Der Handel, Platform Group, Rewe, Verdi, Ebay, Apps, Amazon, JD.com, Maison Valentino, Blink, Geoblocking, Lasttests, Adcore, Oxid

Der Handel, Platform Group, Rewe, Verdi, Ebay, Apps, Amazon, JD.com, Maison Valentino, Blink, Geoblocking, Lasttests, Adcore, Oxid

Aktuelle E-Commerce-News: Der Handel, Platform Group, Rewe, Verdi, Ebay, Apps, Amazon, JD.com, Maison Valentino, Blink und weitere Themen im Überblick.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
9 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Neue Ausgabe von Der Handel jetzt als E-Paper lesen
Innovative Verpackungsmaterialien, Mehrweglösungen und Maßnahmen zur Retourenvermeidung: Es gibt viele Wege, um den Versandhandel nachhaltiger zu gestalten. In der Dezember-Ausgabe stellt Der Handel die wichtigsten Hebel vor und erklärt, was die für 2025 geplante EU-Verpackungsverordnung PPWR für Händler bedeutet. Weitere Schwerpunkte im neuen Heft sind Tipps für die Regelung der Unternehmensnachfolge, IT-Sicherheit und die aktuelle Rangliste der Top-100-Start-ups. Die aktuelle E-Paper-Ausgabe von Der Handel mit allen Inhalten des gedruckten Heftes können Sie hier lesen.

Ab dem 14. Februar 2024 startet die Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 15. Dezember 2023

The Platform Group trennt sich von Beauty und Smartwatches
The Platform Group AG hat laut Fashionunited.de einen Abnehmer für die Geschäftszweige Beauty und Smartwatches gefunden, die an einen deutschen Onlinehändler, der nicht näher spezifiziert wurde, verkauft werden. Der Vollzug soll bereits am 31. Januar erfolgen, wenn auch der Verkaufspreis, der sich aus einer fixen und einer variablen Komponente zusammensetzt, feststeht. Beide Produktsegmente waren bereits vor der Fusion von Fashionette mit der Platform Group defizitär und schon im August fanden konkrete Verkaufsgespräche statt.

Rewe eröffnet neue kassenlose Supermärkte
Die Lebensmittelkette Rewe hat laut einer Pressemitteilung ihre „Pick & Go“-Technologie in hybriden Testmärkten in Köln und Berlin sowie mit einem vollautonomen Check-out-Markt in München erfolgreich getestet und eröffnet Anfang nächsten Jahres zwei neue Geschäfte in Hamburg und Düsseldorf. Mit der „Pick & Go“-App erstellen die Nutzer ein Profil, in dem sie ihre Bankverbindung hinterlegen, scannen beim Betreten des Marktes einen QR-Code, nehmen ihre Einkäufe aus den Regalen und Truhen und verlassen den Laden, ohne zur Kasse gehen zu müssen. Kameras und Sensoren des Technologiepartners Trigo Vision erfassen die Aktionen und errechnen den Kaufbetrag, der automatisch abgebucht wird – auch wenn man Artikel wieder ins Regal zurücklegt.

Verdi ruft zu Streiks am 23. Dezember auf
Die Gewerkschaft Verdi hat im festgefahrenen Tarifkonflikt im Handel für das Bundesland Niedersachsen zu Arbeitsniederlegungen am Samstag, den 23. Dezember – dem letzten Einkaufstag vor Heiligabend – aufgerufen. Wie Zeit.de berichtet, ist auch eine zentrale Kundgebung geplant, zu der noch keine Einzelheiten bekannt sind.

Ebay stellt die wichtigsten ungeplanten Kaufanlässe 2023 vor
Neben planbaren Anlässen wie Weihnachten oder Ostern führen viele Ereignisse und Trends zu spontanen Kaufentscheidungen. Wie Ebay in einer Pressemitteilung schreibt, führte die politische Diskussion um die Wärmepumpe zu einem Anstieg des Verkaufs von Solarpaneelen um 40 Prozent. Die Krönung von König Charles III. steigerte den Absatz entsprechender Merchandising-Artikel um 610 Prozent, der Gewinn der Basketball-Weltmeisterschaft verkaufte 320 Prozent mehr Dennis-Schröder-Trikots, der Oppenheimer-Film machte seine Biografie mit einem Plus von 230 Prozent zum Bestseller und Tina-Turner-Shirts verkauften sich nach der Nachricht von ihrem Tod 590 Prozent häufiger.


HANDEL INTERNATIONAL

Temu ist erfolgreichste IPhone-App 2023
Apple hat die erfolgreichsten Apps für das Jahr 2023 vorgestellt und in der Kategorie der kostenlosen Apps liegt die App „Temu: Shoppen wie die Milliardäre“ auf Platz eins. Dahinter folgen: Google, WhatsApp, Google Maps, Instagram, CapCut, TikTok, PayPal, YouTube und Spotify. Bei den kostenpflichtigen Apps liegt wieder „Blitzer.de“ auf Platz eins, gefolgt von: Threema, Oje, ich wachse!, Autosleep, Babyphone 3G, Food with Love, Atlas der Humananatomie, Forest, IHK.AEVO und Peakfinder.

