Amazon, Flink, Otto, Kartellamt, Revolut, Platform Group, Delivery Hero, Lieferando, Ebay, Youtube, McDonalds, Kleinfeld Bridal

Amazon, Flink, Otto, Kartellamt, Revolut, Platform Group, Delivery Hero, Lieferando, Ebay, Youtube, McDonalds, Kleinfeld Bridal

Aktuelle E-Commerce-News: Amazon, Flink, Otto, Kartellamt, Revolut, Platform Group, Delivery Hero, Lieferando, Ebay und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
7 Min.· Aktualisiert am
Teilen

Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

6 Kriterien für die richtige Wahl des Paketdienstleisters
Der Erfolg eines Onlineshops steht und fällt mit den Kundenprozessen: Zufriedene Kunden kommen wieder, unzufriedene nicht.
Damit Warenauslieferung und Retouren zur Kundenzufriedenheit beitragen, legen Deutsche Post und DHL großen Wert auf sechs
Kriterien für reibungslose E-Commerce-Logistik. Mehr lesen

HANDEL NATIONAL

Amazon investiert weitere Milliarden
Amazon kündigt weitere Investitionen in Höhe von zehn Mrd. Euro in Deutschland an, wovon 8,8 Mrd. Euro bis 2026 in den Ausbau der Cloud-Dienste von Amazon Web Services im Rhein-Main-Gebiet fließen sollen. Außerdem expandiert das Unternehmen mit neuen Logistikzentren in Erfurt, Horn-Bad Meinberg und Großenkneten sowie zwei neuen Unternehmenszentralen in München und Berlin. Laut Sueddeutsche.de hat Amazon seit 2010 mehr als 77 Milliarden Euro investiert.

Flink darf keine Lagergebühr berechnen
Das Landgericht Berlin II hat dem Schnelllieferdienst Flink untersagt, Kunden für getätigte Einkäufe eine zusätzliche Lagergebühr von 1,99 Euro pro Bestellung zu berechnen, wie Lebensmittelzeitung.net die Verbraucherzentrale Hamburg zitiert. Das Gericht sieht darin eine unangemessene Benachteiligung der Verbraucher, da allgemeine Lagerkosten eingepreist sein müssen. Flink hat gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil Berufung eingelegt.

Otto erhöht wieder die Gebühren
Otto erhöht ab August die Gebühren für Händler auf seinem Marktplatz, insbesondere die monatliche Grundgebühr steigt von 39,90 Euro auf 99,90 Euro. Auch die Provisionen werden um ein bis acht Prozent angehoben, eine Differenzierung nach Zielgruppen und Nachhaltigkeit soll im Oktober folgen, berichtet Onlinehaendler-News.de. Otto begründet die Änderungen mit der Zunahme minderwertiger und nicht nachhaltiger Angebote auf der Plattform. Zuletzt waren die Provisionen im Februar erhöht worden.

Kartellamt untersucht Scoring beim Onlinekauf
Das Bundeskartellamt hat laut Pressemitteilung eine Sektoruntersuchung zum Scoring beim Online-Shopping eingeleitet, um die Praktiken von Händlern bei der Bonitätsprüfung von Verbrauchern zu untersuchen. Die Praxis sei uneinheitlich und häufig intransparent, was zu Verstößen gegen Verbraucherrechte führen könne. Dazu sollen schriftliche Befragungen von rund 50 Onlinehändlern und Wirtschaftsauskunfteien durchgeführt und die Ergebnisse in einem Bericht veröffentlicht werden.

Revolut ermöglicht Anleihenhandel
Die Digitalbank Revolut erweitert ihr Angebot in Deutschland um den Handel mit Unternehmens- und Staatsanleihen, darunter aus Frankreich, Polen, den USA, der Slowakei, Spanien, Litauen und Finnland, berichtet Computerbild.de. Der Handel ist ab einem Mindestbetrag von 100 Dollar oder Euro möglich, jeder Trade kostet 0,25 Prozent Gebühr. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Dynata im Auftrag von Revolut haben 20 Prozent der Deutschen bei der Geldanlage „nur eine geringe Risikotoleranz“.

The Platform Group plant Unternehmensanleihe
The Platform Group plant die Emission einer Unternehmensanleihe nach norwegischem Recht mit einem Zielvolumen von 25 Mio. Euro, berichtet Fashionunited.de. Mit dem Erlös will die Aktiengesellschaft vier weitere Übernahmen im zweiten und dritten Quartal finanzieren. Die Emission soll im Juni oder Juli 2024 über eine Privatplatzierung und ein öffentliches Angebot in Deutschland und Luxemburg erfolgen.

Unruhe bei Delivery Hero
Der Investor Sachem Head, der 3,6 Prozent an Delivery Hero hält, hat eine Erweiterung des Aufsichtsrats durchgesetzt, in dem er nun als vierter Anteilseignervertreter sitzt, berichtet Wiwo.de. Einem Bericht von Bloomberg zufolge sehe er „Schwächen im operativen Geschäft und beim Aktienkurs“. Offiziell hingegen erreichte der Lieferdienst nach Verkäufen und Schließungen in Taiwan, Vietnam, der Slowakei, Dänemark, Slowenien und Ghana 2023 erstmals ein positives bereinigtes Ebitda von 254 Mio. Euro.


EM 2024

EM bei der Arbeit schauen ist Kündigungsgrund
Das Anschauen von Fußballspielen während der Arbeitszeit ohne ausdrückliche Genehmigung des Arbeitgebers kann als Arbeitszeitbetrug gewertet werden und im schlimmsten Fall zur fristlosen Kündigung führen, zitiert Echo24.de eine Meldung der DPA. Dies gelte unabhängig davon, ob die Spiele auf dem Arbeitslaptop oder dem privaten Smartphone verfolgt werden.


