Investitionsbedarf, Hawesko, Neotaste, Knuspr, Hellofresh, Ceconomy, Coupang, Asos, Lyft, Amazon, Doordash, Matches Fashion, Verkaufsflächen, Bitkom, Hirestreet, Walmart

Investitionsbedarf, Hawesko, Neotaste, Knuspr, Hellofresh, Ceconomy, Coupang, Asos, Lyft, Amazon, Doordash, Matches Fashion, Verkaufsflächen, Bitkom, Hirestreet, Walmart

Aktuelle E-Commerce-News: Investitionsbedarf, Hawesko, Neotaste, Knuspr, Hellofresh, Ceconomy, Coupang, Asos, Lyft, Amazon und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
7 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Investitionsbedarf im Einzelhandel zu hoch
Laut einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland bei 900 Unternehmen hält die Mehrheit höhere Investitionen für notwendig, als die wirtschaftliche Lage es zulasse. Ein Drittel plane demnach keine Investitionen, 42 Prozent weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Als besonders wichtig erachten die Befragten Social-Media-Aktivitäten, digitales Marketing, Geschäftsausstattung und Ladenbau, Warenwirtschaftssysteme und Klimaschutz. Der HDE-Präsident fordert, die Fördersummen zu erhöhen, die Stromsteuer zu senken und Investitionen in die Digitalisierung förderfähig zu machen.

„Paket weg? Paket beschädigt? Systemgestützte Nachforschung mit FIEGE.
Die Bearbeitung von Klärfällen impliziert für den Customer Service eine mühsame und lästige Auseinandersetzung mit den Carriern. Das bindet Zeit und Ressourcen. Viele Online-Akteure schreiben daher ca. 0,2 % ihres Online-Umsatzes einfach ab. Das muss nicht sein. Sparen Sie bares Geld.“ Mehr lesen

Hawesko baut Online-Shop zum Marktplatz aus
Der Online-Shop des Weinhändlers Hawesko wird bis 2024 zu einem Marktplatz ausgebaut, auf dem auch ausgewählte externe Händler ihre Weine anbieten können, berichtet neuhandeln.de. Derzeit bietet der Shop 5.000 eigene Weine an und will sein Angebot so vervielfachen. Die Hawesko-Gruppe betreibt mit Jacques‘ Weindepot und Wein & Co auch stationären Weinhandel, die E-Commerce-Sparte erwirtschaftete im Jahr 2022 36 Prozent des Jahresumsatzes.

Neotaste findet weitere Investoren
In einer „Series A“-Investitionsrunde hat die Osnabrücker Neotaste GmbH 5,9 Mio. Euro Kapital eingesammelt, um den Dienst auf neue Städte auszuweiten. Hauptinvestor ist Burda Principal Investments, berichtet Business Insider. Die Neotaste-App empfiehlt ihren Abonnenten lokale Restaurants, die mit Rabatten oder Deals auf sich aufmerksam machen können. Sie hat 300.000 Nutzer, 1.300 Restaurantpartner und bereits 400.000 Deals vermittelt. Bisher ist sie für 13 deutsche Städte verfügbar. Die Gründer haben ambitionierte Ziele: Sie wollen ihren Umsatz von derzeit einer Million Euro in drei Jahren auf rund 100 Millionen Euro vervielfachen.

Knuspr wird 2 und übernimmt Bringmeister
Der Online-Supermarkt und Lieferdienst Knuspr lieferte in München vor zwei Jahren die erste Bestellung aus und ist seitdem auf ein Angebot von 12.000 Produkten gewachsen, die von 400 regionalen Partnern geliefert werden, teilt das Unternehmen mit. Dieser zweite Jahrestag fällt fast zusammen mit einer Meldung des Bundeskartellamts, das Knuspr genehmigt hat, den Wettbewerber Bringmeister zu übernehmen mit dessen Aktivitäten in Berlin/Potsdam, ebenfalls in München sowie in Augsburg. Das Kartellamt sieht angesichts des intensiven Wettbewerbs insbesondere im Raum München keine Gefahr einer Behinderung des Wettbewerbs.