Der Vorteil einer Standortpartnerschaft? Eine Fläche, doppelter Nutzen.
Das Thema E-Mobilität ist das Thema der Stunde: In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 15 MillionenE-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Dieses Ziel kann nur mit einer stark ausgebauten Ladeinfrastruktur erreicht werden. An verkehrsgünstigen Orten wird deshalb in den nächsten Jahren verstärkt in Ladeinfrastruktur investiert werden. Mehr lesen

Agrarhandel protestiert gegen Late-Payment-Verordnung
Die Interessenvertretung des deutschen Agrarhandels protestiert in einer Pressemitteilung gegen Vorschläge für eine EU-Verordnung zur Late-Payment-Verordnung, die Zahlungsfristen für alle Verträge zwischen Unternehmen ausnahmslos auf 30 Tage festlegen will. Dies widerspreche nicht nur der gängigen und bewährten Praxis im Agrarhandel, wo Betriebsmitteleinkäufe oder Ernteverkäufe mit längeren Zahlungsfristen üblich seien, sondern gehe auch völlig an der Realität im internationalen Handel vorbei, wo beispielsweise in Asien und Afrika 90 Tage und in Lateinamerika 120 Tage die Regel seien. Auch die Tatsache, dass die Einhaltung der Verordnung durch eine neu zu schaffende Behörde kontrolliert werden soll, entspreche nicht den erklärten Zielen des Bürokratieabbaus.

Amazon berechnet niedrige Lagerbestände
Amazon hat zahlreiche Änderungen seiner Gebührenstruktur für Händler angekündigt, die Fulfillment-by-Amazon nutzen. Unter anderem will das Unternehmen in den USA, wo es nicht auf ein zentrales Logistiknetzwerk zurückgreifen kann, Gebühren für niedrige Lagerbestände einführen. „Die Gebühr fällt an, wenn Ihr Lagerbestand im Verhältnis zum Stückverkauf konstant niedrig ist, da dies […] zu einer Verschlechterung der Liefergeschwindigkeit und einer Erhöhung unserer Versandkosten führt“, heißt es in der Pressemitteilung. Vermeiden lässt sich diese Gebühr wohl nur, wenn die Verkäufer darauf achten, immer so viel auf Lager zu haben, wie sie in vier Wochen maximal liefern können. Für Anbieter von Saisonartikeln oder verderblichen Waren eine schwierige Planung.

JD.com richtet sich global aus
Der Aktienkurs von JD.com ist in diesem Jahr an der Nasdaq von 62,10 Dollar am 1. Januar auf zuletzt 23,20 Dollar gefallen, der Umsatz ist in den vergangenen drei Quartalen kaum gestiegen und Gründer und CEO Richard Liu hat sich diese Woche für Managementfehler entschuldigt. „Aufgeblasen und ineffizient“ sei das Unternehmen, zitiert ihn IT-Times.de. Trotzdem expandiert das Unternehmen international: In Polen und Deutschland wurden zwei hochautomatisierte Logistikzentren eröffnet, die europäische B2C-Tochter Ochama hat 26 Abholstationen eingerichtet, regelmäßige Frachtflüge aus China verkürzen die Lieferzeiten in Amerika und Europa und laut Manager Magazin befindet man sich in Übernahmegesprächen mit Ceconomy, dem Mutterkonzern von Media Markt, Saturn und der Deutschen Technikberatung.

Alipay+ und Maison Valentino kooperieren
Die italienische Luxusmodemarke Maison Valentino vertieft ihre Zusammenarbeit mit Alipay+, der asiatischen Bezahl-App von Alibaba, laut Pressemitteilung mit einer gemeinsamen Kampagne. Mit Fokus auf die beliebtesten Reiseziele asiatischer Touristen sollen Kunden gezielt in 37 Boutiquen in Europa, Südostasien und Australien geleitet werden, wo sie bequem mit ihrem heimischen E-Wallet bezahlen können. Dazu bietet die Alipays-App Informationen, Gamification-Elemente und die Möglichkeit, auch nach dem Kauf mit der Luxusmarke in Kontakt zu bleiben.

Blink erhält 2,1 Mio. Dollar Seed-Finanzierung
Das saudi-arabische Start-up Blink hat in einer Seed-Finanzierungsrunde 2,1 Mio. Dollar von seinen Investoren erhalten, berichtet Techinasia.com. Blink bietet Restaurants eine SaaS-Markenplattform und mobile Apps zur Verwaltung ihrer Online-Bestellkanäle. Zu den Dienstleistungen für Restaurants gehören auch das Management der Lieferflotte, Kundenbindungsmanagement sowie Analyse- und Informationsdienste. Mit dem neuen Startkapital wollen die Gründer um CEO Syed Sair Ali nicht nur in Saudi-Arabien, sondern auch in Bahrain, Kuwait, Oman, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten expandieren.

