Baur-Gruppe, Internetstores, Getir, Babor, Preiserwartung, Apple, Amazon, Vinted, Alibaba, Tech-Hypes, OpenAI, Patentanmeldungen

Baur-Gruppe, Internetstores, Getir, Babor, Preiserwartung, Apple, Amazon, Vinted, Alibaba, Tech-Hypes, OpenAI, Patentanmeldungen

Aktuelle E-Commerce-News: Baur-Gruppe, Internetstores, Getir, Babor, Preiserwartung, Apple, Amazon, Vinted, Alibaba und weitere Themen im Überblick.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
7 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Baur meldet ein Minus von 3,9 Prozent
Die Baur-Gruppe meldet laut Pressemitteilung für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Umsatz von 841 Mio. Euro, was einem Minus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im wichtigsten Geschäftsbereich E-Commerce musste Baur.de ein Minus von 3,7 Prozent hinnehmen und die Unito-Gruppe, die seit 15. April unter Otto Austria Group firmiert, ein Minus von 3,8 Prozent. Im kommenden Geschäftsjahr will das Unternehmen noch stärker auf Technologie und KI setzen, das Sortiment erweitern und sich neue Ertragsquellen im Bereich Retail Media erschließen.

Internetstores: Auch Addnature findet neuen Besitzer
Die Outdoor- und Fahrradplattform Internetstores, die nach der Insolvenz der Muttergesellschaft Signa Sports United selbst Konkurs anmelden musste, meldet für alle „wesentlichen“ Marken neue Eigentümer gefunden zu haben, berichtet Fashionunited.de. Nachdem Fahrrad.de und Bikester vom ehemaligen Gründer René Marius Köhler übernommen wurden und auch Campz einen Investor gefunden hat, wird die Plattform Addnature ihre Onlinetätigkeit in Norwegen, Finnland und Schweden künftig unter dem Dach von Wesports Scandinavia weiterführen.

Getir entlässt 1.200 Mitarbeiter
Getir zieht sich Mitte Mai offiziell aus Deutschland zurück, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Auch die Geschäfte in Großbritannien, den Niederlanden und den USA werden eingestellt, die US-Tochter Freshdirect jedoch wird ihre Aktivitäten fortsetzen. Getir hat die bevorstehenden Massenentlassungen bereits bei der Bundesagentur für Arbeit angemeldet. Betroffen sind 800 Fahrer und 400 Mitarbeiter in Verwaltung, Backoffice und Lager.

Babor steigert Konversion durch KI-Tools dramatisch
Die Luxus-Hautpflegemarke Babor bietet online Zugang zu einer Hauttypberatung namens „Skin Advisor“, deren KI Empfehlungen auf der Grundlage von Alter, Kundeneingaben und Geolokalisierung ausspricht, sowie zu einem „Skin Coach“, mit dem die angestrebten Hautpflegeziele überwacht werden können. Im vierten Quartal erzielten Kunden, die den Hautberater probierten, eine um 82 Prozent höhere Konversionsrate und einen um 19 Prozent höheren Bestellwert. Laut Glossy.co lag die Konversionsrate bei Kunden, die beide Tools nutzten, um 442 Prozent höher als bei Kunden, welche auf keines zugriffen.

60 Prozent der Onlinekäufer wollen keine täglichen Infos
38 Prozent der in einer Studie von Packlink Befragten wollen täglich über ihre Online-Bestellung in Kenntnis gesetzt werden – aber noch mehr, nämlich 42 Prozent, bevorzugen periodische Benachrichtigungen. Zwölf Prozent sind schon zufrieden, nach dem Versand kontaktiert zu werden, und sechs Prozent genügt eine schlichte Lieferungsankündigung. Umgekehrt stellt sich die Situation bei den Verkäufern dar: Mit 42 Prozent informiert die Mehrheit erst zum Zeitpunkt der Lieferung, während 26 Prozent öfter eine Nachricht versenden. Erstaunliche 18 Prozent der Onlinehändler halten es nicht für notwendig, ihre Käufer überhaupt zu informieren.

Mehr Unternehmen wollen Preise erhöhen
Es sind wieder etwas mehr Unternehmen, die Preiserhöhungen planen; der Ifo-Preiserwartungsindex steigt von 14,3 Punkten im März auf 15,1 Punkte im April. Am deutlichsten ist der Aufwärtstrend in der Gastronomie, im Spielwarenhandel und in Drogeriemärkten, während der Lebensmitteleinzelhandel, das Hotel- und Reisegewerbe sowie das Baugewerbe eher mit sinkenden Preisen rechnen.


HANDEL INTERNATIONAL

Apples Betriebssystem für Ipads muss sich öffnen
Die Europäische Kommission hat Apples Betriebssystem für Ipads als „Gatekeeper“ im Sinne des Digital Market Act eingestuft, wie Reuters.com berichtet. Ähnlich wie bei seinen Smartphone-Betriebssystemen, dem Safari-Browser und dem App-Store muss Apple nun auch bei seinen Ipads zulassen, dass die Software anderer Unternehmen mit seinen Diensten zusammenarbeiten kann. Weiters dürfen „Gatekeeper“ ihre Produkte in Suchergebnissen oder Rankings nicht bevorzugen und Entwickler dürfen nicht gezwungen werden, bestimmte Dienste benutzen zu müssen, in diesem Fall beispielsweise Apples Bezahlsysteme oder den App-Store.