HANDEL INTERNATIONAL

Lieferando für Amazon-Prime-Mitglieder ohne Liefergebühren
Just Eat Takeaway hat laut Reuters.com eine Partnerschaft mit Amazon geschlossen, um Prime-Mitgliedern in Deutschland, Österreich und Spanien kostenlose Lieferungen für Bestellungen über 15 Euro anzubieten. Die Kooperation folgt einer ähnlichen Vereinbarung zwischen Amazon und der Just Eat-Tochter Grubhub in den USA. Das Angebot wird in Deutschland und Österreich über Lieferando und in Spanien über Just Eat umgesetzt.

Ebay will das Entfernen von Bewertungen vereinheitlichen
Laut Channelx.world überarbeitet Ebay seine Richtlinien zur Entfernung von Bewertungen, um „inkonsistente und unfaire Erfahrungen für Verkäufer und Käufer“ zu vermeiden. Ziel sei es, einen einheitlicheren Prozess zu schaffen, der auf Richtlinien basiert und nicht davon abhängt, wer, wie oder wann bei welcher Person eine Entfernung beantragt. Ebay übernehme die Verantwortung für Lücken in den bisherigen Richtlinien, die dazu geführt hätten, dass einige berechtigte Anträge auf Entfernung von Bewertungen abgelehnt worden seien, so ein Vertreter.

Schweizer Onlinehandel legt drei Prozent zu
Der Onlinehandel in der Schweiz ist im Jahr 2023 um drei Prozent auf 14,4 Mrd. Schweizer Franken Umsatz gewachsen, wobei das Shopping im Ausland mit 2,2 Mrd. Schweizer Franken gegenüber 2022 um 10 Prozent zugelegt hat. Der gesamte Schweizer Einzelhandel hingegen verzeichnete laut der GfK-Publikation „Detailhandel Schweiz 2024“ nur ein Umsatzwachstum von 0,5 Prozent auf 103 Mrd. Schweizer Franken. Für das laufende Jahr wird ein Plus von einem Prozent erwartet.

Start der E-Commerce-Offensive „Seidenstraße“ in China
Shanghai wird das erste Pilotgebiet für die „Silk Road E-Commerce“-Offensive, die darauf abzielt, die Prozesse für den globalen Onlinehandel von und nach China zu vereinfachen und kleine und mittlere Unternehmen bei ihrer internationalen Expansion zu unterstützen. Die „Belt and Road Initiative“ wiederum hat laut Excitingcommerce.de in den letzten 10 Jahren bedeutende Fortschritte gemacht, insbesondere bei den Zugverbindungen zwischen Europa und China, die die Transportzeit im Vergleich zum Seeweg halbieren.


Lebensmittelwarnungen.de ist jetzt eine App
Um den Verbraucherschutz zu verbessern, haben das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und die Bundesländer laut Tagesschau.de für 700.000 Euro eine App entwickelt, die neue Lebensmittelwarnungen oder Rückrufe direkt aufs Smartphone schickt. Grundlage ist die überarbeitete Internetseite Lebensmittelwarnungen.de, die seit ihrem Start 2011 bereits über 2.430 Meldungen erfasst hat.

Youtube kündigt VPN-Abonnenten
Google kündigt derzeit Youtube-Premium-Abonnenten, die ihr Abo über VPN in Ländern mit günstigeren Preisen abgeschlossen haben, berichtet Heise.de. Statt 13 Euro zahlten manche Nutzer so oft nur zwei Euro im Monat; nun müssen sie sich zum vollen Preis neu anmelden, um Abonnent zu bleiben. Als Alternative bietet Google in Deutschland derzeit Youtube Premium Lite für 6 Euro im Monat an, das nur bei Musikvideos Werbung einblendet.

McDonalds KI servierte Bacon zum Softeis
Wie McDonalds mitteilte, hat das Unternehmen sein Experiment, Bestellungen durch KI entgegennehmen zu lassen, zumindest vorerst eingestellt. Starke Akzente, Nebengeräusche oder Dialekte führten zu Fehlbestellungen, die teilweise so absurd waren, dass sie in den sozialen Medien kursierten. Wie Golem.de verschiedene Quellen zitiert, erhielt ein Tiktoker sein Softeis mit Bacon und zwei Frauen hätten fast 28 Chicken- McNuggets-Menüs kaufen müssen, macht knapp 300 Dollar. Dagegen ist es fast verzeihlich, statt Eiskrem vier Tütchen Ketchup und drei Päckchen Butter bezahlen zu müssen – der Nährwert zumindest dürfte ähnlich sein.


NACHHALTIGKEIT

Kleinfeld Bridal startet Secondhand-Brautmode-Plattform
Der New Yorker Brautmodenhändler Kleinfeld Bridal hat mit Kleinfeldagain.com einen Online-Marktplatz für den An- und Verkauf von gebrauchten Brautkleidern gestartet, berichtet Fashionunited.com. Ziel ist es, dem wachsenden Trend zu Second-Hand-Mode gerecht zu werden und Bräuten, die keine traditionelle Beratung im Brautmodengeschäft suchen, eine vertrauenswürdige Lösung zu bieten. Die provisionsfreie Plattform startet mit Hunderten von Kleidern, die von Experten auf ihre Echtheit geprüft wurden. Verkäuferinnen können für 9,95 Dollar pro Monat eine Anzeige aufgeben und den Preis selbst festlegen.

Teilen
Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.