der EU lebende Mensch durchschnittlich 36 Kilogramm Kunststoffverpackungsmüll. Davon wurden nur 14 Kilogramm recycelt.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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