E-Commerce China, Einkaufsstrategien, GLS, Shop-Usability-Awards, Lieferketten, Amazon + Snapchat, Delivery Hero, Apple, Alipay + Yapily, Buy with Prime, JD.com + Ceconomy, Cyberangriffe, Sparkassen + Payback, Mollie + Twint, Booths, KI im Handel

E-Commerce China, Einkaufsstrategien, GLS, Shop-Usability-Awards, Lieferketten, Amazon + Snapchat, Delivery Hero, Apple, Alipay + Yapily, Buy with Prime, JD.com + Ceconomy, Cyberangriffe, Sparkassen + Payback, Mollie + Twint, Booths, KI im Handel

Aktuelle E-Commerce-News zu E-Commerce China, Einkaufsstrategien, GLS, Shop-Usability-Awards, Lieferketten und weiteren Themen des Tages im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
9 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

AHK Greater China mit neuem Report zum chinesischen E-Commerce
Die deutsche Auslandshandelskammer Greater China und Genuine haben eine Übersicht über die aktuelle Lage und die Herausforderungen des chinesischen E-Commerce herausgegeben: „From Bricks to Clicks: The Future of E-Commerce in China – How German Brands Can Win in China’s E-Commerce Market“. Einige Kernaussagen laut Pressemitteilung: Der größte Online-Markt der Welt stelle Händler vor „Herausforderungen wie intensive Konkurrenz, gefälschte Waren, komplexe Logistik und unklare Vorschriften“, das Potenzial bleibe dennoch „immens“. Compliance und Anpassungsfähigkeit seien entscheidend für Unternehmen, da der E-Commerce in China eng reguliert und dynamisch sei. Es empfehle sich „ein stark lokalisierter, kundenorientierter und datenbasierter Marketingansatz“.

Ab dem 14. Februar 2024 startet die Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 15. Dezember 2023

Einkaufsstragien zu Weihnachten
45 Prozent der Deutschen haben bereits mit den vorweihnachtlichen Einkäufen begonnen und wollen dafür durchschnittlich 389,94 Euro ausgeben. Wie eine Umfrage des Payment-Anbieters Klarna ergab, haben sich knapp 60 Prozent ein festes Budget gesetzt, gut die Hälfte will günstiger und weniger einkaufen als bisher, um zu sparen. Verständlich, dass für 62 Prozent der Befragten der Black Friday dafür eine gute Gelegenheit ist. Dabei soll auch KI helfen: 51 Prozent wollen sie für Preisvergleiche nutzen, 48 Prozent für Produktempfehlungen und 35 Prozent, um sich vor Spontankäufen zu schützen, heißt es in der Pressemitteilung.

GLS eröffnet neues Paketverteilzentrum in Potsdam
Nach nur einjähriger Bauzeit nimmt GLS Germany laut einer Pressemitteilung ein 9.200 Quadratmeter großes Paketverteilzentrum im Süden Potsdams in Betrieb. Der Standort dient als zentrales Depot für die Belieferung der Metropolregion Berlin/Brandenburg sowie von und nach Osteuropa und wird über eine automatisierte Fördertechnik bis zu 250.000 Pakete pro Tag verarbeiten. Zum Paketzentrum gehören außerdem rund 1.400 Quadratmeter Bürofläche sowie Stellplätze für 190 Fahrzeuge. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert, die 70 Elektroladesäulen speist.

Shop-Usability-Awards verliehen
Die Gewinner des seit 2008 jährlich vergebenen Shop-Usability-Awards wurden in diesem Jahr im Gloria Palast in München gekürt. Gesamtsieger unter den 300 Shops, die sich in 17 Kategorien beworben hatten, wurde in diesem Jahr das Sporthaus Schuster. Die weiteren Gewinner waren: Fahrengold, Sennheiser, Siku, Asphaltgold, Sheko, Pelzmann, Flaconi, Westwing, The British Shop, Betzold, Nieruf, Canyon, Der Schweighofer, Duschbrocken, Bergmensch und Latori.

Unternehmen bauen ihre Lieferketten um
80 Prozent der deutschen Konsumgüter- und Handelsunternehmen wollen ihre Lieferantenbasis erweitern, um ihre Lieferketten stabiler aufzustellen, so die Ergebnisse einer Studie von Capgemini Research. 83 Prozent konzentrieren sich dabei auf Länder, die als politische und wirtschaftliche Verbündete gelten. Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Kosteneffizienz, die die Unternehmen durch Datenmanagement (74 Prozent), Cloud Computing (62 Prozent) und Track-and-Trace-Lösungen (62 Prozent) verbessern wollen. Zudem gaben 80 Prozent der 30 befragten deutschen Unternehmen an, sich bewusst um mehr Nachhaltigkeit zu bemühen, obwohl die Investitionen im Verhältnis zum Umsatz sogar leicht rückläufig waren.


