E-Rezept, Zalando, Möbelfirst, JD Logistics, Amazon, Temu, Digitec Galaxus, Maka, Instant Payment, Nachhaltigkeitssiegel

E-Rezept, Zalando, Möbelfirst, JD Logistics, Amazon, Temu, Digitec Galaxus, Maka, Instant Payment, Nachhaltigkeitssiegel

Aktuelle E-Commerce-News zu E-Rezept, Zalando, Möbelfirst, JD Logistics, Amazon, Temu, Digitec Galaxus, Maka und weiteren Themen des Tages im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

E-Rezept benachteiligt die Online-Apotheken
Obwohl 38,7 Prozent der Internetnutzer das ab 1. Januar verpflichtend eingeführte E-Rezept nutzen wollen, stellt die Umstellung die Internetapotheken vor Probleme, wie der BEVH mitteilt. Derzeit ist die Online-Einlösung nur mit einer Gesundheitskarte mit NFC-Chip und dazugehöriger PIN ausschließlich in der E-Rezept-App der Firma Gematic möglich. In der stationären Apotheke hingegen ist die Abwicklung vergleichsweise einfach, da lediglich das Smartphone zum Auslesen des Data-Matrix-Codes vorgehalten werden muss. Der BEVH fordert die Bundesregierung auf, einfachere digitale Einlösewege zu etablieren.

Ab dem 14. Februar 2024 startet die Durchführung des englischsprachigen CAS in International Retail Management! Hochkarätige Referenten aus Forschung und Praxis vermitteln das Rüstzeug, um Ihr Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Das flagship Programm orientiert sich an aktuellen Managementherausforderungen im Handel und fördert den informellen Austausch zwischen Branchenkollegen:innen. Weitere Details und Anmeldung bis 15. Dezember 2023

Zalando verkauft limitierte Artikel nur auf Einladung
Ab dem 19. Dezember gibt es bei Zalando limitierte Artikel, die in einem bestimmten Zeitfenster nur mit einer Einladung gekauft werden können, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Durch die Reservierung von Lagerbeständen und die verzögerte Freigabe für die Öffentlichkeit soll verhindert werden, dass bestimmte Produkte innerhalb von Minuten ausverkauft sind. Der erste Artikel, der vorerst nur auf Einladung bei Zalando erhältlich sein wird, ist der alltagstaugliche Fußballschuh Fenty X Puma Avanti.

The Platform Group vollendet Übernahme von Möbelfirst
The Platform Group übernimmt Möbelfirst, an dem die Gruppe bereits seit 2021 eine Mehrheitsbeteiligung hält, zum 1. März vollständig. Der Online-Möbelhändler konnte nach eigenen Angaben seinen Umsatz in diesem Jahr auf über 5 Millionen Euro steigern, hat eine Retourenquote von nur zwei Prozent und einen durchschnittlichen Warenkorbwert von 4.100 Euro. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Für das Jahr 2024 hat The Platform Group laut Fashionunited.de angekündigt, zwischen drei und acht weitere Übernahmen zu planen – sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich.


HANDEL INTERNATIONAL

JD Logistics führt Expresslieferung ein
JD Logistics hat in einer Pressemitteilung angekündigt, Kunden in den beiden südchinesischen Metropolen Shenzhen und Guangzhou Expresslieferungen in 23 verschiedene Länder anzubieten, darunter die USA, Kanada, Mexiko, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien oder Italien. Eine Ausweitung des Angebots auf weitere chinesische Städte ist geplant.

Der Vorteil einer Standortpartnerschaft? Eine Fläche, doppelter Nutzen.
Das Thema E-Mobilität ist das Thema der Stunde: In Deutschland sollen bis 2030 mindestens 15 MillionenE-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht werden. Dieses Ziel kann nur mit einer stark ausgebauten Ladeinfrastruktur erreicht werden. An verkehrsgünstigen Orten wird deshalb in den nächsten Jahren verstärkt in Ladeinfrastruktur investiert werden. Mehr lesen

Amazon mit neuem Suchfilter für Kleinunternehmen
Amazon hat laut Pressemitteilung seine Suche um einen neuen Suchfilter für Kleinunternehmen erweitert. Kunden, die auf der Website gezielt nach Produkten suchen, können die Ergebnisse nicht nur nach Liefergeschwindigkeit, Produktkategorie und Preis filtern, sondern sich gezielt nur Waren von Kleinunternehmen anzeigen lassen. Aufgeführt werden dann Unternehmen, die sich als Kleinunternehmen registriert haben und dafür nachweisen müssen, dass sie Markeninhaber mit Sitz in Deutschland sind. Im vergangenen Jahr verkauften in Deutschland rund 47.500 kleine und mittlere Unternehmen über Amazon.

Sicherheitsprobleme bei Temus Produkten
Bei Testbestellungen auf Temu durch Sendungen des WDR und des BR traten bei mehreren Produkten gravierende Sicherheitsprobleme auf: Ein Autotüröffner, der auf einer Militärfrequenz sendet, ein Dampfgarer ohne Schutzleiter, eine Smartwatch ohne Entladeschutz oder Poloshirtknöpfe, die den Grenzwert für den Weichmacher DBP um das Vierzigfache überschreiten. Laut NZZ.ch weisen viele Produkte chinesischer Billiganbieter nach wie vor erhebliche Sicherheitsmängel auf. „Bei Plattformen wie Temu, AliExpress und Wish empfehlen wir aus Sicherheitsgründen auf den Kauf von Elektrogeräten zu verzichten“, wird der Schweizer Konsumentenschutz zitiert.