EU will Geoblocking-Regeln überarbeiten
In der Plenarsitzung des Europäischen Parlaments haben die Abgeordneten am Mittwoch die Notwendigkeit betont, die seit vier Jahren geltenden Regeln zum Geoblocking zu überarbeiten. Diese sollen es Verbrauchern ermöglichen, in ganz Europa ohne Einschränkungen online einzukaufen und Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Bestimmte Dienste, die urheberrechtlich geschützte Inhalte anbieten – E-Books, Hörspiele, Musik, Software oder Spiele – sind jedoch von den Regeln ausgenommen, obwohl sie 50 Prozent aller Online-Einkäufe ausmachen. Darüber hinaus forderten die Abgeordneten die Kommission und die Mitgliedstaaten auf, den Zugang zu grenzüberschreitenden Paketzustelldiensten zu erleichtern.


Spitzenlasten im Weihnachtsgeschäft: So schützen Lasttests vor Shopausfälle
Bei Leistungsengpässen wie langsamen Datenbankabfragen oder begrenzten Serverkapazitäten erhöht sich das Risiko von Shopausfällen durch den starken Anstieg der Nutzerzahlen im Saisongeschäft. Dabei wirken sich Ausfallzeiten gerade bei Saisonspitzen verheerend auf den Umsatz eines Onlineshops aus. In einem Gastbeitrag für Etailment erklärt Damijan Cavar von der Technologieagentur Turbine Kreuzberg, wie Lasttests helfen können, die Gefahr von Shopausfällen zu verringern.

Fragmentierung bremst Wachstum – Retail Media-Markt braucht Einheitlichkeit
Das steile Wachstum des Retail Media ist zugleich seine größte Herausforderung: im fragmentierten Markt fehlen Standards und Transparenz. Das Commerce Media-Unternehmen Criteo gibt einen Überblick über Auswirkungen, nächste Schritte und technologische Lösungen für einen einheitlichen Markt und gemeinsames ungebremstes Wachstum. Mehr lesen

Adcore launcht Feededitor Plus
Die Digital-Advertising-Agentur Adcore aus Tel Aviv hat laut Wallstreet-Online.de ihr Tool Feeditor auf die neue Version Feededitor Plus erweitert. Es wurde speziell für große Datenmengen entwickelt und ermöglicht die Verwaltung von Produktfeeds mit Millionen von Artikeln ohne fortgeschrittene technische Kenntnisse. Der Einsatz von Produkt-Feeds ermöglicht es Online-Händlern, ihre Artikel auf mehreren Plattformen anzubieten und zu verwalten, indem sie eine zentrale Liste mit Produktnamen, SKU-Nummern, Farben, Preisen, Größen oder Produktfotos verwenden.

Oxid integriert „Rooom 3D Product Viewer“
Die Integration des „Rooom 3D Product Viewers“ in das Online-Shop-System von Oxid ermöglicht es laut Pressemitteilung, jedes Produkt im Shop als 3D-Objekt darzustellen, so dass potenzielle Käufer es von allen Seiten betrachten und gegebenenfalls per Augmented Reality mit einem Klick in Räume projizieren können. Besonders interessant sei die Anwendung für die Ersatzteilsuche in 3D-Modellen, bei der ein Klick direkt aus dem Modell heraus die Bestellung ermöglicht. Die Integration wurde durch eine Kooperation von Oxid, Rooom und Smartcommerce ermöglicht.


NACHHALTIGKEIT

Nachhaltigkeit bei Lebensmitteln zunehmend unwichtiger
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg Heilbronn hat 2023 zum dritten Mal eine Analyse des sogenannten „Attitude-Behavior-Gap“ im Lebensmitteleinzelhandel durchgeführt, der die Differenz zwischen der Einstellung der Verbraucher und ihrem tatsächlichen Verhalten misst. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren zeigen sich geringe Veränderungen, allerdings ist die Einstellung zu nachhaltigem Einkaufen zum zweiten Mal in Folge messbar gesunken. Waren beispielsweise im Vorjahr noch 52,5 Prozent bereit, für Nachhaltigkeit auf Wohlstand zu verzichten, sind es 2023 nur noch 48,3 Prozent. Generell gibt es nur noch 6,5 Prozent überzeugte Nachhaltigkeitskäufer, während mittlerweile 40,1 Prozent dieses Kriterium rundum ablehnen. „Bio und CO2 haben beim Lebensmittelkauf die geringste Relevanz, während Lebensmittelverschwendung und Tierwohl von den Befragten sehr häufig genannt werden“, so Professor Stephan Rüschen, einer der vier Autoren der Studie, die auch Handlungsempfehlungen umfasst.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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