HANDEL INTERNATIONAL

Auch auf Snapchat kann man mit Amazon shoppen
Ähnlich wie gestern zu Meta gemeldet, hat Amazon laut Nachrichtenagentur Reuters nun bekannt gegeben, dass es Snapchat-Benutzern ermöglichen wird, mit dem Amazonkonto zu shoppen, ohne die App verlassen zu müssen. Gute Nachrichten für Snapchat, das trotz unerwartet hoher Gewinne mit einem schwächelnden Werbegeschäft zu kämpfen hat: Die Aktien des Unternehmens stiegen nach der Nachricht laut Nachrichtenagentur Reuters um neun Prozent.

Der Vorteil einer Standortpartnerschaft? Eine Fläche, doppelter Nutzen.
Das Thema E-Mobilität ist das Thema der Stunde: In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 15 MillionenE-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Dieses Ziel kann nur mit einer stark ausgebauten Ladeinfrastruktur erreicht werden. An verkehrsgünstigen Orten wird deshalb in den nächsten Jahren verstärkt in Ladeinfrastruktur investiert werden. Mehr lesen

Delivery Hero vor Wachstumshürden
In einem Video-Interview mit Bloomberg erklärte der CEO von Delivery Hero, Niklas Östberg, dass das Wachstum des Unternehmens durch die Aktivitäten in Asien gebremst werde. Wie Tech in Asia ausführt, ist der Bruttowarenwert des gesamten Unternehmens in diesem Jahr zwar um sieben Prozent gestiegen, aber in Asien, dem profitabelsten Segment des Unternehmens, ist er im dritten Quartal um 6,2 Prozent gesunken. Im September hatte das Unternehmen bereits erwogen, die eigene Marke Foodpanda für 1,1 Mrd. Dollar an Grab zu verkaufen, Morning Briefing berichtete. Östberg versicherte in dem Video, die Verlangsamung sei Teil eines „vorübergehenden Stillstands, bevor es hoffentlich wieder aufwärts geht“.

Apples „Tap to Pay“ jetzt auch in Frankreich
Apple hat angekündigt, dass die Funktion „Tap to Pay“ für seine Smartphones nun auch in Frankreich nutzbar ist. Um mit dem Handy wie mit einer kontaktlosen Bankkarte bezahlen zu können, braucht es im Hintergrund nur die App eines Finanzdienstleisters wie Revolut, SumUp, Zettle von PayPal oder Adyen, die bereits in vielen Branchen die Transaktionen abwickeln, berichtet Computerwoche.de. Derzeit ist der Dienst in den USA, Großbritannien, Taiwan, Australien, den Niederlanden, der Ukraine und nun auch in Frankreich verfügbar – Deutschland steht nicht auf der Liste.

Alipay+ und Yapily kooperieren
Die digitale Bezahllösung aus dem Hause Alibaba, Alipay+, hat in einer Pressemitteilung mitgeteilt, in Zukunft auch über die offene Banking-Plattform Yapily verfügbar zu sein. Über die Open-Banking-Api von Yapily können europäische Verbraucher so grenzüberschreitende Zahlungen an Alipay+-Händler auf der ganzen Welt tätigen oder Onlinehändler sich von den 1,4 Mrd. asiatischen Verbraucherkonten aus bezahlen lassen.

Amazon erweitert Service rund um „Buy with Prime“
„Kaufen mit Prime“ ist eine 2022 eingeführte Zahlungsoption, die Online-Händler in ihren eigenen Shops anbieten können. Für den Händler vereinfacht sich dadurch der Bezahlvorgang und der Kunde erhält seine Prime-Bestellung garantiert innerhalb von zwei Tagen. Nun hat Amazon laut The Verge angekündigt, dass „Buy with Prime“-Käufer in den USA ihre Bestellungen in ihrem Amazon-Konto verfolgen, rund um die Uhr auf den Kundenservice zugreifen und auch Retouren über Amazon abwickeln können – so, als ob die Bestellung nicht über eine externe Website, sondern über Amazon selbst erfolgt wäre.

JD.com will sich offenbar an MediaMarkt und Saturn beteiligen
Unter Berufung auf anonyme Insider meldet das Manager-Magazin, dass JD.com sich dafür interessiert, mit 17 Prozent in Ceconomy einzusteigen, der Dachgesellschaft von MediaMarkt und Saturn. Der Elektronik-Handels-Konzern Ceconomy gilt als chronisch unterbewertet, im Februar erst war französische Handelskonzern Fnac Darty als Interessent im Gespräch, im September die Migros-Tochter Galaxus. Nach der Meldung sprangen die Aktien an den deutschen Börsen am Mittwochvormittag 12 Prozent.


