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Aktuelle E-Commerce-News: Aldi, Konsumklima, About You+Scayle, Commercetools, Darn Tough, Amazon, Markato, Onlinehandel AU und weitere Themen im Überblick.
Thomas RehmRedakteurDas müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.
HANDEL NATIONAL
Aldi testet eigenen Lieferdienst
Ab dem 12. September testet Aldi Nord in Mülheim an der Ruhr, Duisburg und Oberhausen einen eigenen Lieferservice namens „meinAldi“. Kunden können sich vorab per App oder über die Website auf eine Warteliste setzen lassen, damit das Unternehmen die günstigsten Lieferrouten berechnen kann, erklärt meinAldi auf seiner Website. Bezahlt werden kann derzeit per SEPA-Lastschrift oder VISA/Mastercard. Bis zu einem Einkaufswert von 49,99 Euro fällt eine Liefergebühr von 4,50 Euro an, Same-Day-Delivery ist ausgeschlossen.
IAW-Messe bringt Best Deals in Retail nach Köln
Auf Europas führender Ordermesse für Aktionswaren und Importartikel finden Einkäufer aus allen Handelsbereichen preiswerte Waren für die kommende Saison. Mehr lesen
Konsumklima weiterhin auf niedrigem Niveau
Die Ergebnisse der GfK Konsumklimastudie für August 2023 zeigen, dass die Einkommenserwartung und die Anschaffungsneigung der 2.000 Befragten leicht rückläufig sind und das Vertrauen in die konjunkturelle Entwicklung gesunken ist. Im Vormonat waren noch leicht positive Werte verzeichnet worden, sodass die Gesamtentwicklung seit Sommer 2022 auf niedrigem Niveau stagniert. Den Hauptgrund dafür sieht die Studie in der anhaltend hohen Inflation und deren Auswirkungen auf die Kaufkraft der Verbraucher.
About You gliedert Scayle aus
Der Hamburger Online-Modehändler About You gliedert seinen Geschäftsbereich Scayle in eine eigene GmbH aus, um das selbst entwickelte cloudbasierte Shopsystem als Software-as-a-Service weiter zu vermarkten, wie Otto in einer Pressemitteilung bekannt gab. Auf der sogenannten „Scayle Commerce Engine“ basieren bereits die Shops von Deichmann, Fielmann, Depot oder des FC Bayern. About You wurde 2014 von der Otto Group gegründet.
Commercetools bei Gartner wieder als Leader eingestuft
Die Münchner Headless-Commerce-Plattform Commercetools ist zum vierten Mal in Folge als Leader im Gartner Magic Quadrant eingestuft worden, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das IT-Beratungsunternehmen Gartner hat den Magic Quadrant als Bewertungsinstrument für Unternehmen eingeführt, welches auf zwei Achsen den Entwicklungsstand der Geschäftsidee und die Fähigkeit, diese umzusetzen, erfasst. Die vier Quadranten werden als Leader, Challenger, Niche Players und Visionaires bezeichnet. Weitere Leader 2023 sind Shopify, Salesforce, Adobe und SAP.
HANDEL INTERNATIONAL
Darn Tough eröffnet Online-Shop für Europa
Der amerikanische Sockenhersteller Darn Tough bietet seine Produkte jetzt in 29 europäischen Ländern, darunter Großbritannien und die Schweiz, via Online-Shop an und hat dafür ein Lager in den Niederlanden eingerichtet, wie FashionUnited mitteilt. Das Unternehmen hat sich auf Wander- und Sportsocken aus Merinowolle spezialisiert und bietet seinen Kunden ein lebenslanges Umtauschrecht.
Drei Faktoren, die nachhaltigem Konsum im Wege stehen
„Nachhaltigkeit“ ist mittlerweile Bestandteil von sämtlichen Kommunikationsmaßnahmen in Unternehmen. Doch Konsumenten sind skeptisch.Zu oft wurde der Begriff als Buzzword genutzt. Wie stehen Konsumenten also zum Thema? Und wie können Unternehmen den Konsum von umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen fördern? Mehr lesen
Amazon hebt Mindestbestellwert in den USA an
Offenbar als Test hat Amazon den Mindestbestellwert für den kostenlosen Versand für einige seiner Nicht-Prime-Kunden in den USA auf 35 Dollar angehoben. Die Preisgrenze hat laut The Verge eine bewegte Geschichte: Sie lag anfangs bei 25 Dollar, wurde 2013 auf 35 Dollar und 2016 sogar auf 49 Dollar angehoben, um 2017 langsam wieder auf 25 Dollar zu sinken. Auch Amazons wichtigster Konkurrent in den USA, Walmart, hat einen Mindestbestellwert von 35 Dollar.
B2B-Plattform Markato launcht in Hongkong
Ehemalige Führungskräfte von Deliveroo und Uber haben in Hongkong die B2B-Großhandelsplattform Markato gestartet, nachdem sie sich eine Startfinanzierung in Höhe von 5 Millionen US-Dollar gesichert haben, berichtet Tech in Asia. Markato will die Prozesse im internationalen Großhandel vereinfachen, indem es eine kuratierte Auswahl an Produkten anbietet und grenzüberschreitende Zahlungen und internationale Lieferdienste in sein Angebot integriert. Derzeit stehen 4.000 Produkte zur Auswahl, hauptsächlich aus Europa, Australien und den USA.