Hellofresh steigert seinen Gewinn
Das Berliner Unternehmen Hellofresh, das sich auf „Kochboxen“ spezialisiert hat, meldete für das zweite Quartal eine Gewinnsteigerung um 31,5 Prozent. Gleichzeitig reduzierte sich allerdings der aktive Kundenstamm um 8,7 Prozent und die Anzahl Bestellungen um 7 Prozent – der Gewinnsprung ist also vor allem einem strikten Sparkurs zu verdanken. Kritiker monieren, Essenslieferdienste, zu denen sie auch die Kochboxen zählen, würden weniger Geld für Neukundengewinnung ausgeben, da ohnehin die Nachfrage fehle. Für das gesamte Jahr 2023 erwartet Hellofresh einen Betriebsgewinn zwischen 470 bis 540 Mio. Euro. Die Marketingausgaben sollen wieder hochgefahren werden.

Ceconomy baut Marktplatz-Konzept aus
Die Düsseldorfer Ceconomy AG (Media Markt, Saturn) hat angekündigt, ihre 2020 gestarteten Online-Marktplätze mit Angeboten anderer Händler auf Italien und die Niederlande auszuweiten. Die Online-Shops in Deutschland, Österreich und Spanien steigerten damit im vergangenen Quartal den Gesamtumsatz um 123 Prozent, während der Verkauf eigener Produkte um elf Prozent zurückging. Das bereinigte Ergebnis lag bei minus 60 Mio. Euro, im Vorjahr hatte der Verlust noch bei 102 Mio. gelegen, teilte das Unternehmen mit. Mediamarkt und Saturn erwirtschaften nach wie vor 75 Prozent der Umsätze im stationären Handel.


HANDEL INTERNATIONAL

Coupang erhöht sein Wachstum weiter
Coupang, der größte Online-Marktplatz Südkoreas, verzeichnete im zweiten Quartal ein Wachstum von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, wie IT Times Germany berichtet. Seit 2021, als das Wachstum im ersten Quartal 78 Prozent betrug, verschlechterte sich das Ergebnis mit jedem Bericht, bis dieses Jahr die Trendwende gelang. Das Nettoergebnis im Berichtszeitraum, im Vorjahr noch deutlich negativ mit 75 Mio. Dollar Verlust, verbesserte sich ebenfalls deutlich auf plus 145 Mio. Dollar.

Umfrage: Was wünschen Sie sich für das Bezahlen der Zukunft?
Welche Wünsche haben Sie als Händlerin und Händler an das Bezahlen der Zukunft? Euro Kartensysteme hat dazu eine Umfrage aufgelegt. Nehmen auch Sie daran teil und beteiligen sich so an der Weiterentwicklung der girocard.

Britische Frasers Group baut Anteil an Asos aus
Der britische Handelskonzern Frasers Group hat seinen Anteil an Asos, dem größten britischen Online-Versandhändler im Bereich Mode und Kosmetik, von 15,1 Prozent auf 16,9 Prozent erhöht, wie aus einer Börsenpflichtmitteilung hervorgeht, über die Textilwirtschaft.de berichtet. Asos bietet auf seiner Plattform Fast Fashion an und war nach der Covid-Pandemie an der Börse unter anderem wegen der Konkurrenz durch Shein unter Druck geraten. Mit dem Investment ist Frasers nach der dänischen Besteller Group zweitgrößter Anteilseigner, gefolgt vom kalifornischen Hedgefonds Camelot Capital.

Lyft will Surge Pricing abschaffen, um Uber anzugreifen
Der amerikanische Fahrdienst-Vermittler Lyft schafft den „Stoßzeiten-Aufschlag“ ab, um preisgünstiger zu sein als Konkurrent Uber, berichtet Mashable. Das sogenannte Surge Pricing oder Primetime Pricing kann einen Aufschlag je nach dem aktuellen Angebot an Fahrern und der Nachfrage in der App bedeuten. Laut Lyft sei die Zahl der Kunden, die von diesen Preissteigerungen betroffen waren, im letzten Quartal bereits um 35 Prozent gesunken. Ziel es, die Zuschläge vollständig abzuschaffen.

