BNPL, digitaler Euro, Taschen, Online-Möbelhandel, Philippinen, Thailand, Vestiaire + Sojo, Brexit, DMA, Armedangels + Mended

BNPL, digitaler Euro, Taschen, Online-Möbelhandel, Philippinen, Thailand, Vestiaire + Sojo, Brexit, DMA, Armedangels + Mended

Aktuelle E-Commerce-News: BNPL, digitaler Euro, Taschen, Online-Möbelhandel, Philippinen, Thailand, Vestiaire + Sojo und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

6 Kriterien für die richtige Wahl des Paketdienstleisters
Der Erfolg eines Onlineshops steht und fällt mit den Kundenprozessen: Zufriedene Kunden kommen wieder, unzufriedene nicht.
Damit Warenauslieferung und Retouren zur Kundenzufriedenheit beitragen, legen Deutsche Post und DHL großen Wert auf sechs
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HANDEL NATIONAL

Verbraucherschützer fordern mehr Schutz vor Überschuldung
Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert laut Tagesschau.de strengere Maßnahmen zum Schutz vor Überschuldung bei BNPL-Angeboten, einschließlich der Verpflichtung von Banken, Einkommen und Ausgaben der Verbraucher vor der Kreditvergabe zu prüfen, selbst bei kleinen Krediten. Zudem sollten Kreditgeber flexible Bedingungen anbieten, wenn Verbraucher Schwierigkeiten bei der Rückzahlung haben. Die neue EU-Verbraucherkreditrichtlinie, die bis 2025 umgesetzt werden muss, sieht ebenfalls strengere Prüfungen vor, um vor allem Haushalte mit geringem Einkommen vor Überschuldung zu schützen.

59 Prozent haben noch nie vom digitalen Euro gehört
59 Prozent der von der Bundesbank befragten 2.012 Bürger haben noch nie vom digitalen Euro gehört. Dennoch ist gut die Hälfte offen für seine Nutzung, auch wenn 74 Prozent sich Sorgen um den Schutz ihrer Privatsphäre machen. Allerdings gibt es auch viele Missverständnisse, denn der digitale Euro ist weder eine Maßnahme der EU zur Abschaffung des Bargelds noch eine Kryptowährung. Ob und wann das alternative Zahlungsmittel in Europa realisiert wird, ist noch offen, das früheste Datum wäre 2028.

Kunden dürfen zu viel gelieferte Ware nicht behalten
Die weit verbreitete Behauptung, dass Kunden zu viel gelieferte Ware behalten dürfen, ist falsch, erklärt Onlinehaendler-News.de. Tatsächlich haben Onlinehändler einen Herausgabeanspruch für versehentlich zusätzlich gelieferte Ware, da für diese kein Kaufvertrag und damit auch kein Eigentumsübergang zustande gekommen ist. Es fehlt also an einer Einigung zwischen Käufer und Verkäufer über den zusätzlichen Teil der Bestellung, so dass nicht von einer Schenkung auszugehen ist.

Taschen erhöht Umsatz mit neuem Frontend um 20 Prozent
Der Taschen Verlag hat laut Pressemitteilung sein altes IT-System durch einen modernen Composable-Commerce-Ansatz ersetzt, bei dem die E-Commerce-Marketing-Suite von Makaira als Frontend vor die Shopify-Lösung gesetzt wurde. Diese Umstellung führte zu einem Umsatzzuwachs von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, einem um 6 Prozent höheren durchschnittlichen Bestellwert und einer um 12 Prozent gesteigerten Bestellrate.


HANDEL INTERNATIONAL

Kundenservice, Lieferung, Retouren: Das erwarten Kunden in Osteuropa
Die Wirtschaft in Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei wächst deutlich schneller als im EU-Schnitt. Für deutsche Onlinehändler ist Osteuropa deshalb ein verheißungsvolles Expansionsziel, zumal der Wettbewerb bei den Marktplätzen dort noch überschaubar ist. Sara Piacquadio vom Logistikdienstleister Packeta erklärt in einem Gastbeitrag, was Unternehmen beim Schritt nach Osten beachten sollten.