Online-Handel in Österreich schrumpft
Wie der gesamte österreichische Einzelhandel im ersten Halbjahr kein reales Wachstum erzielen konnte, sind auch die Umsätze im Online-Handel um sechs Prozent zurückgegangen, berichtet der ORF. Stärker betroffen war nur der Handel mit Büchern und Elektroartikeln, den größten Rückgang verzeichnete die Möbelbranche, die 27 Prozent weniger umsetzte als im ersten Halbjahr 2022. Damit liegt Österreich das sechste Halbjahr in Folge unter dem EU-Durchschnitt.
Tiktok Storefront wird eingestellt
Tiktok hat angekündigt, seine Storefront und damit eine Integration von Shopify zum 12. September einzustellen, berichtet ChannelX. „Tiktok Storefront on Shopify“ war ein in den USA und Großbritannien verfügbarer Service, der es Shopify-Händlern ermöglichte, über ein eigenes Partnerprogramm auf der Plattform zu verkaufen. Der neue Tiktok-Shop ist jedoch vollständig in die App integriert. Suchfunktion, Produktbeschreibungen, Warenkörbe, Bezahlung – alle Dienste werden von Tiktok betrieben, ohne Links zu Drittanbietern zuzulassen.
Ebay fördert die Abholung
Bei der Erstellung neuer Angebote durch Privatpersonen wird bei Ebay künftig die Abholoption gleichwertig zur Versandoption voreingestellt, berichtet das Com-Magazin. Damit wolle man den Privatverkauf weiter fördern, nachdem man erst im Februar die Gebühren dafür abgeschafft hatte. So nähert sich Ebay wieder den klassischen Kleinanzeigen an, die oft die Abholung als einzige Lieferoption kennen. Die eigene Kleinanzeigenplattform hatte man 2020 verkauft, sie firmiert nun unter Kleinanzeigen.de.
TRENDS & TECH
Edeka setzt auf smarte Einkaufswagen
Immer mehr Edeka-Händler kaufen smarte Einkaufswagen für ihre Filialen, meldet Lebensmittelzeitung.net. Insgesamt 2500 „Smart Shopper“ sollen bis Jahresende im Großraum Kassel in 150 Märkten im Einsatz sein, während das Modell „Easy Shopper“ in 160 Märkten der Edeka-Region Minden verwendet wird. Smarte Einkaufswagen sind mit einem Touchmonitor mit Scanner ausgestattet, sodass Kunden ihre Waren beim Bezahlen nicht mehr entladen müssen. Als Sicherung gegen Diebstahl sind Wiegezellen integriert, die eine Differenz zwischen dem Gewicht im Wagen und den gescannten Artikeln melden. Die Bezahlung per Smartphone ist noch in Entwicklung.
Circus Kitchens übernimmt Aitme
Der Hamburger Essenslieferdienst Circus Kitchens übernimmt die Roboterfirma Aitme, um die Köche seiner Mikroküchen mit Küchenrobotern zu entlasten, so das Handelsblatt. Circus Kitchens bietet in Hamburg und Köln einen Bestellservice für frisch zubereitete Gerichte an, bei dem Kunden über eine App auch Wunschzutaten angeben können, die dann von einer KI in ein neues Gericht integriert werden. Aitme wollte ursprünglich Kantinen und Behörden mit seinen Robotern ausstatten und suchte schon länger nach einem Investor.
Verizon veröffentlicht Payment Security Report
Das US-amerikanische Telekommunikationsunternehmen Verizon hat einen Payment Security Report veröffentlicht, der Unternehmen dabei helfen soll, sich auf den neuen Sicherheitsstandard für Kartenzahlungen vorzubereiten, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt. Seit März 2022 gilt der Payment Card Industry Data Security Standard in der Version 4.0, der Regeln und Pflichten für den Zahlungsverkehr mit Kreditkarten festlegt. Die Vorgängerversion 3.2.1 wird ab März nicht mehr unterstützt. Der Bericht soll die Verantwortlichen bei der Gestaltung und dem Management ihres eigenen PCI-Compliance-Programms unterstützen und bietet Vorlagen für die Umsetzung.
NACHHALTIGKEIT
Levis eröffnet grünes Logistikzentrum
Das neue Logistikzentrum von Levis in Dorsten soll auf 70.000 Quadratmetern Platz für 55 Millionen Artikel bieten, 650 Arbeitsplätze schaffen und dem strengen Nachhaltigkeitsstandard „Cradle to Cradle“ entsprechen, so FashionUnited. So seien beim Bau alte Betonbauteile wiederverwendet und Geothermie, begrünte Dächer und Solarpaneele integriert worden. Das Gebäude verfügt über einen Biodiversitätspark und eine eigene Recyclinganlage. Die Inbetriebnahme ist für April 2024 geplant.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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