Amazon liefert noch mehr noch schneller Amazon teilt in einer Pressemitteilung mit, dass im ersten Quartal fast 60 Prozent der Bestellungen, die über Prime in den 60 größten Metropolregionen der USA aufgegeben wurden, noch am selben oder am nächsten Tag ankamen. Um diese Steigerung von rund 50 Prozent zu erreichen, hat das Unternehmen seine Logistikstrategie geändert. Statt sich weiterhin auf große Lagerhäuser zu konzentrieren, wurde ein Netzwerk von 55 Same-Day-Delivery-Logistikzentren mit kleineren Sortimenten aufgebaut, die mittels KI an die lokalen Bedürfnisse angepasst werden.

Vinted schreibt schwarze ZahlenDer
Second-Hand-Marktplatz Vinted konnte 2023 seinen Umsatz auf 596,3 Mio. Euro verbessern, ein Plus von 61 Prozent im Vergleich zu 2022. Das Ebitda erreichte 76,6 Mio. Euro und unterm Strich blieben laut Fashionunited.de 17,8 Mio. Euro Nettogewinn in der Kasse – 2022 war das Ergebnis mit minus 20,4 Mio. Euro noch deutlich im Verlustbereich.

Alibaba eröffnet Marktplatz für KI-Agenten
Alibaba hat auf seiner Plattform Dingtalk einen Marktplatz für KI-Agenten eingerichtet, die auf dem großen Sprachmodell von Alibaba Cloud, Qwen, und dessen Erweiterung für visuelle Daten, Qwen-VL, basieren, berichtet Onlinemarktplatz.de. Bereits zum Start stehen 200 verschiedene Agenten als SaaS-Angebote zur Verfügung, die Aufgaben von der Generierung von Geschäftsberichten bis zur Reiseplanung automatisieren können.


Der nächste Tech-Hype kommt bestimmt
Nichts ist so beständig wie der Wandel – wie wahr das Zitat, das dem griechischen Philosophen Heraklit zugeschrieben wird, ist, zeigt sich bei technologischen Trends. Marilyn Repp, Leiterin des Mittelstand-Digital-Zentrums Handel beim Handelsverband Deutschland, treibt derzeit die Frage um: Was kommt nach dem KI-Hype? In einem neuen Beitrag für Etailment erklärt die Expertin, was die vergangenen Tech-Hypes auslöste und gibt zum Schluss einen heißen Tipp auf den nächsten Trend ab.

OpenAI verstößt laut Datenschützern gegen DSVGO
Die europäische Datenschutzorganisation „None of Your Business“ hat eine Beschwerde gegen OpenAI eingereicht, weil sich das Unternehmen nicht an die EU-Datenschutzgrundverordnung halte, berichtet die Tagessschau. Konkret habe der Chatbot im Fall einer anonymen Person des öffentlichen Lebens „falsche Informationen erfunden“. OpenAI könne aber weder erklären, woher die Fehlinformationen stammen, noch sei das Unternehmen in der Lage, diese zu korrigieren. Die Möglichkeit einer Berichtigung oder Löschung ist jedoch durch die DSGVO vorgeschrieben.

44 Prozent der Europäer verfügen nicht über digitale Fähigkeiten
Im Jahr 2023 haben zwar 91 Prozent der Menschen in der EU das Internet genutzt, aber nur 56 Prozent verfügen über grundlegende digitale Fähigkeiten, berichtet Eurostat.eu in der Studie „Digitalisierung in Europa“. Den höchsten Anteil an digital Gebildeten haben die Niederlande (83 Prozent), Finnland (82 Prozent), Irland (73 Prozent), Dänemark (70 Prozent) und Tschechien (69 Prozent). Österreich kommt auf 64,7 Prozent und Deutschland auf unterdurchschnittliche 52,2 Prozent. Mittlerweile arbeiten in der EU fast 10 Mio. Menschen in ITK-Berufen, was fünf Prozent der Gesamtbeschäftigten ausmacht.

Katzen lieben auch Retourenkartons
Carrie Clark aus Utah stellte laut Businessinsider.de am 10. April fest, dass ihre Katze, Galena, verschwunden war. Nachdem sie und ihr Mann das Haus durchkämmt hatten, klapperte das Ehepaar mit Freunden die Nachbarschaft ab und Zettel mit einem Porträt der Katze wurden verteilt. Eine Woche später rief ein Tierarzt aus Kalifornien an, der den Chip der Katze ausgelesen hatte, und teilte mit, dass Galena dehydriert, aber ansonsten wohlauf sei. Das Haustier war in den Karton für eine Rücksendung an Amazon geklettert und versehentlich hunderte von Kilometern verschickt wurden.


NACHHALTIGKEIT

Deutschland und Frankreich EU-Vorreiter für saubere Technologien
Deutschland und Frankreich sind Europameister bei sauberen Technologien, wenn man die Zahl der angemeldeten Patente als Maßstab nimmt, berichtet VDI-Nachrichten.com. Aus Europa kommen 27 Prozent aller weltweiten Innovationen in diesem Bereich, auch in Japan und den USA steigt die Zahl der Patente, aber das größte Wachstum kommt aus China: Dort hat sich die Zahl der Patente innerhalb eines Jahres verdoppelt. Insgesamt ist die Zahl im Bereich Solar-, Wind- und alternative Energien im Jahr 2023 um fast 19 Prozent gestiegen. 597 der 1289 Anmeldungen betrafen die Solarenergie, 117 davon kamen aus China.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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