Ebay, Hello Bello, Orbisana, Tiktok, Amazon, Vinted, Frasers Group, Mobivention, Fast Fashion, Stockx, DHL Supply Chain, Sunfire

Ebay, Hello Bello, Orbisana, Tiktok, Amazon, Vinted, Frasers Group, Mobivention, Fast Fashion, Stockx, DHL Supply Chain, Sunfire

Aktuelle E-Commerce-News: Ebay, Hello Bello, Orbisana, Tiktok, Amazon, Vinted, Frasers Group, Mobivention, Fast Fashion und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Ebay bleibt bei Second-Hand die Nummer eins
47 Prozent der 357 von Statista.com befragten Personen, die in den letzten 12 Monaten online Gebrauchtes geshoppt haben, taten dies bei Ebay. Auf Platz zwei folgt das ehemalige Tochterunternehmen Kleinanzeigen (34 Prozent), danach folgen Vinted (24 Prozent), Momox (18 Prozent), About You (14 Prozent), Facebook Marketplace, Rebuy und Refurbed. Kleidung wurde mit 22 Prozent am häufigsten Second Hand gekauft, auf den weiteren Plätzen lagen Bücher, Filme, Musik & Games (17 Prozent), Schuhe (13 Prozent), Taschen & Accessoires (13 Prozent) oder Unterhaltungselektronik (12 Prozent).

Tierfutter-Start-up Hello Bello: Jedem Hund sein Rezept
Hundefutter gehört zu den wenigen Warengruppen, die trotz der angespannten Wirtschaftslage in Deutschland weiterhin stabil sind – denn viele Verbraucher sparen lieber an der eigenen Ernährung als an der Versorgung ihres Haustiers. Davon profitiert das Start-up Hello Bello, das individualisierte frisch gekochte Hundenahrung über den eigenen Onlineshop vertreibt. Etailment stellt Hello Bello vor.

Orbisana nimmt digitale Rezepte an
Das Online-Sanitätshaus Orbisana bietet seinen Kunden laut Pressemitteilung nun die Möglichkeit, ihr E-Rezept über ein Formular auf der Website einzureichen. Hochgeladen wird ein Scan oder ein Foto des Papierausdrucks, den man in der Arztpraxis auf Anfrage erhält. Die Plattform prüft das Rezept und versendet direkt, wenn ein Vertrag mit der Krankenkasse besteht, oder leitet es andernfalls an einen Partneranbieter weiter. Der Ausdruck des E-Rezepts kann nach Erhalt der Ware auf dem Postweg nachgeschickt werden.


HANDEL INTERNATIONAL

USA: Gesetzentwurf zum Verbot von Tiktok
Die Vorsitzenden des Sonderausschusses des Repräsentantenhauses, der sich mit der Kommunistischen Partei Chinas befasst, haben einen Gesetzesentwurf „zum Schutz der Amerikaner vor Apps, die von ausländischen Gegnern kontrolliert werden“ vorgelegt, der Tiktok de facto verbieten würde, wenn es nicht innerhalb von 165 Tagen von Bytedance verkauft wird. Der Entwurf sieht zivilrechtliche Strafen gegen App-Stores und Webhosting-Dienste vor, die Tiktok vertreiben, die sich aus der Anzahl der Nutzer multipliziert mit 5.000 Dollar errechnen, berichtet Theverge.com. Das Gesetz, das bereits 19 Unterzeichner beider Parteien gefunden hat, könnte dann auch auf andere Anbieter als Bytedance und andere Länder als China angewendet werden, z.B. Russland, Iran und Nordkorea.

Amazon meldet 15 Prozent weniger Betrugsfälle
Amazon hat in einer Pressemitteilung berichtet, dass es im Jahr 2023 zu 15 Prozent weniger Betrugsfällen gekommen sei, bei denen sich Kriminelle als Amazon-Mitarbeiter oder per Phishing-Mail als Amazon ausgegeben haben. Laut Schätzung der Global Anti-Scam Alliance, der auch Amazon angehört, haben Verbraucher weltweit im letzten Jahr über eine Billion Dollar an Betrüger verloren. Das Unternehmen stellt eine Onlinehilfe bei verdächtiger Kommunikation zur Verfügung: Hilfe und Kundenservice › Sicherheit und Datenschutz › Kommunikationen von Amazon.de › Melden einer verdächtigen Kommunikation.

Vinted übernimmt Trendsales
Der litauische Re-Commerce-Marktplatz Vinted, in Deutschland früher als „Kleiderkreisel“ bekannt, hat den dänischen Konkurrenten Trendsales übernommen, berichtet Fashionunited.de. Über die Details der Transaktion wurde nichts bekannt. Im Zuge seiner Expansion hatte Vinted 2022 die deutsche Luxus-Secondhand-Plattform Rebelle übernommen und Mitte Januar 2024 vollständig in sein Angebot integriert.

Frasers Group kauft Wiggle CRC
Der britische Online-Fahrradhändler Wiggle CRC, der im Zuge der Zahlungsunfähigkeit seiner Muttergesellschaft Signa Sports United selbst Insolvenz anmelden musste, ist laut Textilwirtschaft.de für zehn Mio. Pfund an die Frasers Group verkauft worden. Allerdings wurden nur die Namensrechte und das geistige Eigentum des 2016 aus Wiggle und Chain Reaction Cycles entstandenen Unternehmens übernommen. Obwohl sich weder der Insolvenzverwalter noch die Frasers Group bisher zu der Transaktion geäußert haben, ist davon auszugehen, dass die 447 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren werden.