Einzelhändler verlieren zehn Prozent Einnahmen durch Cyberangriffe
Der Einzelhandel hat im vergangenen Jahr durchschnittlich zehn Prozent seines Umsatzes durch Cyberangriffe verloren, stellt der „Global Security Report“ der Cloud-Plattform Fastly in einer Pressemitteilung fest. Die häufigsten Schäden waren Datenverluste (46 Prozent), Netzwerkausfälle (38 Prozent), gehackte Kundenkonten (25 Prozent) und der Verlust des Kundenvertrauens (23 Prozent). Deshalb wollen 74 Prozent der Befragten ihre Sicherheitsausgaben im nächsten Jahr erhöhen, obwohl 32 Prozent der Meinung sind, bereits zu viel Geld für entsprechende Software ausgegeben zu haben. Bezeichnend ist, dass nur 55 Prozent der Tools vollständig implementiert sind. Für die Studie wurden 1.484 IT-Entscheider in Nordamerika, Europa, Asien-Pazifik und Japan befragt.

Fragmentierung bremst Wachstum – Retail Media-Markt braucht Einheitlichkeit
Das steile Wachstum des Retail Media ist zugleich seine größte Herausforderung: im fragmentierten Markt fehlen Standards und Transparenz. Das Commerce Media-Unternehmen Criteo gibt einen Überblick über Auswirkungen, nächste Schritte und technologische Lösungen für einen einheitlichen Markt und gemeinsames ungebremstes Wachstum. Mehr lesen

Sparkassen und Payback unterzeichnen Vereinbarungen
Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die Sparkassen und Payback laut Lebensmittelpraxis.de nun endgültig geeinigt: Das Bonussystem Payback wird ab 2025 in die Girokarten der deutschen Sparkassen integriert, das Punktesammeln erfolgt dann automatisch bei jedem Bezahlvorgang, ohne zusätzlich die Payback-Karte zücken zu müssen. Der Sparkassenverband hat in Deutschland 47 Millionen Girokarten ausgegeben.

Mollie bietet jetzt auch Twint
Der niederländische Finanzdienstleister Mollie hat jetzt auch Twint in das Portfolio seiner Zahlungsmethoden integriert. Das Unternehmen bietet Online-Händlern die Abwicklung des Zahlungsverkehrs ohne Fixkosten und ohne Vertragsbindung an. Durch die Integration von Twint können nun auch deutsche Shopbetreiber ihren Schweizer Kundinnen und Kunden eine schnelle Bezahlung anbieten. Wie Mollie in einer Medienmitteilung schreibt, wird die Twint-App bereits von mehr als der Hälfte der Schweizer genutzt.

Booths entsorgt Self-Checkout-Kassen
Die kleine nordenglische Supermarktkette Booths widersetzt sich einem 20 Jahre alten Trend im Lebensmittelhandel und schafft ihre Self-Checkout-Kassen ab, berichtet die New York Times. Der Bezahlvorgang würde zwar beschleunigt, aber nur, wenn es keine Probleme gibt: Ob ein Artikel sich nicht scannen lässt, eine Gurke versehentlich als Zucchini gewogen wird oder Kunden einfach Alkohol oder Medikamente kaufen – oft muss jemand vom Personal helfen. Vielleicht ist Booths aber auch nicht konservativ, sondern Trendsetter: Im September hat Walmart zwei seiner Filialen in Albuquerque umgebaut und sich bei dieser Gelegenheit ohne weitere Erklärung auch von den Selbstbedienungskassen getrennt.

Offene Fragen zur KI-Nutzung im Handel
Mehr als drei Viertel der von der Unternehmensberatung Deloitte befragten 22 Handelsvertreter haben ein grundlegendes Verständnis von generativer KI, die Hälfte hat bereits Erfahrungen damit gesammelt. Die Erwartungen sind hoch: 73 Prozent rechnen mit Effizienzsteigerungen durch den Einsatz von KI, vor allem in den Bereichen Marketing, Kundenservice und Logistik. Allerdings geben 67 Prozent an, noch keine sinnvollen Anwendungsfälle zu kennen, ein Drittel beklagt den Mangel an qualifiziertem Personal. Dennoch wollen 64 Prozent in die Technologie investieren, vor allem in die Schulung der Mitarbeiter und die Aufrüstung der entsprechenden Infrastruktur.


NACHHALTIGKEIT

Wirtschaft sieht Digitalisierung als Chance für den Klimaschutz
80 Prozent der deutschen Unternehmen sehen laut einer Bitkom-Umfrage in der Digitalisierung eine Chance für mehr Klimaschutz. Nachhaltigkeit wird von 89 Prozent als wichtiger Wettbewerbsvorteil gesehen: Ein Viertel der 503 befragten Unternehmen hat deshalb bereits eine Nachhaltigkeitsstrategie, immerhin ein Drittel für einzelne Unternehmensbereiche und 34 Prozent planen deren Einführung. 84 Prozent gaben an, durch den Einsatz digitaler Technologien ihren CO2-Ausstoß bereits reduziert zu haben.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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