
Amazon ist die Nummer 1 bei Mode, Zooplus will als Service-Plattform wachsen, Windeln, Zalando, Apple Pay, momox, Uber
Liebe Leserin, lieber Leser, in der Reihe der Dinge, die wir in den vergangenen Tagen nicht gemeldet haben, gehören ein Augmented Realty-Patent von Nike, dass beim Golf spielen helfen soll oder auch ein Lieferroboter von FedEx, der Treppensteigen kann. Man kommt ja schließlich mit den wirklich wichtigen Dingen des Tages kaum noch nach. Deshalb konzentrieren wir uns auch heute wieder genau darauf.
Windeln.de im Hoffnungslauf Was war Windeln.de einst für eine gefeierte Erfolgsstory. Doch inzwischen ist mehr und mehr die Luft raus und man sitzt auf einem harten Boden der Realität. Die finalen Eckdaten für 2018: 104,8 Mio Euro Umsatz (2017: 188,3 Mio Euro, ohne Feedo). Das bereinigte EBIT zeigt sich mit -18,5 Mio Euro im Vergleich zu -21,3 Mio Euro in 2017 hoffnungsvoll. Der Optismus ist da, dass man da noch weiter rauswächst. Im nächsten Jahr will man sauber sein und den Break Even schaffen. Für kühle Rechner: Eine Monatsbox Pampers ist im Moment etwa genauso teuer wie rund 20 Aktien von Windeln.de. Beim Börsenstart war das Verhältnis etwas 1:2.
Zalando kickt Apple Pay Bittere Pille für Apple Fan-Boys. Zalando beendet seinen Test mit Apple Pay, heißt es via Twitter. Die Gründe: Apple Pay verweigert sich unterschiedlichen Versandarten, Lieferungen an Packstationen oder Paketshops und kann nicht mit Gutscheinen umgehen, erklärt Zalando bei t3n.
momox knackt die 200-Millionen-Umsatzmarke Vielleicht profitiert der Re-Commerce-Anbieter momox auch von einem gewandelten Konsumverhalten, wenn man nun erstmals die 200-Millionen-Umsatzmarke knackt. Momox profitiert dabei auch vom rasanten Wachstum der Fashion-Kategorie. Das Berliner Unternehmen kauft über momox gebrauchte Artikel zum Festpreis an. Die Artikel werden anschließend auf den eigenen Onlineshops www.medimops.de, www.momox-shop.fr (Medien), www.ubup.com (Mode) und bei Online-Marktplätzen zum Kauf angeboten. Auch dort ist der Erfolg unübersehbar. Mittlerweile ist momox der größte Händler für gebrauchte Waren bei Amazon weltweit und bei eBay auf Platz drei.
INTERNATIONAL
Amazon ist die Nummer 1 bei Mode
Die Marktmacht von Amazon im Modesegment wird ja immer noch gerne kleiner geredet als sie längst ist. Wells Fargo und Euromonitor liefern jetzt neue Zahlen aus dem US-Markt, die belegen, dass Amazon bei Textilien die Nummer 1 ist. 2018 war Amazon demnach mit einem Anteil von 9,9 % an allen verkauften Bekleidungsstücken und 42,5 % an den Online-Umsätzen die Nummer 1 bei Bekleidung und Schuhen. Walmart folgt als Nummer 2 mit einem Anteil von 8,3 %.
Uber dient sich Spediteuren an
Uber will auch in Europa bei der Vermittlung von Fracht an Spediteure mitmischen. Uber Freight soll rund zwei Jahre nach den USA in den kommenden Wochen zunächst in den Niederlanden an den Start gehen.
Amazon bietet Hautpflege
Amazon startet jetzt mit der Eigenmarke Belei nun auch eine Hautpflege-Serie.
TRENDS & FAKTEN
Amazon ist mit Abstand erste Wahl
Allein diese Zahl ist eine Machtdemonstration für Amazon. 74% der US-Verbraucher gehen zu Amazon, wenn sie bereit sind, etwas zu kaufen. Das sagt eine aktuelle Umfrage von Feedvisor. Noch mehr Belege: 66 Prozent starten die Produktsuche bei Amazon. Was man aber auch wissen sollte. Feedvisor verdient sein Geld damit, anderen beim Verkauf auf Amazon zu helfen.
Zahl des Tages
Die EU hat Google einen Strafzettel von 1,49 Mrd Euro ausgestellt. Grund: Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung bei Online-Werbung. Google wird die Höhe der Summe ähnlich schmerzen wie andere Leute das Knöllchen für Falschparken. Wegen des Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung bei Produktanzeigen in Suchergebnissen verhängte die Kommission schon 2017 eine Strafe von 2,42 Milliarden Euro.
Lesetipp des Tages
Die Digitalisierung im Einzelhandel schreitet voran. Wo und wie die Regale mit dem Einkaufszettel auf dem Smartphone kommunizieren oder Spiegel mit dem Kunden sprechen, können Sie in "Der Handel" nachlesen. #APPLINK2019-03-01-28# Das E-Paper von „Der Handel“ – die elektronische Version der gedruckten Ausgabe - gibt es auf vielfachen Wunsch unserer Leser bei etailment. In der Startphase können Early Adopter das E-Paper nach einer kurzen Registrierung (kostenlos) bequem auf ihren digitalen Endgeräten lesen. Dann stehen Ihnen alle Inhalte der Druckausgabe zur Verfügung. Einzelne Artikel können außerdem in einem übersichtlich gestalteten Lesemodus angezeigt werden.
Start-up des Tages
Wenn man als Händler vom Versandprozess genervt ist, kann man nach neuen Lösungen suchen. Oder selbst eine bauen. So entstand das Start-up Sendcloud.
Favorit der Leser am Vortag
In der Welt der Plattform-Ökonomie gewinnen natürlich die Plattformen wie Amazon und Facebook. Das kann als gesetzt gelten. Doch es gibt noch weitere Gewinner. Und die bekommen ihr Fett weg. Gastautor Kelm entzaubert nicht nur die Plattform-Magie und ihre Zauberkünstler, sondern gibt auch Anregungen, wie man selbst neue Kunden aus dem Hut zieht.
Das „Morning Briefing“ ist der News-Espresso zum Frühstück. Bleiben auch Sie up-to-date. Unsere Newsletter liefern Nachrichten über die man spricht, Analysen und Hintergründe.Hier geht es zum Abo.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
Alle Beiträge