Digitec Galaxus eröffnet neues automatisiertes Lager
Der Schweizer Onlinehändler Digitec Galaxus hat in Wohlen im Kanton Aargau ein neues, 10.000 Quadratmeter großes Lager eröffnet, das dank weitgehender Automatisierung bis zu 35.000 Päckchen pro Tag verarbeiten kann. 240.000 Behälter für kleinere Artikel wie bespielsweise Smartphones, Druckerpapier oder Stilleinlagen lagern in zwölf Meter hohen Regalen und fahren autonom zu den 50 bis 70 menschlichen Kommissionierern. Die Versandkartons werden dann zu den sechs Verpackungsmaschinen geschickt, die die Sendung maßgeschneidert fertigstellen. Ab 2026, wenn das Zentrallager in Wohlen ausgebaut sein wird, muss sich das Unternehmen laut Medienmitteilung nach weiteren Kapazitäten umsehen.

Maka sichert sich 2,65 Mio. Dollar
Die afrikanische Online-Modeplattform Maka hat in einer Pre-Seed-Finanzierung 2,65 Mio. Dollar erhalten. Maka ist eine videobasierte Social-Commerce-Plattform, die Live-Anproben, Rezensionen und nutzergenerierte Inhalte einsetzt, um Nutzern so eine Möglichkeit zu bieten, Produkte zu entdecken, sicher zu kaufen und verlässlich geliefert zu bekommen. Die Zielgruppe sind junge Menschen, die nach 1990 geboren wurden und auf einen Online-Markt treffen, der laut Fashionunited.com für Mode noch weitgehend unerschlossen ist. Die E-Commerce-Durchdringung in der afrikanischen Bevölkerung ist von 13 Prozent aktiver und zahlender Kunden im Jahr 2017 auf 28 Prozent gestiegen.


Instant Payment startet in der Schweiz
Die Schweizerische Nationalbank und Swiss Interbank Clearing haben laut Finews.ch bereits am 17. November die Möglichkeit für ihre Kunden freigeschaltet, per Instant Payment zu bezahlen. Instant Payment ermöglicht die elektronische Überweisung von Konto zu Konto in Sekundenschnelle, vereinfacht das Liquiditätsmanagement und reduziert die Abwicklungsrisiken. In der EU ist das Verfahren seit 2017 eingeführt, viele Banken verlangen aber noch Gebühren für die Sofortüberweisung.

Fragmentierung bremst Wachstum – Retail Media-Markt braucht Einheitlichkeit
Das steile Wachstum des Retail Media ist zugleich seine größte Herausforderung: im fragmentierten Markt fehlen Standards und Transparenz. Das Commerce Media-Unternehmen Criteo gibt einen Überblick über Auswirkungen, nächste Schritte und technologische Lösungen für einen einheitlichen Markt und gemeinsames ungebremstes Wachstum. Mehr lesen

Spezialisierte Marktplätze wachsen überdurchschnittlich
Laut einer Studie von OC&C Strategy Consultants sind die Online-Marktplätze in den letzten drei Jahren weltweit um 1,7 Bio. Dollar auf insgesamt 4,1 Bio. Dollar Umsatz gewachsen, wobei das Wachstum der Spezialisten das der Generalisten um das 1,6-fache übertraf. In einigen Kategorien wie Bekleidung, Unterhaltungselektronik, Lebensmittel und Körperpflege hat die Marktdurchdringung auch nach der Pandemie nicht nachgelassen. Auch wenn spezialisierte Marktplätze immer mehr Marktanteile gewinnen, haben Generalisten wie Amazon immer noch einen Vorsprung von 70 Prozent.


NACHHALTIGKEIT

Nachhaltig einkaufen bleibt zu schwierig
Obwohl 60 Prozent der deutschen Verbraucher angeben, dass ihnen Nachhaltigkeit ein Anliegen ist, sinkt die Bereitschaft, dies auch beim Einkauf umzusetzen. Zum einen kosten nachhaltige Produkte im Durchschnitt immer noch 75 bis 85 Prozent mehr, zum anderen ist es für den Verbraucher zu zeitaufwändig, sich über die Vielzahl an Siegeln und Zertifikaten zu informieren. Neben den fünf Siegeln, die das Umweltbundesamt empfiehlt – EU-Energielabel, Bio-Siegel für Lebensmittel, EU-Umweltzeichen, Blauer Engel, Grüner Knopf – gibt es zahlreiche Alternativen, die sich der Handel ausgedacht hat. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Gesetzgebung einem ständigen Wandel unterworfen ist. Ein wichtiger Schritt wäre es, wie Capital.de argumentiert, dem Verbraucher durch die Einführung eines einheitlichen Nachhaltigkeitssiegels für alle Warengruppen zu helfen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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