Amazon bietet in Brasilien eigene Kreditkarte an
Amazon bietet in Zusammenarbeit mit der Banco Bradesco in Brasilien eine eigene Mastercard-Kreditkarte an. Das Kreditrisiko trage dabei die Bank, so die Nachrichtenagentur Reuters. Die brasilianische Zentralbank hatte kürzlich beschlossen, den Leitzins um 50 Basispunkte auf 13,25 Prozent zu senken.

Doordash baut Geschäft mit Einzelhändlern aus
Der amerikanische Restaurant-Lieferdienst Doordash macht immer mehr Umsatz mit seinen Einzelhandelspartnern. Vor allem Neukunden greifen gerne auf die Angebote zurück, wie Business Insider berichtet. Doordash hat sein Kerngeschäft mit Restaurants auf den Einzelhandel ausgeweitet und arbeitet mit Aldi, Target, 7-Eleven, Petsmart, Staples und Victoria’s Secret zusammen. Doordash-Kunden in den USA können bei mehr als 100.000 Einzelhändlern bestellen.

Matches Fashion mit exklusiven Vintage-Handtaschen
Der Luxus-Fashion-Shop Matches Fashion bietet, in Zusammenarbeit mit Sellier Knightsbridge, eine exklusive Sammlung an Vintage-Handtaschen namhafter Marken wie Chanel, Hermès oder Louis Vuitton an. Luxushandtaschen bekannter Designer, schreibt Fashion United, hätten sich als Geldanlage bewährt.

Amazon ersetzt Small & Light durch neues Angebot
Amazon schraubt an den Preisen seines Angebots Fulfillment by Amazon (FBA): Zum 26. September wird das Programm „Small & Light“ für niedrigpreisige Artikel durch ein neues Niedrigpreismodell ersetzt, berichtet ChannelX. Dieses gilt in Deutschland ab elf Euro, in Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden ab zwölf Euro. Für Händler, die bei Small & Light registriert sind, bedeutet die Umstellung eine Erhöhung der Versandkosten, für alle anderen eine Senkung, da keine Registrierung mehr notwendig ist.

Handel in Österreich verliert weiter Verkaufsfläche
Österreichs Online-Handel hat 2022 zum ersten Mal die Marke von 10 Mrd. Euro überschritten, was im stationären Handel weiter zu Ladenschließungen führt. So berichtet vienna.at, dass laut Standortberater Regioplan knapp 4 Prozent der Verkaufsflächen in Österreich leer stehen, vor allem in kleinen bis mittelgroßen Städten. Der Trend zum Flächenrückgang im stationären Handel hält damit seit zehn Jahren unvermindert an.


Bitkom unterstützt die Forderung nach „digitaler Aufholjagd“
Bitkom, der Verband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche, hat zu Äußerungen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach Stellung genommen und unterstützt eine Beschleunigung der Digitalisierung im Gesundheitswesen in einer Pressemitteilung. Technologien wie das E-Rezept würden das Gesundheitssystem sicherer machen, die elektronische Patientenakte deren Effizienz steigern, und entlegene Regionen könnten durch die Digitalisierung besser auf fachärztliches Wissen zugreifen.


NACHHALTIGKEIT

Hirestreet hat Schuhe von Schuh im Programm
Der britische Modeverleiher Hirestreet bietet in Zusammenarbeit mit der schottischen Firma „Schuh“ nun auch Schuhe auf seiner Plattform an, wie ChannelX mitteilt. Somit könne man sich bei Hirestreet nun ein komplettes Outfit für alle Anlässe mieten, das von diversen Brands wie ASOS, Simply Be, Oasis, Warehouse and M&S zusammengestellt werden könne.

Walmart führt neue Kategorie für Second-Hand-Artikel ein
Der amerikanische Discounter Walmart hat sein Programm für runderneuerte Produkte auf der eigenen Plattform um die Gattung „Restored Premium“ erweitert, schreibt ChannelX. Artikel, die so gut wie neuwertig sind, also keine Gebrauchsspuren aufweisen und vom Originalhersteller oder einem vom Hersteller autorisierten Dritten generalüberholt wurden, werden mit einer einjährigen Garantie und einem 30-Tage-Rückgaberecht angeboten.
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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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