Alternativer iOS-App-Store für Unternehmen
Der deutsche IT-Dienstleister Mobivention hat in einer Pressemitteilung einen alternativen App Store für Apples Betriebssystem iOS vorgestellt, der sich an Unternehmenskunden richtet. Zu den Vorteilen zählen vereinfachte Regeln für die Veröffentlichung von Apps, alternative Abrechnungsmodelle, ein reduzierter Umsatzanteil für In-App-Käufe sowie die Möglichkeit, alternative Bezahllösungen anzubieten. Der Shop steht Unternehmen auch als White-Label-Lösung zur Verfügung, um beispielsweise hauseigene Apps zentral an Mitarbeiter zu verteilen. Im rechtlichen Rahmen des DMA der EU startet der Shop zum frühestmöglichen Zeitpunkt: morgen.

Wein und Spirituosen lieber online
Der Absatz von Wein im stationären Handel ist im vergangenen Jahr um rund fünf Prozent von 629 auf 598 Mio. Flaschen gesunken, der von Spirituosen um zwei Prozent, berichtet Lebensmittelzeitung.net. Laut Selahattin Göde, Verkaufsleiter bei Edeka Stiegler in Bad Dürkheim, prüfen die Kunden im Supermarkt immer häufiger mit dem Smartphone, ob es im Internet nicht bessere Preise gibt. Tatsächlich ist der Online-Anteil am Weinverkauf laut Deutschem Weininstitut im Jahr 2023 um zwei Prozent auf 13 Prozent gestiegen.

Französischer Gesetzentwurf gegen Fast Fashion
Laut Fashionunited.com hat der französische Umweltminister Christophe Bechu nach Beratungen mit Branchenvertretern, Aktivisten und Forschern einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der sich speziell gegen Fast Fashion-Anbieter wie Shein zu richten scheint. Demnach sollen billige, minderwertige Kleidungsstücke, die hauptsächlich aus Asien importiert werden, mit einer Strafe belegt werden, die entweder pauschal zehn Euro oder 50 Prozent des Verkaufspreises beträgt. Eine Debatte über den Gesetzesentwurf im französischen Parlament ist für den 14. März geplant.

Stockx präsentiert ersten Sneaker-Shop für Apple Vision Pro
Der Sneaker-Onlineshop Stockx hat für seine Schuhe, Bekleidung, Accessoires und Sammlerstücke eine eigene App für Apples Vision Pro entwickelt, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung schreibt. Nutzer können nicht nur hochauflösende 3D-Modelle auf dem 4K-Display im Detail begutachten, sich live über Marktdaten auf den wichtigsten Sneaker-Börsen informieren, sondern mit der Funktion „Shop the Look“ auch in den Inhalten anderer Turnschuh-Fanatiker rund um den Globus stöbern. Weitere Vorreiter des E-Commerce für das neue Headset aus Cupertino sind Alo, E.l.f. und Mytheresa.


NACHHALTIGKEIT

DHL steigt mit Reflaunt in den Re-Commerce ein
DHL Supply Chain ist neuer Logistikpartner der Re-Commerce-Plattform Reflaunt, die sich auf den Wiederverkauf von gebrauchter Markenmode spezialisiert hat. Laut Cross-Border-Magazine.com übernimmt die DHL-Tochter die Abholung der Ware, prüft sie, sortiert sie in die richtigen Kategorien, erstellt Produktfotos und pflegt die Daten sogar in die Datenbank von Reflaunt ein. Die Zusammenarbeit umfasst auch das Bestandsmanagement, die Lagerhaltung, die Kommissionierung, die Verpackung und die Auslieferung. Der Kooperation ging ein einjähriges Pilotprojekt in Polen voraus.

Sunfire sammelt 215 Mio. Euro für grünen Wasserstoff ein
Das Dresdner Energie-Start-up Sunfire hat in einer Serie-E-Finanzierungsrunde 215 Mio. Euro von seinen Investoren eingesammelt und erhält zudem ein Darlehen der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 100 Mio. Euro. Das Unternehmen hat skalierbare Elektrolyse-Lösungen auf Basis von Alkali- und Festoxid-Technologien entwickelt, die grünen Wasserstoff und Synthesegas als klimaneutralen Ersatz für fossile Energie erzeugen können. Dies ermögliche die Dekarbonisierung von Industriezweigen, die bisher von Öl, Gas oder Kohle abhängig sind, heißt es in der Pressemitteilung.

Dekarbonisierung als Chance für Unternehmen
Die Unternehmensberatung Rohrbeck Heger hat in ihrer „Foresight Study: Decarbonization“ nicht nur ein wahrscheinliches Zukunftsszenario für das Jahr 2030 entwickelt, sondern auch strategische Ansätze für Unternehmen. Diese sollten proaktiv auf eine nachhaltigere Wirtschaftsweise umstellen, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Dazu ist die Zusammenarbeit mit anderen Branchen, staatlichen Stellen und NGOs unerlässlich. Wichtig wird auch die Konzentration auf die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen für die Kreislaufwirtschaft.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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