Europa kauft seine Möbel bei Amazon oder Ikea
Amazon ist der größte Online-Möbelhändler in Großbritannien, Spanien und Italien, während in Frankreich Ikea führt und in anderen europäischen Ländern unter den Top drei rangiert; nur in Deutschland liegt Otto vorn. Der Online-Möbelkauf hat vor allem in der Pandemie zugelegt und zwingt laut Ecommercenews.eu auch traditionelle Akteure wie Maisons du Monde dazu, sich an die neuen Konsumgewohnheiten anzupassen.

E-Commerce-Markt der Philippinen wächst auf fast 40 Mrd. Dollar
Der philippinische E-Commerce-Markt wird bis 2028 auf 39,5 Mrd. Dollar anwachsen, mit einer erwarteten jährlichen Wachstumsrate von 13,2 Prozent zwischen 2024 und 2028, zitiert Zawya.com Zahlen von Globaldata. Das Wachstum wird von mehreren Faktoren getragen: Eine junge Bevölkerung, wachsendes Vertrauen in Online-Zahlungen, verbesserte Logistik, staatliche Initiativen und der Markteintritt neuer E-Commerce-Player wie beispielsweise Temu.

E-Commerce-Markt Thailands wächst auf 160 Mrd. Dollar
Der thailändische Onlinehandel wächst weiter. Laut Nationthailand.com prognostiziert die Electronic Transactions Development Agency für dieses Jahr einen Umsatz von 162 Mrd. Dollar. Am schnellsten soll dabei der Versicherungssektor wachsen, der bereits 31 Prozent Anteil beansprucht. Die Zahl der E-Commerce-Unternehmen wächst folgerichtig mit dem Markt; derzeit sind es 7.393, die meisten davon in und um Bangkok.

Vestiaire lässt bei Sojo schneidern
Die Resale-Plattform Vestiaire Collective hat laut Fashionunited.com eine Partnerschaft mit der Reparatur- und Änderungsplattform Sojo angekündigt. Laut einer Analyse von Vestiaire sind 65 Prozent der Rücksendungen auf eine schlechte Passform der bestellten Kleidungsstücke zurückzuführen. Mit dem Service von Sojo können Kunden künftig Second-Hand-Mode anpassen lassen. Der Abhol- und Lieferservice soll laut Vestiaire emissionsfrei sein, der neue Service steht auch den Verkäufern der Plattform zur Verfügung.


Britische Schuhe verkaufen sich nicht mehr
Die Verkäufe britischer Marken in der EU sind seit dem Brexit um 5,9 Mrd. Pfund eingebrochen, berichtet Fashionunited.com. Besonders betroffen sind dabei die Verkäufe von Kleidung und Schuhen, die sich von 7,4 Mrd. Pfund im Jahr 2019 auf 2,7 Mrd. Pfund im letzten Jahr reduziert haben. Trotz der schwierigen Situation, die entstanden ist, nachdem Großbritannien die EU verlassen hat, erwarten die britischen Onlinehändler in der EU dieses Jahr einen Umsatz von 323 Mrd. Pfund zu erzielen.

DMA reduziert Conversions um bis zu 25 Prozent
Wie die Online-Werbeagentur Smarketer in einer Pressemitteilung schreibt, hat die Einführung der gesetzlichen Maßnahmen rund um den Digital Markets Act bei den Google-Accounts von 24 repräsentativen Werbetreibenden zu erheblichen Umsatzeinbußen geführt: 25 Prozent weniger Conversions bei der Google-Suche, drei bzw. sieben Prozent weniger bei Display- oder Youtube-Anzeigen und sogar 46 Prozent weniger erreichte Nutzer bei Gmail-Anzeigen. Eine Anpassung der Consent Management Plattform an den Consent Mode V2 ist daher laut Smarketer für Online-Werbetreibende oberste Pflicht.


NACHHALTIGKEIT

Armedangels kooperiert mit Mended
Das Kölner Modelabel Armedangels hat laut Stores-Shops.de in Zusammenarbeit mit der niederländischen Plattform Mended einen Reparaturdienst für seine Kleidung eingeführt, bei dem Kunden beschädigte Artikel online zur Reparatur einsenden können. Der Service soll die Lebensdauer der Kleidung verlängern und den zirkulären Umgang mit Mode fördern. Diese Kooperation stellt den ersten Schritt von Mended außerhalb der Niederlande dar und ebnet den Weg für eine baldige EU-weite Verfügbarkeit.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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